Die 5 goldenen Regeln für den ambitionierten Kleingärtner

Die Pflege eines Gartens macht zwar Arbeit, aber wenn du die nötigen Aufgaben gewissenhaft erledigst, dann belohnt dich der Außenbereich mit allem, was du nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Entspannung brauchst, mit wunderbar wachsenden Blumen, vielen verschiedenen Gerüchen und verschiedensten Farben.

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Um deinen Garten in Schuss zu halten, musst du eigentlich nur einfache fünf goldene Regeln beachten beziehungsweise bestimmte Aufgaben erledigen.
 

Alles zur rechten Zeit - frühzeitige Vorbereitung auf den Winter

Es ist wie beim Training für einen Frühjahrsmarathon, bei dem die Grundlagen für einen Erfolg lange vor dem eigentlichen Rennen gelegt werden, nämlich schon im Vorjahr. Das gleiche gilt für deinen Garten. Um die Blumen, Beete, Sträucher, Bäume und Nutzpflanzen auf die kalten Wintermonate vorzubereiten, musst du bis zum Beginn des Monats November im Garten verschiedene Präventivmaßnahmen ergreifen. Mit ein paar kleinen Arbeiten kannst du deinen Garten winterfest machen. Zu den letzten und wichtigsten Handgriffen im November gehören beispielsweise:

 

  • das Ernten der letzten Kohlsorten
  • die Abdeckung aller Pflanzenbeete und Gehölböden (mit Laub, Mulch oder Reisig)
  • der Schutz der Jungpflanzen
  • das Abdecken des Teiches inklusive der Entfernung der Filter- und Pumpanlage (falls vorhanden)
  • die Umsiedlung von Teichfischen in ein Aquarium (notwendig bei flachem Wasser mit weniger als 1m Tiefe)
  • das Entfernen letzter Laubreste vom Rasen (um diesen vor Schäden aufgrund von Lichtmagel zu schützen)
  • die Leerung der Regentonne
  • die trockene Einlagerung deiner Gartengeräte

 

Mit solch einfachen Maßnahmen kannst du sicherstellen, dass du auch im nächsten Jahr wieder Freude an deinem Garten hast und dass neu gepflanzte Blumen wieder blühen, die Beete viele Früchte bringen und der Teich ohne viel Aufwand wieder zum Sommersitz deiner Goldfische wird. Wenn du alle diese Aufgaben erledigt hast, neigt sich das Leben im Garten dem Winterschlaf entgegen. Damit auch Igel diesen ungestört verbringen können, kannst du in einer ruhigen Ecke einen kleinen Hügel aus Laub aufhäufen. Unter diesem finden diese nützlichen Tiere dann vielleicht einen Unterschlupf bis zum nächsten Frühjahr. Wenn du solchen Besuch in deinem Garten hast, solltest du ihn in Ruhe lassen und auch kein Futter hinstellen.

 

Rechtzeitig stutzen - Zurückschneiden von Gartengewächsen

 

Zurückschneiden der Hecke oder des Buschs

Eine ebenfalls zu den Gartenaufgaben des amitionierten Kleingärtners gehörende Tätigkeit ist das Zurückschneiden von Gartengehölzen. Du solltest vor allem Hecken, Obstbäume, Pappeln sowie Birken im Herbst zurückschneiden, damit sie im nächsten Jahr wieder kräftig ausschlagen können. Bei Büschen und Sträuchern solltest du das Auslichten im unteren Bereich nicht vergessen. Ebenso brauchen Rosen und verschiedene Kübelpflanzen einen Rückschnitt. Wie weit der Beschnitt gehen sollte, hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Rosen beispielsweise können um bis zu 50 Prozent zurückgestutzt werden. Für solche Arbeiten solltest du dir immer Zeit lassen, denn nur bei korrektem Zurückschneiden der Pflanzen haben sie die Möglichkeit, sich im nächsten Jahr neu zu entwickeln und ihre Triebe auszubilden. Vielleicht kannst du für diese Aufgabe ja ein paar Brückentage einplanen und deinen Urlaub verlängern. So hast du mehr Zeit zur Verfügung, die du für die Gartenarbeit aufwenden kannst.

 

Die Arbeit lässt sich natürlich auch an einem normalen Wochenende verrichten, aber vielleicht hast du ja noch ein paar Tage Urlaub auf deinem Konto. Eine Arbeit, die du noch vor dem Zurückschneiden erledigen kannst, ist außerdem die Veredelung von Obstbäumen oder bestimmten Zierpflanzen. Die auch als Okulation bezeichnete Veredelung musst du entweder im Frühjahr zwischen Mai und Juni durchführen oder du wartest bis zum Sommer und erledigst diese Aufgabe von Juli bis August. Auch hier hängt der richtige Zeitpunkt wiederum von der Pflanzenart ab, die du veredeln möchtest.

