Sommer, Sonne, Sonnenschein - So gelingen Fotos im Freien

Helles Sonnenlicht macht gerade im Sommer das Fotografieren im Freien um einiges leichter. Egal ob Landschaftsaufnahmen oder Porträtfotos von Freunden - wir zeigen euch, wie ihr das Licht ideal ausnutzt und mit einer durchdachten Planung euer ganz persönliches Fotoprojekt perfekt umsetzen könnt.

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JackF - Fotolia

Der beeindruckende Sonnenuntergang, ein schöner Ausflug mit Freunden ins Grüne, oder ein Hund beim Herumtollen im Garten - wenn solche besonderen Momente festgehalten werden sollen, sind draußen verschiedene Dinge zu beachten. Plötzlich tauchen Wolken am Himmel auf und das Glitzern im Meer ist verschwunden oder aus dem besten Winkel wirft ein Baum einen störenden Schatten auf das Objekt: Mit solchen widrigen Umständen muss im Freien ständig gerechnet werden.

 

Gleichzeitig wird das Fotografieren so um einiges spannender und unerwartete Momente sorgen manchmal für die besten Aufnahmen. Mit etwas Übung und Erfahrung wirst du bald Routine entwickeln und genau wissen, wie die schönsten Effekte erzielt werden können. Das natürliche Sonnenlicht ist dabei dein bester Begleiter und durch keine Studioleuchte der Welt zu ersetzen.

 

Idee - Konzept - Umsetzung

Wenn bereits eine konkrete Vorstellung besteht, wie das Bild später aussehen soll, ist es sinnvoll, die Umsetzung genau zu planen. Inspirationen finden wir immer wieder in Bildbänden der großen Meister. Hier zeigt sich, was alles möglich ist und nicht selten bieten die Bücher auch verschiedene Tipps oder Angaben zum verwendeten Equipment oder den Belichtungszeiten und Blendenöffnungen.

 

Bessere Fotos durch gute Organisation

Um bestens für die oft unsicheren Bedingungen im Freien gerüstet zu sein, ist es wichtig, bereits im Vorfeld verschiedene Vorbereitungen zu treffen. Auch berühmte Fotografen wie beispielsweise Peter Lindbergh oder Helmut Newton knipsen nicht einfach munter drauf los. Ein durchdachtes Konzept hilft dabei, das gewünschte Foto so gut wie möglich umsetzen zu können. Wenn vorher bereits eine deutliche Vorstellung besteht wie das Ergebnis aussehen soll, wird klarer, welche Ausrüstung notwendig ist und welche Schritte ans Ziel führen.

 

Lindbergh ist vor allem durch seine Aufnahmen von berühmten Persönlichkeiten bekannt geworden. Eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Fotos sind sein Markenzeichen. Um die Personen in seinen Porträts am besten zur Geltung zu bringen hat auch er nichts dem Zufall überlassen. Seine Vorgehensweise kann dir als Richtlinie dafür dienen, wie du selbst gute Fotos schießen kannst. Die jeweils geeignete Kamera, der passende Bildausschnitt oder die richtige Pose: Alles wird zunächst bis ins Detail durchgeplant und überdacht, um alle wichtigen Kriterien beim Shooting genau beeinflussen zu können. Verschiedene Punkte können dabei helfen, das perfekte Foto zu planen und vorzubereiten:

 

  • Zu welcher Tageszeit und an welchem Ort soll fotografiert werden?
  • Mit welchen Lichtverhältnissen oder Witterungsbedingungen ist zu rechnen oder wann herrschen die passenden Bedingungen?
  • Welche Ausrüstung ist für das optimale Gelingen notwendig?
  • Welche Personen, Accessoires oder andere Objekte werden benötigt?
  • Welche Einstellung, welches Format, welcher Blickwinkel liefert die besten Ergebnisse?
  • Ist möglicherweise eine digitale Nachbearbeitung sinnvoll?

 

Inspiration für ein gutes Konzept

Auch wenn die Vorstellung vom gewünschten Ergebnis nur vage sind, hilft es, sich vorher ein paar Gedanken zu machen. Vielleicht hast du bereits einen Lieblingsfotografen oder auch mehrere? Das Betrachten von Bildern anderer zeigt immer wieder neue Einblicke, andere Herangehensweisen oder neue Techniken. Neben Bildbänden kann auch der Besuch einer Fotoausstellung für neue Inspiration sorgen. Das Film-Photo-Ton Museum in Gemünden zeigt wie Fotografieren früher ausgesehen hat und welche Ausrüstungsgegenstände damals genutzt wurden. Die Ausstellung bietet einen tieferen Einblick in die Welt der Fotografie und die Entwicklung der Technik im Laufe der Jahre.  

