Handy: Urlaubsfoto für 26 Euro

Handys und Smartphones können im Ausland teuer werden - wenn man sich vorher nicht informiert

Das waren noch Zeiten, als eine Postkarte bis zu sechs Wochen lang unterwegs war, um ihren Weg aus dem Bali-Urlaub nach Hause ins beschauliche Berlin-Schöneberg zu finden. Heute zücken wir einfach unsere Handys und schicken die lustigsten Schnappschüsse direkt an unsere Lieben daheim. Aber leider kann das ziemlich teuer werden, wenn man nicht aufpasst!

Denn wer aus dem Ausland in Deutschland anruft, eine E-Mail, SMS oder ein Foto verschickt, muss den Spaß unter Umständen mit einer saftigen Handyrechnung bezahlen. Vor allem Smartphones können dabei zur Kostenfalle werden: Die praktischen Wegbegleiter sind meistens rund um die Uhr im Netz und aktualisieren regelmäßig ihre Daten. Was in Deutschland mit einem günstigen Flatrate-Vertrag abgedeckt ist, kann im Urlaub schnell ein Vermögen kosten.

In der EU ist man halbwegs sicher
Einigermaßen Entwarnung kommt immerhin aus Staaten, die wie Deutschland zu der EU gehören. Hier wurde das Problem von ausufernden Horror-Rechnungen bereits erkannt und gebannt: Hat die Datenübertragung einen Preis von 59,60 Euro erreicht, stoppt diese automatisch, so dass keine weiteren Kosten entstehen können. Allerdings variiert die Menge der für den Preis zu übertragenden Daten mitunter erheblich, wie die Stiftung Warentest in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden hat. Verlangten die teuersten Mobilfunkanbieter bis zu 19,80 Euro pro gesendetem Foto, nahmen die günstigsten lediglich 0,48 Euro. Auch das Telefonieren ist ab dem 1. Juli innerhalb der EU geschützt. Maximal 0,41 Euro pro Minute darf von den Anbietern verlangt werden. Sms dürfen ab dann höchstens 13,09 Cent kosten.

Doch Vorsicht bei Reisen ins Nicht-EU-Ausland! Zum Beispiel die Schweiz, gefühlt ganz nah, aber kein Mitglied der Europäischen Union, kann teuer werden. Hier muss man unter Umständen den E-Mail-Versand eines ein Megabyte großen Fotos im Anhang mit bis zu 26 Euro bezahlen. 

Was also tun?
Um allzu hohe Kostenschocks zu vermeiden, empfiehlt sich daher, vorher mit dem Tarifanbieter zu sprechen und die Kostenfrage zu klären. Gegebenenfalls kann ein günstiger Auslandstarif hinzu gebucht werden. Für internetfähige Handys und Smartphones besteht die Möglichkeit, automatische Datenverbindungen und Updatefunktionen des Smartphones während des Urlaubs abzuschalten. Mit bestimmten Einstellungen am Browser können darüber hinaus auch unnötige Datenübertragungen (wie zum Beispiel das Einspielen von Werbefilmen oder -anzeigen) blockiert werden.

Mittwoch, 15. Juni 2011,

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