Dies solltest du unbedingt über Ökostrom wissen

Viele Menschen entscheiden sich dafür Nachhaltiger zu leben, durch den Verzicht auf Plastik, regionale Lebensmittel oder sogar eine Ernährungsumstellung auf Vegan.

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Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch die Nachfrage nach grünem Strom steigt, doch beim Ökostrom gibt es nicht nur Vorteile. Wir zeigen dir in diesem Artikel, worauf du beim Ökostrom achten solltest und welche Vor- und Nachteile der Strom aus der Natur bietet.

 

Woraus wird Ökostrom gewonnen?

Unter Ökostrom versteht man Strom, der aus einem nachwachsendem, erneuerbaren Rohstoff hergestellt wurde und dadurch die Ressourcen unserer Welt schont und wenig schädliche Treibhausgase bei der Produktion ausstößt. Zu den erneuerbaren Rohstoffen gehört die Biomasse wie Holz, Sägemehl, Getreide, Abfälle der Land- und Forstwirtschaft und die natürliche Kraft von Wind, Wasser, Sonne und Erdwärme. Wenn du weitere Informationen über das Erzeugen von Ökostrom suchst, findest du hier einen guten Artikel: Ökostrom – Nicht immer grün.

 

Die Vorteile vom Ökostrom

Der größte Vorteil, den der Ökostrom für die Nutzer, aber in erster Linie für unseren Planeten bringt, ist die Energiegewinnung ohne Verbrennung von fossiler Rohstoffen wie Kohle, Öl und Gas. Diese fossilen Rohstoffe erzeugen bei der Verbrennung Kohlendioxid und CO2 und tragen damit zur Verschmutzung unserer Luft und allgemein der Natur bei. Um die klimapolitischen Ziele zu erreichen ist daher der Ökostrom unerlässlich und sollte weiter ausgebaut werden. Beim Ausbau des Ökostroms findet sich auch direkt der nächste Vorteil, die ökologische Gewinnung von Strom fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Verschiedensten Bereichen der Energiegewinnung und hilft dadurch den Menschen und der Finanzwelt. Besonders da das teure Erdöl nicht mehr importiert werden muss und wir unabhängiger von den arabischen Ländern und den anderen Öl-Ländern werden. Weitere Anreize, wie du dein Leben Umweltfreundlicher gestalten kannst, findest du in unserem Artikel: Green up your life.

 

Ein weiterer Vorteil beim Ökostrom ist, das jeder Nutzer seinen eigenen Kohlendioxidausstoß um rund 80 Prozent senken kann. Den jeder sollte sich in der heutigen Zeit Gedanken über seinen persönlichen Verbrauch machen und diesen an allen Punkten einschränken, wo es möglich ist. Der Wettbewerb unter den Stromanbietern steigt und die großen Konzerne, die bisher die alleinige Preiskontrolle hatten, verlieren an Einfluss, den oftmals ist der Ökostrom sogar günstiger als der Strom aus fossilen Energien. In dem Artikel Strom anmelden aus dem Strom-Magazine erfährst du, wie du einfach den Anbieter wechseln kannst und den Strom nach einem Umzug neu anmeldest.

 

Strommasten

 

Die Nachteile von Ökostrom

Neben den vielen Vorteilen besitzt der Ökostrom auch einige Nachteile. So hat die Biomasse in aller Regel sehr hohe Betriebskosten und kann daher keine langfristige Lösung für eine umfassende Stromversorgung sein. Effizient ist die Stromgewinnung durch Biomasse auch nur, wenn die Wärme, die als Nebenprodukt entsteht, auch genutzt werden kann. Die anderen erneuerbaren Quellen haben zum Teil ebenfalls noch Nachteile für den Verbraucher. So ist die Windkraft beispielsweise starken Schwankungen unterlegen und kann nicht als solide Versorgung genutzt werden. Ähnlich sieht es bei der Sonnenenergie aus, nur ein kluges Zusammenspiel der verschiedenen Energiequellen wird den enormen Stromverbrauch in Deutschland decken können. Zudem muss auf einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt werden. Ein gewaltiger Nachteil für dich ist, dass es beim Ökostrom leider auch Mogelpackungen gibt, da nach Außen eine ökologische Stromversorgung versprechen, jedoch aus natürlichen Quellen stammt. Ökostrom ist keine geschützte Produktbezeichnung, deshalb besteht die Möglichkeit für andere Stromanbieter mit Ökostrom zu werden, obwohl dieser nicht aus nachhaltigen Quellen stammt.