 

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EinBlick - Fotolia

 

Viele bekannte Fotografen widmen sich immer wieder einem ganz bestimmten Thema, welches sie fotografisch bearbeiten. Dazu entstehen dann im Laufe der Zeit ähnliche Bilder einer Serie oder auch ganz unterschiedliche Aufnahmen, die eine Sache von ganz verschiedenen oder ungewöhnlichen Blickwinkeln aus zeigen.


Ein Mood-Board kann dir beispielsweise dabei helfen, Ideen und Vorstellungen in visueller Form zu sammeln und zusammenzustellen. Es zeigt die Richtung oder eine bestimmte Stimmung, die das Foto am Ende ausdrücken soll.

 

Beim Fotografieren spielt das Schauen und Beobachten eine wichtige Rolle. Wenn die Umgebung aufmerksam betrachtet wird - sozusagen mit dem Auge eines Fotografen - wird unser Blick geschärft. Mit der Zeit achten wir mehr auf Details oder stoßen auf interessante Motive. Auch Details, die das Ergebnis beeinflussen, fallen uns schneller ins Auge.

 

Wenn du unterwegs zufällig auf eine besondere Location oder ein lohnenswertes Motiv stößt, kannst du das Ganze vorab schon mal mit deiner Handykamera festhalten. Zuhause ist dann Zeit, in Ruhe zu überlegen, was für ein professionelles Foto notwendig ist und wie es umgesetzt werden kann.

 

Vorbereiten macht sich bezahlt

Vor allem wenn du weißt, mit welchen Umständen du möglicherweise vor Ort rechnen musst, kannst du dir beim Fotografieren selbst viel Arbeit ersparen. Nichts ist ärgerlicher, als beim Shooting festzustellen, dass das nötige Objektiv oder ein passender Filter fehlt. Es lohnt sich also vor dem Start noch einmal die Ausrüstung zu überprüfen und zu kontrollieren.

 

  • Sind alle Batterien aufgeladen?
  • Ist die Kamera einsatzbereit?
  • Stehen ausreichend Speicherkarten oder Ersatzfilme zur Verfügung?
  • Sind alle notwendigen Accessoires eingepackt?

 

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narathip12 - Fotolia


Equipment für den Sommer

Im Sommer musst du dir um zu wenig Licht meist keine Gedanken machen. Im Gegensatz zum Winter scheint dann den ganzen Tag über die Sonne und bietet auch bei bewölktem Himmel immer ausreichend Helligkeit. Ein Stativ ist für viele Aufnahmen tagsüber dann gar nicht notwendig. Dennoch helfen ein paar Ausrüstungsgegenstände, das optimale Ergebnis zu erzielen:

 

  • Ein faltbarer Reflektor dient auch im Sommer dazu, das Licht in die optimale Position zu lenken oder Glanzpunkte zu erzeugen.
  • Auch im Sommer kann eine leuchtstarke LED-Taschenlampe hilfreich sein um Highlights zu erzeugen. Sie ist handlich und kann mit Batterien betrieben werden. Besonders praktisch ist eine zusätzliche Dimm-Funktion.
  • Eine wasserdichte Tasche und eine geeignete Plastikhülle schützen das Equipment vor möglicher Feuchtigkeit oder bei einem Regenschauer.
  • Mit einem Microfasertuch kann die Linse von Staub befreit werden, ohne Kratzer zu hinterlassen.
  • Ein Polarisationsfilter ist für viele Einsatzzwecke im Freien sinnvoll. Einerseits können damit unerwünschte Reflexionen kontrolliert werden, andererseits sorgt er für noch mehr Kontrast.
  • Ein Graufilter (Neutraldichtefilter) kann vor allem bei sehr heller Sonneneinstrahlung dabei helfen, eine Überbelichtung zu vermeiden.

 

In der digitalen Fotografie werden Filter nicht mehr so häufig eingesetzt wie früher. Die Bildbearbeitungsprogramme machen es möglich, auch nachträglich noch entsprechende Effekte hinzuzufügen oder Korrekturen an den Aufnahmen vorzunehmen. Dennoch hilft ein Filter vor allem Anfängern dabei, schon beim Fotografieren gute Bilder zu erzielen. So wird das Ausgangsmaterial bereits vor dem Nachbearbeiten entsprechend gut.  

 

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Das Licht ist die halbe Miete

Ob ganz früh am Morgen, zu Mittag, wenn die Sonne am höchsten steht oder in der Abenddämmerung - die jeweiligen Lichtverhältnisse beeinflussen das fotografische Ergebnis maßgeblich und können geschickt für das Erzielen einer bestimmten Stimmung genutzt werden.

 

High Noon Sun oder Dämmerlicht am Morgen

Zuviel Licht ist aus der Sicht eines Fotografen ebenfalls schwierig. Muss im Winter im Freien oft mit der fehlenden Sonne gekämpft werden, sollten im Sommer die Mittagsstunden beim Knipsen vermieden werden. Der Spruch "von elf bis drei hat der Fotograf frei" kommt nicht von ungefähr. Das intensive, harte Licht verschluckt dann die Farben und erzeugt sehr starke, unnatürliche Kontraste, die auch beim Nachbearbeiten nur schwer auszugleichen sind. Vor allem reflektierende Oberflächen sind dann kaum in den Griff zu bekommen. Auf dem Bild erstrahlt dann einfach nur eine weiße, überbelichtete Fläche.

 

Deshalb heißt es im Sommer früh aufzustehen. Das flach einfallende Licht am Morgen ist weich, es entstehen weniger störende Schatten und die Natur wird gerade kurz nach Sonnenaufgang in eine ganz besondere Atmosphäre getaucht. Wann genau die Sonne auf- oder untergeht kannst du auf dieser Seite herausfinden. Für die verschiedenen Mobilgeräte sind auch unterschiedliche Apps erhältlich, die dazu die nötigen Informationen liefern.

 

Ein weiterer Pluspunkt am frühen Morgen ist, dass du meist ganz alleine draußen unterwegs bist. Um diese Uhrzeit ist es nicht nur in der Natur sehr idyllisch, auch sonst sehr belebte Plätze oder Straßen können noch weitestgehend unbevölkert abgelichtet werden. Kein Warten bis störende Passanten weitergezogen sind und auch unverstellte Blicke auf das gewünschte Motiv sind dann viel eher möglich.

 

Traumhafte Sonnenuntergänge

Die besonderen Stunden in der Abenddämmerung haben nicht umsonst ganz eigene Namen bekommen. Die goldene und die blaue Stunde bieten besondere Bedingungen für Fotografen mit einer speziellen Stimmung, die so zu keiner anderen Tageszeit herrscht.

 

Die untergehende Sonne wirkt zur goldenen Stunde wie ein riesiger feuerroter Ball. Das Licht ist soft, warm und schmeichelt besonders bei Porträtaufnahmen. Nicht nur das Motiv selbst, sondern auch die Umgebung wirkt wie weichgezeichnet. Dadurch, dass die Sonne so tief steht, fallen die Strahlen beinahe horizontal und sorgen für eine diffuse, indirekte Beleuchtung. Zu diesem Zeitpunkt ist es fast unmöglich schlechte Bilder zu machen. Allerdings dauert diese Phase nur kurz. Umso wichtiger ist hier also eine gute Vorbereitung, um zum passenden Moment direkt loslegen zu können. Sinnvoll ist zudem, den passenden Weißabgleich an der Kamera manuell einzustellen. Die automatische Einstellung liefert oft keine zufriedenstellenden Ergebnisse und erzeugt oftmals einen Gelbstich.

 

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rpeters86 - Fotolia


Die Zeit nach dem Sonnenuntergang wird als blaue Stunde bezeichnet. Bis das letzte Licht verschwunden ist, zeigt sich der Himmel und die ganze Umgebung in einem intensiven Blauviolett. Die langen Belichtungszeiten machen spätestens dann ein Stativ notwendig. Besonders schön werden zu diesem Zeitpunkt Aufnahmen von beleuchteten Gebäuden oder den Lichtern einer Stadt. Denn das Restlicht sorgt dafür, dass die Umgebung weiterhin etwas ausgeleuchtet wird und somit sind noch viele Details zu erkennen.

 

Langzeitbelichtungen liefern dann besonders schöne Effekte. Die Lichter vorbeifahrender Autos werden zu farbigen Streifen und bewegte Wasserflächen zu einer soften, weichen Fläche. Auch Reflektionen in Pfützen können sehr reizvoll sein. Ab einer Blendeneinstellung von etwa f/11 lässt sich bei punktförmigen Lichtquellen zudem ein schöner Sterneneffekt erzielen.  

 

Der Umgang mit schwierigen Lichtverhältnissen

Durch Einstellen der passenden ISO-Zahl an der Kamera kann die Lichtempfindlichkeit reguliert werden. Eine niedrige Zahl (ISO 100) ist ausreichend, bei hellem Tageslicht. Je dunkler es wird, umso höher sollte die Iso-Einstellung gewählt werden. Allerdings erhöht sich dabei auch das sogenannte "Korn". Das bedeutet, dass die Aufnahme etwas gröber oder eben körniger wird. Dies kann jedoch ganz gezielt als Effekt eingesetzt werden.

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Wie bereits erwähnt solltest du die Mittagszeit zum Fotografieren möglichst vermeiden. Aber auch sonst gibt es einige Dinge zu beachten, die gerade im Sommer für erschwerte Bedingungen sorgen:

 

  • Gegenlicht: Situationen mit Gegenlicht solltest du ebenfalls vermeiden. Du kannst versuchen, deinen Standort etwas zu verändern so dass das Licht eher schräg einfällt. Um eine Blendung zu vermeiden genügt es sonst manchmal schon, wenn du das Objektiv etwas mit der Hand verschattest. Zudem kann die Szene durch die Kameraeinstellung etwa durch Schließen der Blende oder Verkürzen der Belichtungszeit manuell unterbelichtet werden. Auch so ist es möglich noch passable Ergebnisse zu erzielen.
  • Reflektionen: Auch, wenn viele den Polarisationsfilter bei der digitalen Fotografie für veraltet halten, lassen sich damit vor allem störende Reflektionen reduzieren. Und zwar ganz gezielt und stufenweise durch das Drehen des Filters bis in die passende Position. Wichtig ist es daran zu denken, dass bei der Verwendung des Filters die Blende entsprechend angepasst werden muss. Etwa eineinhalb Blenden "schluckt" der Polfilter dabei. Reflektionen lassen sich ansonsten beim Nachbearbeiten nur mit größerem Aufwand retuschieren.     
  • Starke Hell-Dunkel-Kontraste: Tauchen im Bild sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Partien auf - beispielsweise durch Licht und Schatten - kann es helfen für die richtige Belichtung die manuelle Einstellung zu wählen. So kann gezielter auf die gewünschte Helligkeitsstufe fokussiert werden.  

 

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Fotolia - vitezlavmalina

 

Spielen mit Licht und Schatten

Gerade diese Hell-Dunkel-Kontraste können jedoch für interessante Effekte genutzt werden. In den Abendstunden etwa wirkt ein Objekt im diffusen "Gegenlicht" wie ein Scherenschnitt. Nur noch die Konturen sind dann als Umrisse des dunklen Motivs zu sehen. Bei manchen Kameras mit Belichtungsvorschau lässt sich das Ergebnis vorher schon genau festlegen.

 

Je stärker die Kontraste in den Vordergrund rücken, umso unwichtiger wird die Farbigkeit des Bildes. Allein die großen Unterschiede in der Helligkeit sorgen schon für viel Spannung. Dabei lassen sich auch sehr gut Strukturen und die Beschaffenheit verschiedener Oberflächen abbilden.

 

Die langen, weichen Schatten durch das schräg einfallende Licht bei Tagesanbruch oder am Abend haben eine ganz andere Wirkung, als die harten Schatten durch eine direkte Sonneneinstrahlung. Auch Licht, welches etwa durch das Laubdach eines Baumes gefiltert wird, erzeugt eine ganz eigene Atmosphäre.

 

Tipps und Tricks

Zum Schluss haben wir noch verschiedene hilfreiche Tipps zusammengetragen, die das Fotografieren draußen im Sommer einfacher machen.

 

Tipps zum Fotografieren von Menschen und Tieren

Bei Nahaufnahmen ist eine gute Beleuchtung besonders wichtig. Hartes Licht kann unerwünschte Details noch stärker hervorheben - weiches, indirektes Licht hingegen abmildern. Hier erweist sich ein Reflektor ebenfalls als sehr nützlich. Damit können zielgenau bestimmte Regionen aufgehellt werden. Verschiedene Farben der reflektierenden Oberflächen erzeugen dabei unterschiedliche Lichtwirkungen.

