G20: So kommst du noch von A nach B

Uns erwartet an diesem Wochenende ein Verkehrschaos, wie man es sich wohl nur schwer vorstellen kann. Hamburg sieht sich im Rahmen des G20-Gipfels mit besonderen Situationen konfrontiert. Von den Sperrgebieten um die Messehallen und die Elphi, über mehrfache Protestaktionen und -züge bis zu den Transferkorridoren. Wie du an diesem Wochende trotzdem halbwegs zuverlässig deine Ziele erreichen kannst, erfährst du hier:

Die ganze Welt schaut an diesem Wochenende nach Hamburg. Die wichtigsten Staatsmänner/-frauen des Planeten versammeln sich in unserer Hansestadt und das sorgt natürlich auch für jede Menge Chaos auf den Straßen.

Absolute Sperrgebiete befinden sich um den Bereich der Messehallen sowie der Elbphilamonie. Dazu kommt es überall zu Straßensperren, eventuellen Personenkontrollen und Protestmärschen, die das Bewegen von A nach B erheblich einschränken. Hinzu kommen die angekündigten Demonstrationen, durch die ebenfalls Straßen- und Streckenabschnitte gesperrt werden müssen. Die vier größten Protestmärsche und ihre Routen, sowie die Sperrgebiete findest du in folgender Karte:

Bei der Vielzahl von Einschränkungen an diesem Wochenende, planen viele bereits, die Stadt über das Wochenende zu verlassen oder aber weitestgehend in der Wohnung zu bleiben. Wer aber trotz alledem in Hamburg bleiben und auch seine Wohnung verlassen möchte, dem haben wir mal die Fortbewegungswege und -möglichkeiten hier zusammengestellt.

 U- und S-Bahn

Der weitestgehend zuverlässigste Weg, um durch die Stadt zu gelangen, sind wohl die öffentlichen U- und S-Bahnen. Hier werden wohl lediglich zwei U-Bahn-Ausgänge an der Station Messehallen gesperrt werden, der weitere Verkehr soll aber ohne große Beeinträchtigungen weiterhin normal verlaufen. 

 

Zusätzlich wird die S1 durch den Betrieb vom und zum Flughafen wohl in der Nacht von Samstag auf Sonntag sogar noch häufiger fahren und die betrieblichen Pausen in der Nacht werden verkürzt.

 

Zu erwarten ist allerdings, dass die Bahnen in den kommenden Tagen und über das Wochenende aufgrund der Beeinträchtigung des generellen Verkehrsystems recht voll sein werden. Darauf solltest du dich also einstellen.

 Bus

Deutlich mehr betroffen als der Bahnverkehr sind da schon die Busse in der Stadt. Generell gilt, dass der Busverkehr in den Randgebieten und entfernt von den Transferzonen wohl nicht betroffen sein wird. Allerdings speziell die Linien, die durch das Stadtzentrum oder in der Nähe der Sperrgebiete verkehren, werden je nach momentaner Lage mit Verspätung agieren oder teil- und steckenabschnittsweise ganz ausfallen. 

 

Betroffene Linien sind: 3, 4, 5, 6, 15, 20, 22, 23, 25, 26, 31, 34, 35, 36, 37, 39, 109, 111, 112, 118, 120, 124, 171, 172, 173, 256, 261, 281, 292

 

Es empfiehlt sich daher, aktuelle Pläne und Veränderungen vorab im Internet und über die HVV-App zu überprüfen.

 Auto

Auch hier sollte das Fahren in den Randbezirken mit weniger Problemen behaftet sein, jedoch empfiehlt es sich in der Innenstadt ausdrücklich, das Auto stehen zu lassen! Eine Vielzahl von Straßensperrungen, auch zu unvorhersehbaren Zeiten, machen eine Fahrt nahezu unmöglich zu planen.

 

Der Verkehr um die Sperrgebiete und während des Gipfels wird auf den Straßen Hamburgs großteils zum Erliegen kommen. Zu den Komplettsperrungen wie beispielsweise der Schröderstiftstraße ab Donnerstag, 17 Uhr kommen weitere spontane Sperren durch Demonstrationen oder Fahrten von Delegationen. Zwar lassen sich die Sperrungen anhand der Verläufe einiger Demonstationsmärsche schon grob planen, jedoch kann auch für deren reibungslosen Ablauf an diesem Wochenende wohl keiner garantieren.

 Taxi und Carsharing

Auch Taxen und die Fahrzeuge von Carsharing-anbietern wie "DriveNow" oder "car2go" sind selbstverständlich nicht von diesen Sperrungen ausgenommen. 

 

Taxen erhalten keinerlei Sonderberechtigungen für Fahrten und müssen sich, ebenso wie Privatwagen, der jeweiligen Verkehrssituation anpassen. Falls eine Taxifahrt also zwingend nötig ist: Unbedingt vorab auch die Zieladresse mit angeben, um zu schauen, ob eine Fahrt überhaupt möglich und lohnenswert ist.


Darüber hinaus machten die Carsharing-Anbieter im Vorfeld sogar deutlich, dass sich in der Zeit des Gipfels in den Sicherheitszonen der Polizei die Wagen weder anmieten noch abstellen lassen.

 

 Fahrrad

Um am entspanntesten durch die Stadt zu gelangen, empfiehlt sich in der Zeit des Gipfels tatsächlich das gute, alte Fahrrad. Zwei Dinge sind allerdings auch dabei zu beachten:

 

  • Die Sperrgebiete sollten trotz alledem gemieden werden
  • Informiere dich vorab über die geplanten Demonstrationen und meide nach Möglichkeit die Routen der Märsche

 

Auch den Freunden des StadtRADs sei gesagt: Bis auf die Stationen "Am Kaiserkai", "Unilever" und "Alter Wall" sind alle Stationen wie gewohnt in Betrieb!

 

 

Autor: 
jb
_self

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