»Dame, König, As, Spion«: Stylish und very british

Kinoexperte Söhnlein B. schwärmt von Verhören, falschen Fährten, Intrigen und Wirrungen

Bei James Bond geht es meistens um krachende Action. Bei »Dame, König, As, Spion« geht es um krachende Gehirnzellen und dabei ist der Spionagethriller teilweise spannender als alle Bond-Abenteuer vereint.
 
Die Agentenstory spielt im London der 70er Jahre, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Der Geheimdienst-Veteran George Smiley soll einen sowjetischen »Maulwurf« ausfindig machen, einen Spion, der den britischen Geheimdienst MI6 unterwandert haben soll. Eine Gruppe von Agenten ist im Verdacht und Smiley startet ein gefährliches Spiel, um den russischen Spion zu finden.
 
Toby Jones, Tom Hardy, Mark Strong, John Hurt, Colin Firth und als George Smiley der legendäre Gary Oldman. Einige der besten britischen Schauspieler haben sich versammelt und spielen sich im wahrsten Sinne des Wortes gegenseitig an die Wand. Keine wilden Verfolgungsjagden, keine wummernden Explosionen oder Faustkämpfe, sondern Verhöre, falsche Fährten, Intrigen und Wirrungen bestimmen die Handlung. Dabei ist das Ganze so gut gespielt, so faszinierend inszeniert, dass man mit jeder Minute immer weiter in den Agentenstrudel hineingezogen wird...

Der schwedische Regisseur Tomas Alfredson (»So finster die Nacht«) hat mit seiner ersten englischsprachigen Arbeit nach dem Kultroman von John Le Carré ein Meisterstück abgeliefert, das anfangs zwar etwas schleppend daher kommt, aber zunehmend Fahrt aufnimmt und gegen Ende unheimlich fesselnd und spannend wird. Mit grandiosen Darstellern!
 
Stylish. British. Packend. 

Viereinhalb von 5 möglichen Popcorntüten! (Bilder © StudioCanal)
 
S.B.  



 

Dienstag, 31. Januar 2012, avo

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