 

Pflanzzeiten beachten - Einsetzen verschiedener Pflanzen nach Blütezeit

 

Saatgut

Nicht alle Pflanzen blühen ja bekanntlich zur gleichen Zeit. Es gibt Frühjahrsblüher, Sommerblüher und Herbst- bzw. Ganzjahresblüher. Damit du in deinem Garten das ganze Jahr über blühende Blumen und Sträucher hast, musst du sie natürlich jeweils entsprechend rechtzeitig einpflanzen. Früh im Jahr blühende Gewächse müssen im Herbst des Vorjahres in die Erde, Sommerblumen kannst du mit dem Start der jährlichen Pflanzzeit im März setzen. Für Blumen, die im Herbst oder sogar Winter ihre Blüten tragen, ist der Sommer die richtige Pflanzzeit. Unter Experten werden folgende Pflanzzeiten favorisiert:

 

  • Gehölze inklusive Erdballen - ganzjährig, nicht bei gefrorenen Boden
  • Laub- und Nadelgehölze (frosthart, immergrün) - von Anfang bis Mitte September
  • Sträucher und Bäume (wurzelnackt) - von Oktober bis März
  • Satuden (frostfest) - ideal zur Herbstzeit, auch im Frühjahr möglich
  • Gehölze (frostempfindlich, immer- oder sommergrün) - im Frühjahr
  • Blumen und Exoten (kälteempfindlich) - ab Mitte Mai

 

Beim Pflanzen von Sträuchern musst du neben der richtigen Pflanzzeit auch auf die gesetzlichen Vorgaben bezüglich einzuhaltender Abstände achten, wenn es Nachbarn mit direkt angrenzenden Grundstücken gibt. Diese Abstände sind von Bundesland zu Bundesland verschieden, denn die Regelungen dazu unterliegen dem Landesrecht. Auch das Schneiden von Begrenzungshecken ist übrigens bezüglich des Zeitraums gesetzlich geregelt und nicht das ganze Jahr über erlaubt.

 

Schädlinge bekämpfen - Pflichtaufgabe für ambitionierte Kleingärtner

In jedem Garten tummeln sich kleinere oder größere Tiere, die sich zum Teil von den Pflanzen bzw. ihren Früchten ernähren. Das können Vögel, Eichhörnchen oder auch Igel sein. Neben diesen "Mitbewohnern" gibt es aber auch jene, die dir als Gärtner weniger Freude bereiten, nämlich die Schädlinge. Dazu zählen etwa:

 

  • Läuse (etwa Schild-, Woll- oder Blattläuse)
  • Schnecken (z.B. Weinbergschnecken)
  • Käfer (beispielsweise Dickmaulrüssler)
  • Raupen
  • Milben
  • Nematoden
  • Thripse

 

Solche Schädlinge können mitunter großen Schaden an Pflanzen oder ihren Früchten anrichten. Aus diesem Grund gehört es zu deinen Aufgaben, diese zu bekämpfen, möglichst aber durch Einsatz umweltfreundlicher Schädlingsbekämpfungsmittel. Manchmal musst du nur zu bestimmten Pflanzen greifen, um dein Ziel zu erreichen. Beispielsweise verjagen Salbei, Lavendel oder Zwiebeln lästige Blattläuse. Auch durch Barrieren aus engmaschigem Netz bzw. Vlies lassen sich Schädlinge abwehren. Um die gefürchteten Nacktschnecken vom Kopfsalat fernzuhalten, kannst du an den Beet-Rändern verschiedene Gräser, Farne oder auch pelzige Blattpflanzen setzen. Kräuter mit starkem Geruch haben ebenfalls abschreckende Wirkung. Die erstgenannten Pflanzen sind für die Schnecken nicht genießbar, die zweite Gruppe schlägt ihnen sozusagen auf den Geruchssinn und verjagt sie.

 

Wenn sich Schädlinge im Garten mit natürlichen Mitteln nicht nachhaltig beseitigen lassen, hast du natürlich die Möglichkeit, chemische Pflanzenschutzmittel einzusetzen, um dich gegen den Befall zu wehren. In diesem Fall musst du allerdings unbedingt die Gebrauchsanweisung auf dem Behälter des Mittels studieren und dich genau an die dort genannten Vorgaben halten. Am besten lässt du dich vor dem Kauf von einem Fachmann im Gartencenter oder in der Gärtnerei eingehend beraten. Wenn du ein solches Pflanzenschutzmittel falsch anwendest, kann erstens der Erfolg ausbleiben und/oder ein solches Mittel zu einer Gefahr für deine im Garten spielenden Kinder oder Enkel avancieren. Dazu müssen sie das Mittel nur verschlucken oder es sich in die Augen reiben. Auch solltest du ein chemisches Pflanzenschutzmittel niemals selbst zusammenmischen. Das ist nämlich ausdrücklich verboten und du weißt letztlich nicht, wie stark die Wirkung des Mittels ist. Meistens wird sie deutlich unterschätzt und kann für Pflanzen, Tiere und Menschen extrem schädlich sein. 

 

Grill putzen vor dem "Angrillen" nicht vergessen

 

Grill putzen

Wenn du zu den ambitionierten Kleingärtnern gehörst, dann besteht eine wichtige Aufgabe darin, dass du im Frühjahr rechtzeitig daran denkst, dass du den vermutlich im Spätherbst eingelagerten Grill hervorholst, ihn gründlich reinigst und dich so auf das sogenannte "Angrillen" vorbereitest. Das Grillen mit Freunden oder mit der Familie gehört für die allermeisten Gartenbesitzer einfach dazu. Es gibt allerdings bestimmte Regeln für das Grillen, die du berücksichtigen musst. Das betrifft beispielsweise die Entfernung zu anderen Anwohnern oder auch den Lärmschutz. Dieser ist vor allem dann wichtig, wenn in direkter Nähe zu deinem Garten Wohnungen liegen. Dann musst du deine Grill-Gäste auf jeden Fall zur Einhaltung der Nachtruhe anhalten und für eine angemessene Stille sorgen.

 

Autor: 
ENERGY Media
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