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Änderungen 2015

Was sich alles im neuen Jahr ändert

Online-Abmeldung, Schwarzfahren und Maklergebühren. In den kommenden Monaten werden einige neue Gesetzesänderungen in Kraft treten. Die wichtigsten Neurungen haben wir hier für dich zusammengefasst.

Auto und Verkehr
•    Fahrzeuge können künftig online abgemeldet werden. Dies gilt allerdings nur für Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar zugelassen werden. Voraussetzung dafür ist außerdem der Besitz des neuen Personalausweises.

•    Autobesitzer, die umziehen, dürfen ab Januar ihr Nummernschild mitnehmen. Die Tarife für die Kfz-Versicherung richten sich weiter nach dem Wohnort.

•    Neuwagen müssen ab Oktober mit einem automatischen Notruf ausgerüstet sein.

•    Schwarzfahren wird von 40 auf 60 Euro erhöht. Die Änderung wird voraussichtlich schon im Frühjahr umgesetzt.

Porto und GEZ
•    Ab dem 1. Januar kostet ein Standardbrief 62 Cent, statt wie im letzten Jahr 60 Cent. Der Preis für einen Kompaktbrief dagegen sinkt von 90 Cent auf 85 Cent.

•    Die Rundfunkgebühr soll ab April von 17,98 Euro auf 17,50 Euro monatlich sinken.

Mindestlohn
•    Ab dem neuen Jahr gilt der allgemeine, flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Dies entspricht bei einer 40-Stunden-Woche einem Monatsbruttogehalt von 1.473 Euro. Die Regelung gilt nicht für Jugendliche unter 18 ohne Berufsabschluss, Auszubildende und Menschen, die ein Pflichtpraktikum oder Praktikum von unter drei Monaten absolvieren.

Krankenkassen
•    Ab 2015 können die gesetzlichen Krankenkassen über einen Teil der Krankenkassenbeiträge wieder selbst bestimmen. Zudem wird der bisherige Beitrag von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent gesenkt. Das klingt zunächst nach einem Grund zur Freude, ist es aber tatsächlich eher nicht. Die Kassen können nämlich dann selbst Zusatzbeiträge erheben.

Wohnen
•    In Kraft treten soll 2015 das neue Maklerprinzip: Wer bestellt, bezahlt. In der Regel soll dies künftig der Vermieter sein, nicht mehr der Mieter. In besonders nachgefragten Wohngebieten soll die Mietpreisbremse den Anstieg der Mieten verlangsamen.

Essen und Ernährung
•    Auf der Verpackung von frischem oder tiefgefrorenem Fleisch von Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege muss ab April stehen, in welchem Land das Tier aufgezogen und geschlachtet wurde. Für unverpacktes oder verarbeitetes Fleisch gilt das nicht.

Daten
•    Ab November gelten strengere Regeln bei Auskünften aus dem Melderegister – Daten für Werbung oder Adresshandel dürfen dann laut Verbraucherzentrale nur noch mit Zustimmung des Betroffenen übermittelt werden. Vermieter müssen demnach wieder Ein- und Auszug von Mietern beim Einwohnermeldeamt bestätigen.

Hartz IV
•    Die Regelsätze für Empfänger von Hartz-IV-Leistungen steigen. Die Steigerung beträgt gut zwei Prozent, so dass Alleinstehende 8 Euro mehr monatlich erhalten als bisher. Das ergibt einen Betrag von 399 Euro. Entsprechend steigen auch die Beträge für Partner in der Bedarfsgemeinschaft, von 353 Euro auf 360 Euro.

Rentenbeitrag
•    Der aktuelle Rentenbeitragssatz von 18,9 Prozent wird im nächsten Jahr auf 18,7 Prozent sinken. Bis 2018 soll er dann unverändert bleiben.

