Das Hotel-Duell: David gegen Goliath. Und das mitten in Venedig

Zugegeben, es ist ein Vergleich wie bei David gegen Goliath und doch ist es wegweisend für das, was in punkto Hotellerie in den letzten Jahren passiert ist.

Die Rede ist von diesem Beitrag in der renommierten New York Times, in der das Palazzo Venart Luxus Hotel im Direktvergleich mit dem A&O Venedig Mestre nicht nur genannt wird, sondern das "supersize budget lodging" sogar hoch gelobt wird. Doch wer ist hier gegeneinander angetreten und was sagt das über die Hotellerie heute aus?

 

Der Riese Goliath: Das Palazzo Venart Luxury Hotel

Wer auf die Suche geht nach Informationen zum Hotel-Riesen findet schnell heraus: Das Palazzo Venart Luxury Hotel ist eine der besten Adresse in Venedig. Wer hier nächtigt, residiert in einem wahrlich geschichtsträchtigen Haus, das die Stadt schon aus dem 16. Jahrhundert kennt. Der Ausblick auf den Canal Grande sorgt beim Blick nach draußen für Luxus- und Glamour-Momente. Die Einrichtung der Suiten, Marmorbäder sowie Komfort und Luxus für die Gäste auf jedem Quadratzentimeter lassen keine Wünsche offen. Zum berühmten Markusplatz sind es gerade einmal zehn Minuten Fußweg. Gespeist wird im Restaurant, in dem natürlich Haute Cuisine mit Michelin-Stern serviert wird. Gigantisches Hotel. Gigantischer Preis.

 

Der kleine David: Das A&O Venedig Mestre hostel-hotel

Buchstäblich eine Reise in eine andere Welt bietet sich jenen, die in diesem Hotel der A&O-Kette residieren. Zentral gelegen, günstig und komfortabel präsentiert sich der zweite Teil des ungleichen Duos. Nur unweit vom Hauptbahnhof entfernt, bietet es den Gästen eine perfekte Anschlussmöglichkeit an die örtliche Infrastruktur. Auch für Autofahrende Gäste hält das Hotel Parkplätze inmitten der Schönheit Venedigs parat. Umfangreich ist nicht nur das Raumangebot mit über 300 Zimmern, sondern auch das Angebot an Geschäftsreisende, Co-Worker, Individualtouristen, Bucket-List-Follower und Backpacker. Weltoffen präsentiert sich das Hotel, was auch der Journalistin der New York Times gefallen haben muss, in Anbetracht der schwärmenden Worte, die sie im Vergleich mit dem Luxus-Hotel-Riesen fand.

 

Der Hostel-Trend taucht die Hotellerie-Welt in ein modernes Licht

Dass Hostels sich mit akribisch harter Arbeit aus der Nische der vermeintlich müffelnden Großraumunterkünfte herausmanövriert haben und zur stylischen Unterkunft für Jedermann geworden sind, ist heute längst keine Frage mehr. Wer hip und angesagt unterkommen möchte, sucht nach einem Hostel. Hilfestellung gibt es beispielsweise von entsprechenden Buchungsportalen, die doch glatt alljährlich den "Hoscar" für das am besten bewertete Hostel vergeben. Allein auf dieser Plattform gab es bereits im Januar dieses Jahres 35.000 Unterkünfte in weit über 150 Ländern.

Zimmer in einem Hostel

Doch da schwappt im Reisenden doch glatt die Frage auf: Was macht eigentlich ein Hostel aus? Bei einer Umfrage unter jenen, die ohnehin gerne im Hostel residieren, kam heraus, dass ein Hostel eine Art Spielplatz für Erwachsene sei. Es geht um die Community, um Gemeinsames, um Freunde und ums Abenteuer. Neben dem sozialen Touch gibt es auch gute Gründe, um in einem Hostel zu residieren: Es ist in aller Regel günstiger als eine Übernachtung im Hotel. Viele Hostels befinden sich in einer wahrlich guten Lage und: Langweilig wird es in der bunt zusammengewürfelten Hostel-Community nie.

 

Im Direktvergleich zeigt sich: Hostels und Hotels unterscheidet nur noch wenig

Einst waren Komfort und Luxus für Hotelgäste reserviert. Heute ist das längst nicht mehr so. Kingsize-Betten, Bäder zur Alleinnutzung sowie Pools und Einzelzimmer sind auch in Hostels denkbar. Was bleibt ist der preisliche Unterschied - egal ob in einem Mehrbett- oder einem Privatzimmer genächtigt wird. Wer ins Hotel geht, bezahlt mehr für eine Übernachtung als für eine Übernachtung im Privatzimmer eines Hostels. Zum Direktvergleich: Ein Hotelzimmer unter 50 Euro pro Nacht zu bekommen, bedeutet massive Abstriche in punkto Komfort und Luxus zu machen. Ein Hostel-Zimmer lässt sich hingegen für bis zu 35 Euro pro Nacht leicht bekommen. Und dafür gibt es die tolle Erfahrung, sich mit anderen Reisenden besonders einfach austauschen zu können und zahlreiche Gemeinschaftsextras quasi kostenfrei genießen zu können.

 

Wer in einem Hostel nächtigen möchte, sollte sich im Vorfeld nach einer Unterkunft umsehen, die zum individuellen Urlaubsanspruch passt. Wer Partys feiern möchte, sollte in einer Unterkunft bleiben, die eben das offeriert. Wer hingegen nur gemütliche Abende plant, sollte nach einer Unterkunft fahnden, in der Gleichgesinnte bereits Bewertungen für gemütliche, gemeinsame Abende gepostet haben. Ähnliches gilt im Übrigen für die Zimmer: Selbst junge Familien sind im Hostel gerne gesehen, allerdings wird empfohlen mit Kindern Privatzimmer zu mieten.

 

Autor: 
ENERGY Media
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