Wie ausgewechselt

Der Kino-Tipp der Woche

Die Autoren von „Hangover“ und der Regisseur der Erfolgskomödie „Die Hochzeits-Crasher“ präsentieren mit „Wie ausgewechselt“ eine Komödie über zwei beste Freunde, die sich plötzlich im Körper des anderen wieder finden.

Mitch (Ryan Reynolds) und Dave (Jason Bateman) sind  beste Freunde, auch wenn beide ganz unterschiedliche Leben führen. Dave ist ein überarbeiteter Anwalt und fürsorglicher Familienvater und Mitch der sorglose Single, für den Verantwortung ein Fremdwort ist. Für Mitch hat Dave alles, was es braucht, um glücklich zu sein: Eine wunderschöne Frau (Leslie Mann), Drei Kinder die ihn vergöttern und einen hoch bezahlten Job in einer Top-Kanzlei. Für Dave dagegen scheint Mitchs Leben ein einziger Traum: ein lockeres Singledasein ohne jegliche Verpflichtungen. Nach einer feuchtfröhlichen Nacht wachen die beiden durch einen Zufall tatsächlich im Körper des anderen auf. Nach dem ersten Schock und dem ersten Spaß folgt schnell die Erkenntnis, dass das Leben des anderen durchaus seine Schattenseiten hat. Nicht gerade vereinfacht wird das Tauschprogramm durch Daves sexy Kollegin Sabrina (Olivia Wilde) und durch Mitchs Vater (Alan Arkin). Während die zwei Freunde versuchen, in ihre eigenen Körper zurückzukehren, müssen sie sich ziemlich ins Zeug legen, ihr bisheriges Leben nicht komplett in den Sand zu setzen.

„Be careful what you wish for!“ - nach diesem Motto präsentiert sich eine der lustigsten Komödien des Jahres 2011. Regisseur David Dobkin, der schon 2005 in „Die Hochzeits-Crasher“ eine Männerfreundschaft zum Mittelpunkt machte, stellt uns auch diesmal zwei Freunde in ihren Mittdreißigern vor, deren Freundschaft durch einen verhängnisvollen Wunsch auf die Probe gestellt wird. Der Film stellt zunächst die gegensätzlichen Lebenswelten von Dave und Mitch in Atlanta, Georgia vor, wobei sie im Allgemeinen klischeehaft bleibt. Nichtsdestotrotz sind die punktuellen Attacken groben Humors, die vor allem Daves geregeltes Dasein heimsuchen, aussergewöhnlich.  Für den gewissen männlichen Charme des Films sorgen sicherlich die komischen Darstellungen Ryan Reynolds, der zuletzt in der Comicverfilmung „Green Lantern“ zu sehen war, und Jason Batemans, der sich auch in „Horrible Bosses“ von seiner komödiantischen Seite zeigt.  Aber auch Leslie Mann und Dr. House-Star Olivia Wilde machen als vernachlässigte Ehefrau bzw. verlockende Sekretärin eine gute Figur und vertreten sozusagen das Weibliche im Film. Überhaupt ist Wie ausgewechselt nicht als reiner Männerfilm zu sehen, denn Frau hat ebenso ihre Freude, die beiden Männer in ihrer misslichen Lage zu begleiten. Wer an diesen Film also mit der Erwartung herangeht, eine nicht unbedingt anspruchsvolle, aber unterhaltsame Komödie à la Hollywood serviert zu bekommen, wird mit Sicherheit auf seine Kosten kommen und darf sich trotz des vorhersehbaren Handlungsverlaufs auf ein amüsantes Filmerlebnis freuen.

 



 

Freitag, 07. Oktober 2011, br

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