Spätis müssen sonntags geschlossen bleiben!

Nach einem Gerichtsurteil müssen die Berliner künftig ohne ihre geliebten Spätis auskommen.

Eine riesengroße Katastrophe für viele Berliner - laut einem Urteil des Verwaltunggerichts müssen die Berliner Spätverkaufsstellen (kurz: "Spätis") in Zukunft sonntags geschlossen bleiben:

 

"Berliner Spätis sind typischerweise allgemein und unspezifisch auf die Versorgung der näheren Umgebung

und nicht auf den spezifischen Bedarf von Touristen ausgerichtet."

 

Das Berliner Ladenöffnungsgesetz besagt nämlich, dass nur unter besonderen Gegebenheiten sonntags geöffnet werden darf. Zu diesen Ausnahmen zählen jene Verkaufsstellen, die für den Bedarf von Touristen bestimmte Waren wie Lebens- und Genussmittel zum sofortigen Verzehr anbieten. Des Weiteren gehören auch Backwaren, Blumen und/oder Zeitungen zu den Produkten, welche sonntags offiziell verkauft werden dürfen.  

 

Doch was ist die Ursache für das plötzliche Aus der Spätikultur in Berlin ?

Eine Besitzerin eines kleinen Einzelhandelgeschäftes in Charlottenburg-Wilmersdorf klagte gegen einen Beschluss des zuständigen Bezirksamtes von 2016. Mit Androhungen von Zwangsgeld (bei Zuwiderhandlungen) wurde ihr die Öffnung an Sonntagen untersagt, da sie neben Berlin-Artikeln, Postkarten und Erfrischungsgetränken auch Spirituosen in großen Flaschen, H-Milch, Toastbrot, Zucker, Honig und Kaffee in 500-Gramm-Verpackungen angeboten hat. Das Gericht bestätigte die Maßnahmen des Bezirksamtes und somit heißt es nun "Sonntags geschlossen!" - auch für alle anderen Spätis in Berlin. Ob sich die Klägerin das so gedacht hat, wagen wir zu bezweifeln.

 

Das Urteil ist aber bisher noch nicht rechtskräftig - bleibt also abzuwarten wann es soweit ist und bis dahin... immer schön fleißig beim Späti einkaufen und die Sonntage genießen!

 

Autor: 
aw
_self

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