Corona-Pandemie: Ticker zur Lage in Hamburg

Wir halten dich auf dem Laufenden!

hh2003.jpg

  

update vom 31.03.2020

  • Abiturprüfungen werden um fünf Tage verschoben
  • Neuer Zeitraum für die Prüfungen: 21. April bis 6. Mai 2020
  • Schulen nach jetzigem Stand bis 20. April geschlossen
  • Es soll drei Mal so viele Nachschreibtermine angeboten werden (im Mai und im Juni)
  • Unterrichtsfreie Vorbereitungszeit beginnt schon diese Woche und ist mit bis zu 20 Tagen doppelt so lang wie ursprünglich vorgesehen
  • Zweitkorrekturen sollen nur im Ausnahmefall stattfinden, um Lehrer zu entlasten
  • Für die Prüfungen gelten aufwendige Schutzmaßnahmen: 2 Meter Abstand; nur 10 Schüler pro Klassenraum; zeitversetzte Prüfungen, damit sich Schüler beim Ankommen und Weggehen nicht begegnen)

 


Update vom 22.03.2020

  • In einer Telefonkonferenz haben Bund und Länder über weitere, bundesweite Maßnahmen konferiert
  • Eine Ausgangssperre gibt es nicht

 

DIESE MASSNAHMEN GELTEN JETZT BUNDESWEIT (Hier gibt's die Infos im Detail)

 

  • Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine mit einer weiteren, nicht im Haushalt lebenden, Person, gestattet. 
  • Restaurants und Bars müssen schließen. Es darf aber noch geliefert und abgeholt werden.
  • Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Dienstleistungen werden geschlossen.
  • Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden.
  • Alle Maßnahmen gelten ab Montag, den 23. März, für zwei Wochen.
  • Bei Verstößen gelten schwere Strafen. (In einigen Ländern bis zu 25.000 € Strafe oder Haftstrafen)

 


Update vom 20.03.2020

  • Das Hilfspaket sieht Hilfen für Unternehmen, besonders für kleine und mittlere Firmen, für Freiberufler, private Betreiber kultureller Einrichtungen sowie für den Hamburger Sport vor
  • Selbstständige sollen Zuschüsse von 2.500 Euro erhalten
  • Unternehmen können, abhängig von der Mitarbeiterzahl, zwischen 5.000 und 25.000 Euro beantragen
  • Das Budget der Kulturbehörde für Hilfs-Forderungen wird um 25 Millionen erhöht
  • Die Hamburger Förderbank wird mit Krediten helfen, Unternehmen können einen günstigen Kredit von bis zu 250.000 Euro aufnehmen, Kulturinstitutionen und Sportvereine bis zu 150.000 Euro
  • Nächste Woche sollen die Antragsformulare online verfügbar sein, die Hilfen sollen schnellstmöglich ausgezahlt werden
  • Moia stellt ab dem 01. April vorübergehend den Betrieb ein
  • Die Polizei ahndet aktuell Verstöße gegen geöffnete Kneipen, Gaststätten und gegen Eltern, die mit ihren Kindern Spielplätze besuchen (Bußgelder wurden verhängt)
  • Die meisten Hamburger allerdings würden verantwortungsvoll mit der Situation umgehen und nur noch selten das Haus verlassen
  • Die Bücherhalle Hamburg bietet ab sofort für jeden Hamburger einen kostenfreien Zugang zu digitalen Angeboten an - und zwar für die nächsten sechs Wochen!
  • Anmeldefristen für vollschulische Bildungsgänge an berufsbildenden Schulen werden verlängert

 


Update vom 19.03.2020

  • Schulen und Kitas bleiben länger geschlossen als geplant, nämlich mindestens bis zum 19. April und somit auch über die Osterferien hinaus!
  • Abitur-Prüfungen sollen trotzdem wie geplant stattfinden, Dritt-Termine werden geplant, falls erkrankte oder sich in Quarantäne befindende Schüler weder am regulären, noch am Nachschreibe-Termin teilnehmen können
  • Der Hamburger Senat wird wohl eine Milliarde Euro für das Wirtschafts-Hilfspaket bereitstellen
  • Enthalten sind Erleichterungen bei Steuervorauszahlungen, günstige Notkredite und Überbrückungshilfen
  • Theatern, Clubs und Museen, die aktuell geschlossen sind, sollen auch finanziell unterstützt werden
  • Das Hilfspaket mit all seinen Details soll heute Mittag in einer Telefonkonferenz vorgestellt werden

 


Update vom 18.03.2020

  • Der Hamburger Senat arbeitet an einem Schutzschirm für Unternehmen und Institutionen. Mehr Infos dazu findest du hier!
  • Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) rufen Bürger*innen dazu auf, nicht sorglos mit dem Virus, aber verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen:
  • Bitte blockiere bei einem unbegründeten Verdacht NICHT die Hotlines.
  • Eine Ausgangssperre sei für Hamburg vorerst nicht geplant.
  • Der Tierpark Hagenbeck ist ab heute für unbestimmte Zeit geschlossen.
  • Keine Sorge um das Trinkwasser: Die Trinkwasserversorgung sei relativ krisensicher, weil vieles voll automatisch ablaufe, sagte ein Sprecher.