Kirchensteuer
•    Bisher wurde die Kirchensteuer, die als Zuschlag von der Kapitalertragssteuer abgehoben wird, nur auf Mitteilung des Steuerzahlers hin weitergeleitet. Ab 2015 aber führen Banken, Sparkassen, Versicherer und Wohnungsbaugenossenschaften die Kirchensteuer direkt ab.

Lebensversicherung
•    Auch im Bereich der Altersvorsorge gibt es 2015 Änderungen: Der sogenannte Garantiezins, den Versicherer beim Abschluss von Neuverträgen versprechen, sinkt von 1,75 auf 1,25 Prozent. Im Gegenzug dazu steigt die sogenannte Überschussbeteiligung. An dieser wurden Kunden bislang zu 75 Prozent beteiligt, künftig werden es mindestens 90 Prozent sein.

Biomüll
•    Es haben zwar bereits 340 der etwa 400 Stadt- und Landkreise die Biotonne eingeführt, doch ab dem neuen Jahr müssen die restlichen Kreise nachziehen. Bundesweit müssen dann organische Haushaltsabfälle getrennt gesammelt werden.

Heizungen und Öfen
•    Bist du noch noch Besitzer eines Heizkessels, der vor 1985 installiert wurde? Den darfst du ab 2015 nicht mehr betreiben. Und diese 30-Jahre-Altersgrenze wandert mit den Jahren mit: 2016 müssen also alle Heizkessel ausgetauscht werden, die im Jahr 1985 eingebaut wurden, usw. . Ausgenommen von dieser Austauschpflicht sind lediglich Hausbesitzer, die ihr Haus oder ihre Wohnung bereits zum 1. Februar 2002 bewohnt haben.

•    Alte Holzöfen müssen ebenfalls nachgerüstet werden. Modelle, die vor dem Jahr 1975 errichtet wurden und deren Schadstoffausstoß eine bestimmte Grenze überschreitet, müssen mit einem Partikelfilter nachgerüstet werden.

Krankheiten/Berufskrankheiten
•    Es gelten ab dem neuen Jahr mehr Krankheiten als Berufskrankheiten. Das heißt, die Betroffenen haben Anspruch auf Behandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Darunter fallen zum Beispiel Formen des "weißen Hautkrebses", die Menschen, die lange Jahre in der Sonne arbeiten, bekommen können.

Außerdem ab 2015 als Berufskrankheiten anerkannt sind:

- Das Capaltunnelsyndrum: Verursacht durch eine Druckschädigung des Nervs im Unterarms.
- Das Thenar-Hammer-Syndrom: Hervorgerufen dadurch, dass die Hand, beziehungsweise der Daumenballen, als Hammer benutzt wird.
- Kehlkopfkrebs, der ausgelöst wird, wenn Arbeiter Schwefelsäuredämpfen ausgesetzt sind

Grunderwerbssteuer
•    Zum 1. Januar 2015 stehen neue Erhöhungen der Grunderwerbssteuer an. Diese gelten allerdings zunächst nur für Nordrhein-Westfalen (NRW) und das Saarland. In NRW soll sie von 5 auf 6,5 Prozent steigen, im Saarland von 5,5 auf 6,5 Prozent.

Selbstbehalt und Unterhalt
•    Alle zwei Jahre wird die sogenannte ´Düsseldorfer Tabelle´, die Leitlinie in Sachen Unterhaltsrecht, aktualisiert. Zum neuen Jahr gibt es erneut einige Änderungen. Zum einen wurde der Selbstbehalt an die Hartz-IV-Sätze angepasst. Das heißt konkret: Statt wie bisher 1.000 Euro steht dem zahlenden Elternteil, also meist den Vätern, nun 1.080 Euro zu. Allerdings sinkt zur selben Zeit die Höhe des Unterhaltsanspruches, so dass unterhaltsberechtigte Ehepartner, also meist die Mütter, mit weniger Geld auskommen müssen.

Montag, 29. Dezember 2014, ck

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