Matze verzichtet eine Woche auf Plastik

Matze von ENERGY am Morgen mit Matze & Stübi macht den Selbstversuch: Eine Woche ohne Plastik leben! Geht das? Wo bekommt sie Probleme? Was möchte unsere Moderatorin damit bezwecken? Begleite sie dabei auf Instagram und gib ihr nützliche Tipps!

Matze_970.jpg

"Ich möchte mal konkret darauf achten, wo überall Plastik drin ist und wie weit es mich einschränkt, wenn ich wirklich eine komplette Woche darauf verzichten will. Angefangen morgens beim Zähneputzen und duschen bis abends zum Essen gehen bzw. kochen. Es kann ja nicht sein, dass man überall die Schildkröten und andere Tiere in den Meeren im Plastik schwimmen sieht und wir nix dagegen machen!"

Plastikmüll am Strand angespült

 

Matze möchte erreichen, dass sie in Zukunft bewusster lebt und einkaufen geht, ohne dabei achtlos irgendwas aus Plastik oder in Plastik eingepacktes zu kaufen.

 


Begleite sie dabei auf unserem Instagram-Account und schreib Matze gerne eine  Mail an m.gornowicz@energy.de , falls du nützliche Tipps für sie hast!


 

Fazit von tag 4:

Ich hab immer mehr Spaß daran gefunden, im Alltag darauf zu achten, wo uns überall Plastik entgegenkommt und dafür nach Alternativen zu suchen. Beispiel: Küche! Die Spülbürste kann durch eine Holzspülbürste mit Naturborsten ersetzt werden. Außerdem gibt's mittlerweile auch schon Putzlappen aus Bambus, wiederverwendbare Kaffeefilter und kleine Edelstahlkugeln, die Becher & Co. ganz easy mit Wasser von innen reinigen!

 

Außerdem habe ich alle Plastikwasserflaschen aufgebraucht und jetzt durch Glasflaschen ersetzt. Heißt: Zum Sport nehme ich ab sofort auch keine PET-Flasche, sondern eine aus Glas mit. Klar, die hat mehr Gewicht, aber das sehe ich einfach als kleines Warm-up. ;-) Statt Kisten zu schleppen, könnt ihr euch ja auch einen dieser bekannten Wassersprudler kaufen. Da reicht eine Gasflasche für 60 1-Liter-PET-Flaschen. Und gerade unser Hamburger Leitungswasser kann man ja super trinken.

 

Ausblick:

Am Wochenende lauern natürlich viele Plastikfallen. Ob es der Strohhalm im Cocktail ist oder das Essen vom Lieferservice, was komplett in Kunststoff verpackt ist. Dafür muss ich mir in Zukunft wohl nochmal was einfallen lassen. Ich hab von einigen gehört, dass sie mit Dosen zum Asiaten, Griechen etc. gegangen sind und sich das Essen selbst abgeholt haben - auch 'ne Idee!



 

Mein Fazit zur plastikfreien Woche:

Es ist wirklich schockierend, wo einem überall Plastik begegnet und wie wenig oder null Alternativen es bei manchen Lebensmittel gibt. Gerade Süßigkeiten strotzen nur so vor Plastik. Trotzdem kann man einiges im Alltag ändern und das werde ich auch tun!

 

Hier die Dinge, die ich auf jeden Fall auch in Zukunft umsetzen werde:

- Mit einer Brotdose im Supermarkt an der Theke Aufschnitt und Käse kaufen

- Die Bambubszahnbürste mit Zahnputztabletten benutzen

- Duschgel und Shampoo in fester Seifenform statt in Plastik benutzen

- Öfters mal auf dem Wochenmarkt einkaufen

- Statt Alu- und Frischhaltefolie lieber Bienenwachstücher nutzen

- Spülbürste aus Holz

- Mehrwegbecher für Kaffee mitnehmen. Die meisten Läden befüllen den sehr gerne!

- Wasser aus Glasflaschen statt aus PET bzw. Leitungswasser im Wassersprudler zubereiten



 

Matzes plastikfreie Woche

Matzes plastikfreie Woche

Matzes plastikfreie Woche

Matzes plastikfreie Woche

Matzes plastikfreie Woche

Matzes plastikfreie Woche

 

DAS HAT MATZE IN DER WOCHE ERLEBT

 

Fazit von Tag 1:

"Der Tag beginnt direkt mit 'nem Schocker im Bad: Außer 'ner Zahnbürste aus Bambus kann ich original NIX benutzen: Zahnpasta in Plastik, Deo-Kopf aus Plastik, Duschgel und Shampoo sowieso UND meine ganze Schminke ist ja auch in Kunststoff verpackt. Das hatte ich null bedacht... Heißt: Es gibt 'ne Katzenwäsche, natürlich trotzdem Zahnpasta und ein ungeschminktes Gesicht. Das geht ja super los!

 

Nächstes Problem: Mein täglicher Joghurt ist in Plastik, das Müsli auch und auf den Kaffee muss ich Dank beschichteter Kunststoffverpackung auch verzichten. Gibt also Brot vom Bäcker mit Marmelade. Bin jetzt schon kaputt, obwohl der Tag gerade mal 'ne halbe Stunde alt ist... Für heute also wichtig: Eine Alternative zu Zahnpasta und Kosmetik finden! Und ich werde im Supermarkt mal Ausschau nach plastikfreien Lebensmitteln halten - das kann doch nicht so schwierig sein?!"


