Ausnahmezustand in Berlin

Das Coronavirus hat die Hauptstadt mittlerweile voll im Griff. Bars, Clubs, Geschäfte, Restaurants... Alle machen nach und nach dicht. Zu groß ist die Gefahr, dass sich das schnell ausbreitende Virus auf den Großteil der Bevölkerung ausdehnt. Was in Berlin aktuell noch erlaubt ist, was man machen kann und wo man vorsichtig sein muss, erfährst du hier.  

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Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern wurden bereits vor ein paar Tagen untersagt. Diese Entscheidung traf die Gesundheitsverwaltung in Absprache mit der Innenverwaltung.  Des Weiteren wurden Landesmuseen, Gedenkstätten und Galerien in Trägerschaft der Kulturverwaltung des Landes Berlin und die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) geschlossen.

 

Außerdem wurde der Karneval der Kulturen abgesagt. Die Veranstaltung war für Pfingsten (31. Mai) geplant. Ebenfalls fällt das Myfest am 1. Mai in Kreuzberg aus. Die Lange Nacht der Wissenschaften (LNDW) ist ebenfalls abgesagt worden - sie sollte am 6. Juni stattfinden. Die Media Convention Berlin und re:publica werden vom 6.-8. Mai auf den 10.-12. August dieses Jahres verschoben.

 

Die Berliner Polizei informiert regelmäßig über neue Ergebnisse und Vorkehrungen der Hauptstadt.

 

Wer zum Beispiel vorletztes Wochenende im Kater Blau feiern war, sollte sich dringend bei den Behörden melden. 

 

Die Clubszene ist mittlerweile auch komplett betroffen: Alle Clubs, Bars und weitere Partylocations wurden geschlossen.

 

Das Berghain erklärte, dass es seine Tore erst wieder am 20. April öffnen wird. Das Sisyphos verlegt den Saisonstart nach hinten und  Wilde Renate - natürlich auch geschlossen - überträgt jetzt DJ-Sets ins Internet.

 

 

 

Außerdem haben öffentliche und private Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios und Spielplätze ab jetzt offiziell geschlossen. Hochzeiten, Taufen, Junggesellenabschiede und Gottesdienste werden ebenfalls verlegt. Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons und der Großhandel sollen jedoch vorerst offenbleiben. 

 

Wenn du nach weiteren seriösen Informationen suchst, die täglich erneuert werden, ist das Robert Koch Institut der richtige Ansprechpartner.

 

Wir halten dich ebenfalls auf dem Laufenden!

 

Update (17.03.) :

 

Auf dem Berliner Messegelände ist ein eigenes Krankenhaus für Covid-19-Patienten in Planung, wie der Senat heute mitteilte. In Kooperation mit der Bundeswehr und anderen Partnern soll es "ergänzend und ausschließlich zu Vermeidung eines realen Engpasses genutzt werden", so heißt es in der Erklärung des Senats. Notfallbeatmungspatienten und auch leicht Erkrankte sollen in dem Krankenhaus versorgt werden.  So soll es als "Vorsichts- und Vorsorgemaßnahme" bereit gestellt werden. Nach dpa-Informationen handelt es sich bei dem Projekt zunächst um einen Plan, der noch nicht mit der Bundeswehr abgestimmt war. Aus dem Verteidigungsministerium heiß es, ein Amtshilfeersuchen dafür liege nicht vor.

 

Darüber hinaus sollen Supermärkte, Banken, Drogerien und Apotheken offen bleiben. Das Sonntags-Fahrverbot für die Belieferung von Supermärkten etc. wird in Berlin ausgesetzt und die Sonntagsöffnung steht den Supermärkten/Spätis/Backshops frei. Über Abstandsregeln in Supermärkten und begrenzte Besucherzahlen werden im nächsten Schritt entschieden. Spielplätze und Tierparks sollen nicht geschlossen werden. Restaurants dürfen weiterhin von 6 bis 18 Uhr geöffnet bleiben. Auch nach 18 Uhr soll Liefer- und Abholservice möglich sein.

 

Diese Beschlüsse des Berliner Senats gelten ab Morgen (Mittwoch den 18. März 2020).

 

 

Autor: 
kvs
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