Es gibt Geschichten, die sind so zeitlos und schön, dass sie immer wieder erzählt werden können. Gerade Märchen verlocken dazu, ihnen ein modernes Gewand zu geben. Allerdings ist die Gefahr groß, dass man sich an solchen Storys vergreift und sie zu kitschig werden. Eine Gefahr, der sich auch »Beastly« von Daniel Barnz stellt. Mit seiner Verfilmung nimmt der Regisseur das Märchen von der schönen Belle und dem eitlen Prinzen, der sich in ein Biest verwandelt, auf und entwickelt es neu. Wie auch in der klassischen Erzählung kann der Fluch der Hässlichkeit des eingebildeten »Prinzen« erst durch die wahre Liebe gebrochen werden.
Es war einmal...
Kyle Kingston (Alex Pettyfer) ist reicher Sohn und der glänzende Mittelpunkt an seiner Schule. Seine
Einstellung zu anderen Menschen ist arrogant und ungerecht. Er legt sehr viel wert auf sein Äußeres und verachtet alle, die nicht so charismatisch und bewundernswert sind wie er. Kurz: Er ist ein echter Kotzbrocken. Er geht zu weit, als er Kendra (Mary-Kate Olson) auf einer Party vor der ganzen Schule zum Gespött macht. Er ahnt nicht, dass Kendra magische Fähigkeiten hat und ihn mit einem Fluch belegt. Seine Verwandlung zum hässlichen Biest beginnt. Narben überziehen sein Gesicht und hässliche Tattoos seinen Körper, auch seine über alles geliebten Haare muss er einbüßen. Er wird von seinem eigenen Vater verbannt und muss in einem abgelegenen Appartement in Brooklyn leben. Seine Hoffnung auf ein neues Leben und die wahre Liebe ist schon bald die süße, aber unscheinbare Mitschülerin Lindy (Vanessa Hudgens), die sich aufopfernd für ihre Mitmenschen einsetzt und heimlich von Kyle verfolgt wird. Als hässliches Biest weiß er nicht, dass Lindys Herz bereits vergeben ist: Sie schwärmt für den alten Kyle Kingston und hat keine Ahnung, dass er sich hinter der hässlichen Hülle verbirgt.
(Foto: Concorde Film)
Die wahre Liebe?
Viele Elemente des Märchens finden sich in der Verfilmung wieder, sie wurden allerdings auf moderne Weise umgesetzt. So ist das Biest kein klassisches Biest, sondern einfach ein Mensch, der allen Schönheitsidealen eines oberflächlichen Teenagers widerspricht. Im Märchen gibt es eine magische Rose, die zu verblühen droht, wenn der Fluch nicht durch die wahre Liebe gebrochen wird. In der neuen Verfilmung ist diese Rose in ein Tattoo auf Kyles Arm integriert. Wie in der ursprünglichen Geschichte dreht sich auch in der modernen Fassung alles um die Liebe und darum, dass wahre Schönheit von innen kommt. Übrigens ist dieser Film nicht nur etwas für alle romantischen Mädchen, die von der großen Liebe träumen, sondern er hat auch viele komische Elemente. Schon allein aufgrund des blinden Hauslehrers (fantastisch gespielt von Neil Patrick Harris) ist der Film auch für eingefleischte »How I Met Your Mother«-Junkies ein Muss. Denn soviel sei schon einmal verraten, Neil macht in seiner Rolle eine ebenso gute Figur, wie als Schürzenjäger Barney Stinson.
Ob der Prinz sein Mädchen am Ende allerdings bekommt oder nicht, dass muss jeder selber rausfinden...
Schau dir hier den Trailer zu »Beastly« an: