Eine gelbe Meute mit je nur acht Fingern macht seit über 23 Jahren mit nicht enden wollendem Erfolg die TV-Landschaft unsicher. Am Sonntag, den 19. Februar, lief in den USA die 500. Folge der erfolgreichsten Zeichentrickserie aller Zeiten über die Bildschirme. Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie Simpson sind seit 1989 auf Sendung.
Warum man die Simpsons einfach lieben muss? Wir haben 10 gute Gründe gefunden:
1. Die Simpsons werden niemals alt
Das ist sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne zu verstehen: Seit über 20 Jahren ist Homer genau 38 Jahre alt, geht Bart in die 4. Klasse und ist Maggie ein Schnuller-nuckelndes Baby, das niemals sprechen lernen wird. Die Welt um die Simpsons entwickelt sich zwar, sie telefonieren mittlerweile mit »myPhones« und nutzen das Internet - aber ihre Botschaft bleibt zeitlos: Anarchie in the Mittelstand!!
2. Hausmeister Willy
Der schottische Groundskeeper aus der Grundschule Springfield überrascht nicht nur in unregelmäßigen Abständen mit dem richtigen Spruch zur richtigen Zeit (»Niemand klaut Hausmeister Willy sein Frühstück!«), sondern hat auch einen extrem durchtrainierten Oberkörper, den er sich sogar schonmal von der Schulköchin hat einölen lassen. Sex sells. Das wissen auch die Simpsons.
3. Noch mehr unerwartete optische Leckerbissen
Nicht nur Willy, sondern auch Homers »dudelideli-duh«-Nachbar Ned Flanders trainiert heimlich an seinem knackigen Waschbrettbauch. Dass er den fettleibigen Schwabbel-Homer daher locker zu Brei schlagen könnte, ignoriert der gottesfürchtige Flanders jedoch. Stattdessen verleiht er ohne mit der christlichen Wimper zu zucken im Laufe der Zeit all sein Hab und Gut an den glatzköpfigen Nachbarn, der es ihm mit Häme, Hass und Spott dankt.
4. Die Simpsons kann man notfalls zusammen mit seinen Kindern gucken
Versuch das mal mit »Family Guy« - oder lieber nicht.
5. »Itchy und Scratchy«
Die wohl erfolgreichste Serie in einer Serie. Flimmert eine blutrünstige Folge der sich gegenseitig niedermetzelnden Katze und Maus über den Bildschirm im Simpsons-Wohnzimmer, sollte man Punkt 4 dieser Liste vielleicht doch nochmal kurz überdenken.
6. Die Stadt Springfield beheimatet einen ziemlich treffenden Querschnitt westlicher Durchschnittlichkeit
Jede Simpsons-Folge ist ein bisschen wie im eigenen Stadtviertel spazierengehen: Da haben wir neben der Familie Simpson den aus sozial benachteiligten Verhältnissen stammenden Schläger Nelson, den verklemmten Schuldirektor Skinner, das verweichlichte Opfer Milhouse van Houten, den Kwik-E-Markt-Verkäufer Apu mit Migrationshintergrund, den religiösen Nachbarn Ned plus frommer Brut, den Säufer Barney, die stinknormalen Kollegen Carl und Lenny, den miesen und schwerreichen Kapitalisten Mr. Burns, der einfach nicht sterben will, seinen devoten Assistenten Smithers, und und und... Man könnte Bücher füllen mit all den verqueren und doch so wirklichkeitsnahen Figuren. Oder eben 500 Folgen einer Zeichentrickserie.
7. Als Gaststar bei den Simpson veräppelt zu werden, gilt als Ehre - nicht als Schande!
Und das muss man den Schöpfern der gelben Familie erst einmal nachmachen: Mel Gibson, Mick Jagger, Tony Blair, Elton John, Paul McCartney, Susan Sarandon, Liz Taylor... das sind nur ein paar Namen der Prominenten, die sich selbst bei den Simpsons gesprochen haben.
8. Die Couch-Sequenz am Anfang
Im Ernst - wer denkt sich das immer aus? Bereits anhand des Sofa-Gags erkennen versierte Simpsons-Freunde, um welche Folge es sich handelt.
9. Die Simpsons-Macher scheuen sich nicht, Figuren gnadenlos um die Ecke zu bringen
Hier eine Auswahl an Springfield-Einwohnern, die seit 1989 dran glauben mussten: Clancy Bouvier, Beatrice Simmons, Gladys Bouvier, Zahnfleischbluter Murphy, Frank Grimes, Maude Flanders, Waylon Smithers Senior, Dante Calabresi, Mona Simpson und Mafia-Boss Fat Tony.
10. Sie hören einfach nicht auf!
Mehr als 20 Jahre und noch immer kein Ende in Sicht: Wer die Simpsons bis heute noch nicht liebt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Wir gratulieren und freuen uns auf die nächsten 500 Folgen!