»Diazpora« bei Hamburgs Hammer Bandnewcomer

Abseits des Mainstreams beschreitet diese Band ganz neue Wege

»Diazpora« haben dem Karostar am Sonntag, dem 23. Januar, einen Besuch abgestattet. Die Band besteht aus Kimo Eiserbeck (Saxophon), Legbo (Gitarre), Lucas Kochbeck (Drums), Thomas Neitzel (Percussion), David Nesselhauf (Bass) und Hans Christan Stephan (Trompete). Nicht dabei war Okus Norrenbrock (Bariton Saxophon). Optisch fallen sie mit glitzernden Kostümen und verrückten Sonnenbrillen auf. Die Funk Band besteht schon seit 2002.

In dem Jahr haben sie David auf einem Konzert kennengelernt. In dieser Zeit brauchten sie dringend einen neuen Bassisten. Musikalisch hat es sofort gefunkt. Sie finden es wichtig, dass man menschlich auf einer Ebene ist  - das Musikalische kommt bei den Bandmitgliedern danach. Ihr letztes Album »Magnetic« ist 2010 bei »Enorme Tonträger« erschienen.

Dass sie Vollblutmusiker durch und durch sind, merkt daran, dass St.Pauli einer ihrer Lieblingsplätze ist, ohne dass sie besonders an Fußball interessiert sind. Ihnen ist die Atmosphäre des Stadtteilswichtig und die Tatsache, dass man dort richtig gut feiern kann. Eine der großen Eigenarten der Band ist es, dass sie am liebsten ohne Sänger auftreten. Sie haben es zwar schon diverse Male mit einem Sänger versucht, aber es stört sie, dass sie dann oft in die Soul-Pop-Ecke gedrängt werden. Darum mögen sie Sänger, die einen anderen Stil mitbringen, der dann zum Beispiel in den Hip-Hop oder Reggae-Bereich geht. Ab und an treten sie mit einem Gastsänger auf. Für James Brown würden sie alle eine Ausnahme machen, wenn es einen Musiker gibt, mit dem sie einmal auf der Bühne stehen wollen, ist er es.

2008 haben die Musiker ein besonderes Erlebnis gewagt: Sie sind gemeinsam auf Frankreichtour gegangen. An der Atlantikküste haben sie die schönsten Surferorte angesteuert und dort auf den Strandpromenaden musiziert. Dabei hatten sie soviel Erfolg, dass sie sogar einen kleinen Auftritt in einem Crêpes Laden angeboten bekommen haben. Besonders peinlich ist es ihnen, wenn sie sich alte Auftritte von sich selber anschauen. Sie bewundern ihren Mut, dass sie früher überhaupt aufgetreten sind. Heute haben sie sich musikalisch enorm gesteigert und sie glauben, dass sie die »Band des Monats« sind: »Weil wir Musik machen, die abseits vom Mainstream und trotzdem tanzbar ist. Unsere Musik ist etwas anderes. Keine Musik, die man schon oft gehört hat.« Hier geht’s zur Webseite der Band.


Schau dir hier das Video von ihrem Auftritt im Karostar an.


 



 

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Montag, 24. Januar 2011, nks

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