Das Unwort des Jahres 2011 ist „Döner-Morde“. Laut Jury steht der Ausdruck prototypisch dafür, „dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde“. Wie die TU Darmstadt weiter begründet, werden mit der Bezeichnung diverse Bevölkerungsgruppen einfach ausgegrenzt und die Opfer diskriminiert. Döner beschränkt die Herkunft der Opfer zudem auf ein Gericht.
Von den 923 und damit bislang meisten Einsendungen seit Beginn der Unwort-Wahlen wurde „Döner-Morde“ insgesamt 269 Mal vorgeschlagen und rangiert damit vor „Stresstest“ (189) und Rettungsschirm (136).