 

Damit ein Stromanbieter als Ökostromanbieter gilt, muss er einen Teil seines Verdienstes in den Ausbau des Stromnetzwerkes stecken, damit die Energiewende weiter vorangetrieben wird. Dies trifft jedoch nicht auf die vier großen Stromanbieter in Deutschland zu. Eon, RWE, EnBW und Vattenfall haben teilweise eine Art Ökostrom im Angebot, dieser ist jedoch keine wirklich grüne Energie, sondern stammt aus Atomkraftwerken oder sogar aus dem Umweltsünder Kohlekraftwerk. Neben diesen Nachteilen kann erneuerbarer Strom auch die Umwelt mitbelasten, so muss für Biomasse, beispielsweise viel Mais und Weizen angebaut werden, hierfür müssen Flächen geschaffen werden, die Teilweise zuvor Baumbestand hatten oder die Masse wird aus der bestehenden Biomasse entnommen, wodurch die Preise für diesen Rohstoff steigen und gerade die Landwirte und die arme Bevölkerung in manchen Ländern darunter leidet.

 

Label denen du Vertrauen kannst

Wenn du bei der Wahl deines Stromanbieters wirklich sicher sein willst, dass es sich dabei im erneuerbaren Strom handelt, kannst du dich auf die Angaben der Gütesiegel von ok-power, Grüner Strom und dem TÜV-Siegel richten. Es gibt zudem viele Vergleichsportale, die die Anbieter auf Herz und Nieren prüfen.

 

Saubere Stromanbieter finden - So gehts!

Die meisten Vergleichsportale empfehlen die Elektrizitätswerke Schönau, Naturstrom und Lichtblick als ökologische Stromlieferanten mit erneuerbaren Energien. Diese Unternehmen bieten Transparenz und sind unabhängig von anderen Anbietern oder Kraftwerken. Einer der besten Wege, sich selbst mit ökologischem Strom zu versorgen, ist die Montage einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach. Dies ist zwar eine hohe Investition, doch nach einigen Jahren Laufzeit, hast du deine Kosten, durch den erzeugten Strom wieder eingespart und kannst sogar das Stromnetzwerk mit deinem überflüssigen Strom versorgen. So wirst du ein aktiver Teil der Energiewende. Zumal die Montage einer Solaranlage mittlerweile nicht mehr so teuer ist, wie zu Beginn der Technik und teilweise fördert der Staat die Anschaffung einer Solaranlage. Der Anbau der Solaranlage auf dem eigenen Dach sichert auch die Stromversorgung, ohne dass für die Fläche ein Feld oder sogar ein Wald geopfert werden muss. Nach einigen Experten wäre es möglich den gesamten Strombedarf der Haushalte in Deutschland zu decken, wenn auf jedem Dach Solaranlagen angebracht werden würden. Hierfür würden natürlich hohe Kosten anfallen und der Solarstrom ist nur bei ausreichender Sonneneinstrahlung rentabel.

 

Deutschland besitzt die höchsten Strompreise in der EU und diese werden in den nächsten Jahren vermutlich weiter steigen, obwohl die Stromanbieter argumentieren, dies läge am Ausbau der erneuerbaren Energien stimmt dies nicht. Die fehlende Konkurrenz am Markt und das nicht vorhandene Eingreifen der Regierung sind schuld am steigenden Preis. Denn die Förderung der erneuerbaren Energien macht nur einen unbedeutenden Bruchteil des Strompreises aus. Mit der Nutzung von Ökostrom, hilfst du nicht nur der Umwelt, sondern bringst den Stromanbietern zusätzliche Konkurrenz, die eine Senkung des Strompreises nach sich ziehen kann. 

 

Autor: 
ENERGY MEDIA
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