Adoptieren statt kaufen!

Coole Hunde und tolle Miezen gibt’s im Münchner Tierheim

 

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Bis zu 160 Hunde, 200 Katzen und 220 Kleintiere werden täglich im Münchner Tierheim versorgt. Zählt man Wildtiere wie z.B. Igel oder Singvögel sowie die sogenannten Nutztiere wie Ziegen, Schafe oder Hausschweine hinzu sind es etwa 8.000 Tiere, die jährlich betreut und aufgepäppelt werden. Die meisten von ihnen brauchen ein neues Zuhause! Doch obwohl sich immer mehr Menschen für ein Haustier entscheiden, werden die Tierheime immer voller. Denn der illegale Onlinehandel mit Tieren boomt – während herrenlose Tiere dringend auf ein Zuhause warten, wählen viele Tierfreunde den schnellen Weg: Einfach online gehen und einen Hund „shoppen“.

Dabei vergessen sie, dass sie damit schreckliche Tierqual unterstützen.

Illegaler Handel mit billig "produzierten" Hundewelpen

Rund 500.000 Hundewelpen werden jährlich nach Deutschland importiert – zumeist illegal. Sie stammen aus Vermehrerstationen in Osteuropa und haben lange Fahrten in winzigen Boxen hinter sich. Viele Hunde sind so geschwächt, dass sie noch während der Fahrt sterben. Gutgläubigen Käufern werden die Tiere auf Onlineportalen oder direkt aus dem Auto heraus zu Dumpingpreisen angeboten. Die Welpen sind oft weit unter 8 Wochen alt, viel zu früh von der Mutter getrennt, unterernährt, häufig krank und ohne die notwendige Impfungen, geschweige denn tiermedizinisch untersucht. Was die Käufer oft nicht wissen: Die Gefahr, dass diese Hunde und Katzen ein Leben lang traumatisiert und gesundheitlich angeschlagen sind, ist groß. Der Schnäppchenpreis entpuppt sich langfristig als Mogelpackung. 

 

Was tun? 


Kaufen Sie niemals Tiere über dubiose Kleinanzeigen oder Internetangebote!
Kaufen Sie keine Tiere bei Straßenhändlern oder Bettlern - auch nicht aus Mitleid!
Kaufen Sie nur bei seriösen Züchtern - oder noch besser: Adoptieren statt kaufen 
 

 

Tierschutz München

Tierschutzverein

 

Häufige Fragen zur Adoption eines Tieres aus dem Münchner Tierheim: 

 

Ich möchte ein Tier adoptieren – was mach ich zuerst?
Sie können sich vorab über unsere Tiere informieren: per Telefon oder auf www.tierschutzverein-muenchen.de/tiervermittlung.

Gerne können Sie auch vorbeikommen, unsere Besuchs- und Vermittlungszeiten sind Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 13 bis 16 Uhr. 


Was muss ich mitbringen?
Personalausweis, bei Hunden Vermieterbestätigung (falls man zur Miete wohnt), Schutzgebühr, evtl. schon Leine, Halsband, Geschirr, Transportbox 


Kann man das Tier sofort mitnehmen?
Ja, kann man grundsätzlich schon. Doch bei den meisten Hunden ist es sinnvoll, zunächst öfter mal Gassi zu gehen oder – bei schwierigen Hunden – vorab mit unserem Hundetrainer zu arbeiten. 

 

Wie läuft eine Tiervermittlung ab?
Während der Besuchszeiten können Sie sich in den Tierhäusern umschauen oder mit den Pflegern sprechen, ob ein passendes Tier zur Vermittlung steht. Sollten Sie sich entscheiden, ein Tier zu adoptieren, klären wir in einem Gespräch, ob es für Sie geeignet ist. Wenn Sie das Tier dann mit nach Hause nehmen, wird ein Abgabevertrag gemacht, die Gebühren bezahlt und Sie können gemeinsam nach Hause gehen.  


Warum wird eine Nachkontrolle durchgeführt?
Wir möchten sicher gehen, dass es dem vermittelten Tier gut geht und ob es sich eingelebt hat. Bei dieser Gelegenheit können entstandene Fragen der Neubesitzer geklärt werden. 
 

Tipps zur Hundeadoption


„Ein Hund aus dem Tierheim soll‘s sein!“ Wenn Sie nach reiflicher Überlegung diesen Entschluss gefasst haben, sind Sie auf einem guten Weg. In den deutschen Tierheimen warten tausende von Hunden darauf, schon bald einen neuen Menschen zu finden. Doch wie finden Mensch und Hund zusammen? Was sollten Sie vor und bei einem Besuch im Tierheim beachten? Hier zehn praktische Tipps von Dr. Sandra Giltner, Leiterin des Münchner Tierheims: 

 


Vorab muss die ganze Familie zum neuen Haustier befragt werden – und ganz klar JA zum haarigen Familienzuwachs sagen.
Jedes (erwachsene) Familienmitglied muss bereit sein, die Verantwortung für das Tier zu übernehmen.
Es muss klar sein, dass es im Tierheim keinen „Wunschhund“ gibt. Dort sitzen Hunde mit einer eigenen Geschichte, für die ein passender Besitzer gesucht wird – nicht andersherum.
Informieren Sie sich bereits vorab, welche Hunde zur Vermittlung stehen.
Bereiten Sie sich vor und klären Sie evtl. offene Fragen. Es wird z.B. abgefragt, wer den Hund pflegt, wer wie viel Zeit hat, ob der Hund alleine bleiben wird und wenn ja wie lange, wo man wohnt, ob man Hundeerfahrung mitbringt…

Es kann sein, dass beim ersten Besuch nicht der passende Hund dabei ist – hier ist Geduld nötig, da das Tierheim sicher gehen möchte, dass Hund und Halter zusammen passen.
Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich von den Pflegern beraten. Vertrauen Sie der Einschätzung der Tierpfleger - sie kennen „ihre“ Hunde am besten.
Werfen Sie das Vorurteil über Bord, Tierheimhunde wären „gestört“. Die meisten Tiere leben sich ohne Probleme ein und werden schon nach kurzer Zeit liebevolle Begleiter.
Wissen sollten Sie auch, dass Hunde oft nicht sofort weitergegeben werden. Meist verlangen die Tierheime ein „Kennenlernen“ von mindestens zweimal Gassi gehen.
Wenn Sie diese Tipps beachten, sich im Tierheim kompetent beraten lassen und dann noch auf ihr Bauchgefühl hören, dann steht einer neuen, großen Hundeliebe nichts im Weg!

 

 
 
 

 

 

 

Noch ein paar Infos über den Tierschutzverein München:


Das Münchner Tierheim ist zu 100% im Besitz des Tierschutzverein München e.V. 
Praktisch alle Fundtiere im Großraum München werden von den Findern und der Münchner Polizei in das Tierheim München zur Versorgung untergebracht.
Neben rund 3.000 Fundtieren werden im Tierheim jährlich etwa 5.000 Tiere aus Privathaltung (Abgabetiere) oder als Wildtiere untergebracht und versorgt.
Außerdem gewährt das Tierheim München fast allen Tieren Asyl, die aus illegalen Tiertransporten, aus ungenehmigten Tierversuchslaboren stammen oder aufgrund tierquälerischer Haltung beschlagnahmt wurden

 

Autor: 
sk
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