Die Nachricht kam unerwartet und schockierte nicht nur ihre Familie und Freunde. Fans auf der ganzen Welt trauern um Whitney Houston, die am 11. Februar 2012 in einem Hotel in Los Angeles verstarb. Polizisten fanden die Leiche der 48-Jährigen in einer Badwanne. Ob Drogen im Spiel waren, ist bislang nicht bekannt. Berichten zufolge sollen aber verschreibungspflichtige Medikamente in ihrem Hotelzimmer gefunden worden sein.
Eine Autopsie soll nun die Todesursache der Pop-Diva klären. Ihre 18-jährige Tochter Bobbi Kristina brach bei der Todesnachricht ihrer Mutter weinend zusammen und soll bereits zweimal in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Auf Twitter richtete die Grammy-Verleihung eine Art Kondolenzbuch ein. Stars wie Mariah Carey, Cee Lo Green, Pink, Rihanna oder Bruno Mars drückten ihr Mitgefühl und ihre Trauer aus. Wie konnte es soweit mit Whitney kommen? Wir blicken zurück auf ihr Leben.
Die musikalischen Anfänge und Erfolge
Mitte der 1980er Jahre feierte die US-Amerikanerin mit ihrem Debütalbum »Whitney Houston« riesige Erfolge. Allein in den USA verkaufte sich die Platte 13 Millionen Mal und war eines der erfolgreichsten Debüts, das je einer Künstlerin gelang. Drei ihrer Singles erreichten die Spitze der US-Charts. Außerdem erhielt Whitney für den Song »Saving All My Love for You« ihren ersten Grammy als »Beste Popsängerin«. Auch international erreichte Houstons Album Spitzenplätze und wurde unter anderem in Deutschland, Österreich und in Großbritannien mit Platin und Mehrfach-Platin ausgezeichnet.
Ihr Leinwanddebüt gab die erfolgreiche Musikerin 1992 an der Seite von Kevin Costner im Film »The Bodyguard«. Zum dazugehörigen Soundtrack steuerte sie sechs Songs bei, wobei sich allein die Single »I Will Always Love You« 14 Wochen an der Spitze der US-amerikanischen Charts hielt. Das Album »The Bodyguard« ist mit über 17 Millionen verkauften Einheiten der mit Abstand erfolgreichste Soundtrack in den USA und auch eines der erfolgreichsten Alben einer Sängerin. Whitneys Liebessong wurde zur Hymne einer ganzen Generation.
Der Absturz in den 90er Jahren
1992 heiratete Whitney den R'n'B-Sänger Bobby Brown, ein Jahr später kam ihre gemeinsame Tochter Bobbi Kristina auf die Welt. Die Ehe der beiden Musiker stand unter keinem guten Stern. Mit der Beziehung begann auch der tiefe Fall der Künstlerin. Das Paar konsumierte in rauen Mengen Drogen und Alkohol. Der Absturz der Pop-Diva wurde immer größer. 2007 ließ sich das skandalumworbene Paar scheiden. Hoffnung für alle Whitney-Fans, dass sich die Musikern wieder fangen werde.
Das Comeback 2009
Ihr Comeback feierte die »I Will Dance With Somebody«-Sängerin dann vor knapp drei Jahren. Im September 2009 gab Whitney Houston der US-Talkmasterin Oprah Winfrey ein Interview und sprach offen über ihre zurückliegende Drogensucht und ihre geschiedene Ehe mit Bobby Brown. Im selben Monat stieg das Album »I Look To You« auf Platz Eins der Charts in den USA und Kanada. Weitere Nummer-Eins-Positionen in Deutschland, der Schweiz, Italien, Polen und den Niederlanden machten es auch zur europäischen Nummer Eins.
Das Album verkaufte sich in den USA bereits in der ersten Woche über 300.000 Mal und bescherte der US-Sängerin damit die erfolgreichste Startwoche ihrer Karriere. Zehn Jahre nach Houstons letzter Welttournee begann im Dezember 2009 ihre neue Welttournee in Moskau. Die Kritiken zum Tour-Auftakt waren allerdings wenig positiv. Fans waren enttäuscht von Whitneys brüchiger Stimme, die kaum das Niveau ihrer besten Jahre erreichte.
Insgesamt brachte Whitney sieben Studio-Alben, drei Best-Of-Alben und zwei Soundtrack-Platten heraus, mehrere Singles eroberten die weltweiten Charts und erreichten Goldstatus. Sechs Grammys, ein Bambi und weitere Auszeichnungen zählen zu ihrer Award-Sammlung.
Hör hier in die schönsten Songs von Whitney Houston rein: