»Eclipse - Biss zum Abendrot«

Im dritten Teil der Twilight-Saga erreicht der Kampf um Bella seinen Höhepunkt

Der dritte Teil der Twilight-Saga »Eclipse - Biss zum Abendrot« ist noch düsterer, heißer, rührseliger und vor allem kitschiger als seine beiden Vorgänger. In jeder zweiten Szene kuscheln und knutschen Bella (Kristen Stewart) und Edward (Robert Pattinson). Die Kamera fängt jeden noch so kleinen verliebten Blick von Bella ein, das Knistern zwischen dem ungleichen Paar sprüht förmlich aus der Leinwand heraus. Die 17-jährige Schülerin aus Forks liebt Vampir Edward über alles und möchte unbedingt eine von ihnen werden – den blutsaugenden Kaltblütern. Doch Edward hat eine Bedingung: Er möchte Bella zuerst heiraten.

Bella und Edward und Jacob
Wie soll es auch anders sein: Die Beziehung von Edward und Bella ist kompliziert. Und sie wird noch komplizierter. Denn da gibt es immer noch Jacob (Taylor Lautner), den besten Freund von Bella, der sich in sie verliebt hat. Er ist einer der Werwölfe, die mit Edwards Familie, den Cullens, verfeindet ist. Und dann sieht Jacob auch noch unverschämt gut aus. Mit nacktem, durchtrainiertem Oberkörper, nur mit einer abgerissenen Jeans bekleidet, bewegt sich Jacob wie ein echter Mann durch die Wälder von Forks und nähert sich Bella immer mehr an. Die Eifersucht steht Edward ins kalkweiße Gesicht geschrieben. Und was macht Bella? Die kann sich Jacobs Charme nicht ganz entziehen und ist einfach nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen. Warum denn auch? Edward und Jacob tun schließlich beide alles für sie.

Die Armee von Victoria
Neben der Dreiecks-Liebesgeschichte handelt "Eclipse" davon, die blutrünstige Vampirin Victoria auszuschalten. Knapp 120 Minuten bereiten sich die Cullens und die Werwölfe auf die finale Schlacht vor, um Bella zu schützen und Victoria zu töten. Doch die hat Hilfe bekommen. Denn Victoria hat eine Armee von "Neugeborenen" zusammengestellt, die erst Seattle in Chaos und Tod versetzen und dann ebenfalls hinter Bella her sind.

Die finale Schlacht
Regisseur David Slade schafft es, die Kampfszenen zwischen den Cullens, den Werwölfen und der Armee von Victoria nahezu authentisch darzustellen. Na ja, so authentisch wie eben Werwölfe und Vampire sein können. Schnelle Schnitte, ergreifender Sound, dunkle Farben und zwischendurch immer wieder der Schwenk auf Bella, die mit ihren braunen Kulleraugen zwischen Edward und Jacob hilflos hin und her blickt. Schnitt. Eine Wiese voller bunter Blumen, darauf eng umschlungen Edward und Bella. Wie romantisch. Dieses Bild zieht sich durch den gesamten Film. Der Keuschheitsgürtel wird im dritten Teil noch ein Stück weiter gestellt: Es wird immerhin über Sex geredet! Edward spricht es sogar aus: "Glaub mir, ich will." Und wie er will. Und nicht darf.

Doch was Bella will, bleibt am Ende offen. Denn es muss noch genügend Stoff für den vierten und letzten Teil der Vampir-Saga geben. Und vielleicht kommt es in "Breaking Dawn" ja endlich zum schönsten Akt der Liebe…


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Donnerstag, 15. Juli 2010, tl

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