 

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Radarani - Fotolia

 

Nicht immer hält dein Modell still. Beim Fotografieren von bewegten Objekten oder eben Personen gibt es noch weitere Tricks um gute Aufnahmen zu erzielen:

 

  • Serienmodus nutzen: Statt Einzelbilder zu knipsen, solltest du die Serienfunktion einstellen. Dann kannst du anschließend den besten "Treffer" aussuchen. Dies wird auch in der Modefotografie genutzt, wenn sich die Modelle nur wenig bewegen. Wenn du dir beim ersten Durchsehen direkt sicher bist, welches Bild du behalten willst, kannst du die anderen direkt löschen, um Platz auf der Speicherkarte zu sparen.
  • Belichtungszeit wählen: Gerade beim Einfangen von Bewegungen spielt die Belichtungszeit eine wichtige Rolle. Mit ganz kurzen Verschlusszeiten kannst du die Bewegung sozusagen "einfrieren". Ein einziger winziger Moment im Ablauf wird dann festgehalten. Bei längeren Belichtungszeiten verschwimmt das Objekt zunehmend - bis hin zum Effekt, dass eine Gestalt nur noch schemenhaft wie ein Geist in der Aufnahme zu sehen ist.
  • Mit dem Objekt mitziehen: Um eine besondere Dynamik zu erzielen, kannst du die Kamera beim Fotografieren mit dem bewegten Objekt mitziehen. Die Belichtungszeit orientiert sich dabei an der Schnelligkeit der Bewegung. So bleibt das Motiv selbst im Fokus und wird scharf abgebildet, während der Hintergrund verwischt. Auch hier ist der Serienmodus sehr nützlich.
  • Bildschirm statt Sucher: Gerade beim Fotografieren von Bewegungen ist es hilfreich, eine Kamera mit Live-Bildschirm dabei zu haben. Das Motiv kann darauf besser fokussiert werden als mit einem zugekniffenen Auge beim Blick durch den Sucher.  

 

Bei allen Nahaufnahmen ist es zudem sinnvoll, den optischen Zoom zu verwenden. Der digitale Zoom liefert bei den meisten Kameras hier keine guten Ergebnisse. Oftmals erscheint nur der gewählte Bildausschnitt näher. Beim genaueren Betrachten zuhause am großen Bildschirm zeigt sich, dass die Aufnahmen sehr verpixelt dargestellt werden. Auch wenn das Einstellen mit dem optischen Zoom etwas länger dauert, liefert es einfach eine bessere Bildqualität.   

 

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Christian Müller - Fotolia


Tipps für Natur- und Landschaftsaufnahmen

Wenn du besondere Pflanzen oder eine schöne Landschaft fotografieren willst, hast du bereits einen großen Vorteil: Dein Motiv bewegt sich in der Regel nicht. In aller Ruhe kannst du also den passenden Bildausschnitt wählen, mit der Tiefenschärfe experimentieren oder Belichtungszeiten variieren.

 

Eine einfache Regel hilft dabei, den Fokus richtig zu setzen. Steht die Landschaft im Mittelpunkt, ist es sinnvoll, den Horizont etwas höher als die Bildmitte zu setzen. Bei einem spektakulären Himmel genau andersherum, der Horizont sollte dann etwas tiefer liegen. Wird er in der Mitte platziert, wirkt das Foto besonders ruhig und ausgeglichen. Für eine harmonische Bildkomposition kannst du dich auch an die Unterteilung nach dem Goldenen Schnitt richten. Das ungleiche Seitenverhältnis sorgt seit Jahrhunderten unfehlbar für ästhetische Kompositionen.

 

Bei Landschaftsaufnahmen kann zudem der Schärferegler auf Unendlich gestellt werden. Ab einer Entfernung von weniger als sechs Metern werden Objekte bei dieser Einstellung allerdings unscharf dargestellt.  

 

Um bestimmte Details wie etwa besondere Blüten oder kleine Insekten auf einem Bild festzuhalten ist meist der Makro-Modus eine gute Wahl. Das anvisierte Motiv ist dann schön scharf, während die Umgebung im Hintergrund bereits etwas verschwimmt.

 

Autor: 
ENERGY Media
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