 


UPDATE VOM 17.03.2020

Nun hat der Hamburger Senat beschlossen, Großteile des Einzelhandels zu schließen. Ausgenommen von Schließungen sind die folgenden Bereiche: Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenbau, Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel. Zudem wurde für die gerade genannten Bereiche das Sonntagsverkaufsverbot aufgehoben. Auch Dienstleister und Handwerker dürfen weiter arbeiten. Restaurants dürfen nur noch zwischen 6 und 18 Uhr öffnen, Zusammenkünfte in Gebetshäusern wie Kirchen, Moscheen oder Synagogen sind aktuell untersagt. Spielplätze werden geschlossen.

 

Finanz- und Bezirksämter bieten aktuell keinen Publikumsverkehr an, nur noch telefonische oder elektronische Kontaktaufnahmen sind möglich. Die sieben zentralen Kundenzentren der Bezirksämter und die Zentren in Langenhorn und Billstedt bleiben geöffnet, allerdings nur für dringliche Fälle und Kunden mit einem Termin. Alle anderen Kundenzentren stellen den Publikumsverkehr ein.

 

In Hamburger Gerichten wird eine Vielzahl von Verhandlungen verschoben, zu Einschränkungen kommt es aktuell auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Dabei handelt es sich um beschränkte Besuche und ein Verbot für Kinder unter 16 Jahren. Hier entscheiden die Heimbetreiber aber im Einzelfall.

 


16.03.2020

Das Coronavirus hält die Welt in Atem und auch die Stadt Hamburg betrifft das Virus zunehmend. Daher beschloss der Hamburger Senat am Sonntag, den 15. März, weitere Maßnahmen, um die Ausbreitung der Virus in der Stadt einzudämmen. Die Allgemeinverfügung des Senats gilt vorläufig vom 16. März bis zum 30. April 2020.

 

Folgendes wurde beschlossen

 

  • Grundsätzlich werden alle öffentlichen, aber auch nichtöffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen untersagt (Teilnehmerzahl spielt dabei keine Rolle)

 

  • Geschlossen werden: Messen, Ausstellungen, Theater, Museen, Kinos, Jugendzentren, Stadtteilkulturzentren, Seniorentreffs, Bibliotheken, Einrichtungen der Hamburger Volkshochschule, Bars, Musikclubs, Bordelle, Tanzlokale, Nachtlokale, Spielhallen, Casinos, Schwimmbäder, Saunas, Fitness- und Sportstudios sowie alle öffentlichen und privaten Sportanlagen

 

  • Gaststätten dürfen nur öffnen, wenn zwischen den Tischen ein Mindestabstand von 1,50 Metern gewährleistet werden kann

 

  • Wochenmärkte unter freiem Himmel können weiterhin stattfinden

 

  • Private Veranstaltungen bis zu 100 Personen wie zum Beispiel Hochzeiten dürfen durchgeführt werden, allerdings wird dringend empfohlen, davon abzusehen und geplante Veranstaltungen abzusagen beziehungsweise zu verschieben

 

Die komplette Allgemeinverfügung kannst du hier nachlesen. Wir halten dich selbstverständlich auf dem Laufenden!

Stimmen aus dem Hamburger Senat

 

Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: "Die nächsten Wochen und Monate werden unsere Stadt vor besondere Herausforderungen stellen. Es geht darum, die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie soweit wie möglich zu begrenzen. In Abstimmung mit allen Behörden haben wir dazu heute zahlreiche Anordnungen getroffen, die das öffentliche Leben in unserer Stadt stark einschränken. Die Maßnahmen sind notwendig, um das Risiko zu verringern, sich oder andere mit dem Coronavirus zu infizieren. Ich bitte alle Hamburgerinnen und Hamburger, die Anordnungen der Behörden ernst zu nehmen. In dieser besonderen Lage sind alle dazu aufgerufen, verantwortungsvoll zu handeln. Jeder kann im Interesse des Gemeinwohls hierzu einen Beitrag leisten. Ich bedanke mich besonders bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie in den Behörden, Einrichtungen und Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge für ihre wichtige Arbeit. Mein Dank gilt zugleich allen Bürgerinnen und Bürgern, die in ihrem persönlichen Umfeld Nachbarn, Freunde und Bekannte unterstützen." 

 

Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank: "Die Eindämmung des Coronavirus in Hamburg ist eine Aufgabe für uns alle. Die heute beschlossenen Maßnahmen schränken das öffentliche Leben in unserer Stadt weiter ein. Sie sind aber notwendig, um die individuelle Gesundheit - gerade von älteren Menschen - zu schützen. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Freien und Hansestadt Hamburg, der Gesundheitseinrichtungen und  Öffentlichen Unternehmen, die sich täglich für den Gesundheitsschutz und für die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen einsetzen. Je mehr Verständnis wir für die Einschränkungen aufbringen und Abstand voneinander halten, desto mehr wird es uns gelingen, den Zusammenhalt zu stärken. Ich bin mir sicher, dass wir uns als Hamburgerinnen und Hamburger in gemeinsamer Verantwortung füreinander einsetzen und die neuen Regelungen mit hanseatischer Gelassenheit umsetzen werden."

 

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: "Wir wollen mit unseren Maßnahmen einen Wellenbrecher aufbauen, damit die Infektionswelle so abläuft, dass nicht große Teile der Bevölkerung gleichzeitig erkranken. Denn das würde unser Gesundheitswesen und unsere Infrastruktur überfordern. Es werden weitere Maßnahmen folgen, mit denen wir auf die jeweilige Lage tagesaktuell reagieren können."

 

Autor: 
jk
_self

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEHR NEWS