Hellabrunn trauert um Elefantenbaby Lola

Trotz intensivster Bemühungen das herzkranke Elefantenbaby zu retten, starb Lola am Samstag an einer Lungenembolie

Am Freitagabend hatte das interdisziplinäre Ärzteteam aus Herzchirurgen, Kardiologen und Anästhesisten der Human- und Tiermedizin entschieden, die knapp 3 Monate alte Lola im Universitätsklinikum Großhadern zu operieren und nicht den vorbereiteten Operationssaal des Münchener Tierparks zu nutzen. Nur durch eine in der Uniklinik mögliche Computertomographie konnten die besonderen anatomischen Gegebenheiten geklärt werden, um damit das Operationsrisiko zu verringern.

Samstag Morgen sollte die Notoperation starten. Das Elefantenbaby wurde beruhigt, die Tierpfleger und Tierärzten begleiteten den Transport zum Klinikum Großhadern. Hier wurde Lola für die Untersuchung im CT vorbereitet und sanft in Narkose gelegt. Obwohl ihr Kreislauf anfänglich sehr stabil war, verstarb sie noch während der Aufnahmen an einer akuten Lungenembolie, die durch das vorab diagnostizierte Blutgerinnsel im rechten Herzvorhof ausgelöst wurde. Trotz intensiver Reanimationsmaßnahmen konnte sie nicht wiederbelebt werden.

„Wir sind alle sehr traurig, dass wir Lola nicht helfen konnten. Es war immer unsere größte Sorge, dass das Blutgerinnsel im Herz eine  Embolie verursacht, was den sofortigen Tod bedeutet. Genau das ist leider passiert. Unser einziger Trost ist, dass wir alles versucht haben, um das Leben des Elefantenbabys zu retten.“ sagt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Donnerstag, 19. Januar 2012, ms

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