Der Einkauf im klassischen Supermarkt war doch schwieriger als gedacht. Salat ist eigentlich IMMER in Plastik eingepackt. Kleine Cherrytomaten auch. Und die BIO Gurke auch. Gibt heute also keinen Salat - da freut sich mein Freund.


Aufschnitt und Käse gibts auch nur in Plastik und selbst an der Theke wirds in beschichtetes Papier eingewickelt. Da haben mir ganz viele von euch allerdings geschrieben, dass man in einigen Läden seine eigenen Dosen mitbringen kann - das wird morgen getestet. Ich habe immerhin eine Alternative zu Duschgel und Shampoo gefunden - in fester Form. Riecht und schäumt gut. Bin zufrieden. Allerdings ist der Preis auch echt happig - pro Stück waren das knapp 10 Euro. Soll laut der Verkäuferin aber auch locker ´n halbes Jahr halten.

 

Lustig ist, dass ich mittlerweile "allergisch" auf Plastiktüten reagiere - vor allem, wenn Leute im Supermarkt Mandarinen oder Zitronen in Tüten packen. Am Liebsten möchte ich sie anticken und sagen: "Merkst du noch was? Das hat doch schon ne Schale!" - sollte ich vielleicht mal machen.

 

 Tipp von Hörerin Sandra:

"Als Alternative zu Zahnpasta in Plastik gibt es in einigen Drogerien sogenannte Zahntabletten mit Minzgeschmack. Die zerkaut man und dann wird mit dem Schaum im Mund einfach geputzt. Und die Verpackung ist sogar kompostierbar!"

 




Fazit von Tag 2:

Es wird langsam - heute war ich tatsächlich mit eigenen Brotdosen im Supermarkt und habe an der Theke Aufschnitt und Käse gekauft. Ganz ohne Papier und Plastik. Das fühlt sich richtig gut an! Auch wenn der Rest der Kunden mich sehr schräg angeguckt hat... Anschließend gings zum Wochenmarkt. Dort bekommt man Gemüse und Obst ja immer komplette unverpackt. Der Preis ist eigentlich derselbe wie im Supermarkt, nur muss man natürlich planen, wo und wann der nächste Wochenmarkt ist und sich am besten schon überlegen, was man die Tage kochen möchte. Spontan einkaufen ist da eher schwierig.

 

Morgen werde ich mal einen "Unverpackt Laden" besuchen. Mal schauen, wie ich mit dem Handling vor Ort und den mitgebrachten Dosen und Gläsern klarkomme. Das benötigt auf jeden Fall ein bisschen Planung vorab.

 

Tipp von Michelle:

"Deo kann man sich auch easy selbst anmischen. Einfach Kaisernatron mit Wasser mixen und unter die Axeln cremen. Hilft wirklich, sogar beim Sport!"

Tipp von Kathi:

"Es gibt Bienenwachstücher, die man statt Alufolie oder Frischhaltefolie über Schüsseln und Essensreste "kleben" kann. Das deckt super ab. Die gibt's entweder online zu kaufen oder ihr macht sie selbst. Einfach alte Stofffetzen nehmen, Bienenwachs zerreiben und mit Backpapier aufs Tuch bügeln.



 

Fazit von Tag 3:

Julia und ich machen gerne mal nach der Arbeit einen kleinen Abstecher zur Drogerie und gucken, was wir so "nicht brauchen" ;-)... Sprich: "Welche neuen Nagellacke gibt es? Oh, den Lipbalm kenne ich noch nicht! Ah, es gibt 'ne neue Kaugummisorte, geil!" Dieser Besuch sah für mich heute sehr traurig aus - alles ist aus Plastik oder in Plastik verpackt. Selbst Kaugummi soll nur aus Plastik bestehen. Der alternative Tipp dazu ausm Internet: Kaut frische Minze! Auch das ist wieder schwierig im Alltag. Ich kann ja nicht immer frische Minze dabei haben!

 

Ausbeute nach 'ner halben Stunde in der Drogerie: eine Deocreme. Schmiert man sich unter die Achseln und soll genauso wirksam sein wie alle anderen Deos. Positiv: Ich wollte als Alternative zur Zahnpasta sogenannte Zahntabletten kaufen und musste feststellen, dass die komplett ausverkauft sind. Das ist doch mal ein gutes Zeichen. ;-) Ganz viele von euch haben mir geschrieben, dass ich die "Unverpackt Läden" in Hamburg testen soll. Hab ich gestern gemacht und ich muss sagen: Ich war leicht überfordert. Ich musste mich erstmal in den Ablauf reinfuchsen. Man bringt seine eigenen Behälter mit, wiegt sie vorher ab, schreibt das Gewicht drauf und los geht's! Das Angebot ist wirklich groß - von Nudeln, Reis bis hin zu Müsli und sogar Spülmittel gibt's alles. Allerdings kann man hier nicht spontan einkaufen, da es wirklich vorab einer gewissen Planung und Vorbereitung bedarf. Trotzdem eine sehr coole Alternative und ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort.

 

Autor: 
kk
_self

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEHR NEWS