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Plus-Size-Model ist »Sports Illustrated«-Girl

Ashley Graham - Mit Übergröße auf dem Titelblatt der Bikiniausgabe

Sensation: Erstes Covergirl ohne typische Modelmaße auf dem Cover der »Sport Illustrated Swimsuit Issue«. Revolutioniert Ashley Graham die Mode-Welt?

Seit 1964 gibt es die Bikiniausgabe der »Sports Illustrated«, welche einmal im Jahr erscheint. Die Zeitschrift gilt als großes Karrieresprungbrett. Die 50. Ausgabe im Februar 2014 verkaufte sich 785.000 Mal. Seit Beginn an entsprechen die Models auf dem Cover einem Standard: Schlank, dünn und durchtrainiert! Abgebildet werden darauf Supermodels wie Tyra Banks oder etwa die Schauspielerin bzw. tschechisch-US-amerikanische Fotomodel Paulina Porizkova. Sogar Heidi Klum, die erstmals 1998 auf dem Cover zu sehen war und damit ihren Durchbruch schaffte, galt damals als eher rundlich proportioniert. Als im Jahr 2012 die weibliche Kate Upton das Cover zierte, war dies bereits eine große Ausnahme.

Nun geht die Zeitschrift noch einen Schritt weiter. Bereits im vergangen Jahr war Ashley Graham (28), die sich in ihrer Branche bereits einen Namen gemacht hat, in der Zeitschrift zu sehen - allerdings nur auf einer Anzeigenseite im Heft. Damals gab es auch einen passenden Werbespot, der Graham zu weiterer Bekanntschaft verhalf. Die Tatsache, dass sie es jetzt als erstes Plus-Size-Model auf das Titelblatt der »Sports Illustrated Swimsuit Issue« geschafft hat, ist allerdings eine kleine Sensation! 

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In den Köpfen der Leute soll so ein Umdenken, hinsichtlich der Sicht auf den weiblichen Körper, stattfinden. Denn zum Beispiel Laufsteg-Models, gelten bereits als übergroß, wenn sie US-Kleidergröße 8 (Größe 36) tragen. Graham, deren Kleidergröße zwischen 44 und 48 liegt, betonte in ihren sozialen Netzwerken, dass für sie ein Traum wahr wurde und dankte der Sportszeitschrift, dass sie Frauen in allen Formen und Größen zeige. »Ich danke jedem, der sich für Kurven einsetzt - unsere Stimmen wurden gehört«, so das Model auf Instagram. Selbstvertrauen sei ihre goldene Regel. Sie selbst verstehe sich als »Körperaktivistin«, die versucht die Mode-Industrie aufzumischen.

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Im September 2015 präsentierte Ashley Graham bereits auf der New Yorker Modewoche ihre erste eigene Dessous-Linie, die sie in Zusammenarbeit mit einer kanadischen Modemacherin entworfen hatte. Jetzt hat sie die Möglichkeit zum »Rookie oft the Year«, also Newcomer-Model des Jahres, gewählt zu werden.

Noch diese Woche erscheint die neue Ausgabe der Sportzeitschrift, in der Ashley Graham ihre Rundungen im Bikini des US-Labels »Lane Bryant« präsentiert. Es bleibt allerdings fraglich, ob die Zeitschrift diese Linie beibehalten wird und auch in Zukunft Frauen mit weiblichen Rundungen zeigt oder ob im nächsten Jahr wieder ein dünnes Model wie Hannah Davis das Cover ziert. Dann würde das Blatt aktuell nur dem Trend gegen Magermodels folgen, um seine Verkaufszahlen zu steigern und noch präsenter in den Medien zu sein.  

Donnerstag, 11. Februar 2016, kch

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