Koyaanisqatsi

Der besondere Film-Tipp

Großartige Landschaftsaufnahmen und hypnotische Musik verschmelzen zu einer Vision, die unter die Haut geht: Godfrey Reggios Meisterwerk „Koyaanisqatsi“ ist kein Film - es ist ein Erlebnisse für die Sinne!

"Koyaanisqatsi" ist ein Wort der Hopi-Indianer und bedeutet "Leben ohne Gleichgewicht". Der Film zeigt amerikanische Landschaften, die Kollision des urbanen Lebens mit der Natur. Wüste, Berge, Seen, das Meer - phantastische Aufnahmen der Natur bestimmen die ersten Minuten von Godfrey Reggios Blick auf unsere Schöpfung. Dann führt er uns - fast immer aus der Vogelperspektive in vom Menschen gezeichnete Kulturlandschaften, bevor er sich nach und nach in die Zentren unserer Zivilisation begibt. Das Ende hat - wie der Anfang einen Bezug zur Schöpfungsgeschichte und ist zugleich ein starkes politisches Statement gegen die Sünden der Menschheit: Umweltzerstörung und unserem Hang zu exzessiver Gewalt.

6 Jahre Dreharbeiten für einen Dokumentarfilm ohne Off-Kommentar? 1983 zeigt Regisseur Godfrey Reggio nur mit der Sprache der Bilder und vor allem der wundervollen Musik von Philip Glass das Leben auf der Erde. Unberührte Natur und die Ausbreitung der menschlichen Zivilisation. „Koyaanisqatsi“ bedeutet wiegesagt Leben ohne Gleichgewicht - und das führt der Film mit visueller und musikalischer Intensität vor: Technik vs. Natur, ohne Dialoge. Die Bilder sprechen für sich. “Koyaanisqatsi” ist nicht bloß ein überlanger Videoclip, der ganz ohne Worte auskommt. Alleine mit Bildern und einigen Effekten zeigt Reggio das, was unsere Kultur ausmacht.


 



 

Dienstag, 31. Mai 2011, br

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