Bayern ruft erneut den Katastrophenfall aus

Wegen der weiter ansteigenden Corona-Zahlen ruft Bayern erneut den Katastrophenfall aus.

Fernsehkameras_970.jpg

Ab dem 9. Dezember ruft Bayern erneut den Katastophenfall aus. Das hat das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Sondersitzung am Sonntag (6.12.2020) in München beschlossen. Diese Regelungen gelten bis zum 5. Januar. Am Dienstag soll der Landtag noch darüber abstimmen.

 

>> Mehr Infos in den FAQs des Bayerischen Innenministeriums

 

Landesweite Ausgangsbeschränkung

Ab Mittwoch (9.12.) dürfen die Menschen dann "nur aus triftigem Grund" die Wohnung verlassen.

Zu den triftigen Gründen gehören insbesondere:

  • Die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten
  • Die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen, der Besuch bei Angehörigen therapeutischer Berufe sowie Blutspenden
  • Versorgungsgänge, der Einkauf in den nach der 9. BayIfSMV geöffneten Geschäften und der Besuch der nach der 9. BayIfSMV geöffneten Dienstleistungsbetriebe (inkl. Weihnachtsbesorgungen)
  • Der Besuch eines anderen Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird (die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht)
  • Der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen
  • Die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich
  • Die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • Die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen in engem Kreis
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft, alleine, mit dem eigenen Hausstand und mit einem anderen Hausstand, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt 5 Personen nicht überschritten wird
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • Der Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen, Schule, Hochschule und sonstiger Ausbildungsstätte
  • Ämtergänge
  • Die Teilnahme an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften
  • Die Teilnahme an zulässigen Versammlungen nach dem BayVersG.

 

Erweiterte Ausgangssperre in Hotspots

In Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 gilt darüber hinaus:

Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr früh eine erweiterte Ausgangssperre. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus folgenden Gründen zulässig:

  • Die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten
  • Medizinische und veterinärmedizinische Notfälle
  • Die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • Die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • Die Begleitung Sterbender
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren
  • Ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen
  • An den Weihnachtstagen 24. - 26. Dezember gilt als Ausnahmegrund auch die Teilnahme an einem Gottesdienst (insb. Christmette).

 

Sonderregelung Weihnachten

Nur für die Zeit vom 23. bis 26. Dezember gilt in ganz Bayern eine gelockerte Kontaktbeschränkung. Während der vier Tage ist der gemeinsame Aufenthalt mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und weiteren Personen erlaubt, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens 10 Personen nicht überschritten wird (die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht)

Für die Zeit ab dem 27. Dezember und damit auch für Silvester und Neujahr gelten keine Sonderregelungen.

 

SCHULEN

Von der 1. bis zur 7. Jahrgangsstufe wird an allen Schulen und in den Förderschulen sowie in FOS/BOS generell der Präsenzunterricht beibehalten.

Ab der Jahrgangsstufe 8 gilt Wechselunterricht. Ausnahmen gelten nur für das letzte Schuljahr der jeweiligen Schulart.

Distanzunterricht gilt an allen beruflichen Schulen. Dies gilt ebenfalls in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 ab Jahrgangsstufe 8 (Ausnahmen hier: das letzte Schuljahr der jeweiligen Schulart und Förderschulen).

 

Kontrollen

Bei den Handels- und Dienstleistungsbetrieben werden verstärkt Kontrollen durchgeführt, insbesondere mit Blick auf die Einhaltung des Mindestabstands, der zulässigen Kunden pro 10 bzw. 20 qm Verkaufsfläche sowie der Maskenpflicht.

 

Alkoholverbot

Der Konsum von Alkohol ist in Innenstädten und sonstigen Orten unter freiem Himmel untersagt.

 

>> Alle weiteren Informationen zu den weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie

 

Quelle: Bayerische Staatsregierung

 

Autor: 
ck
_blank

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEHR NEWS