Fasten

Fasten ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil vieler Religionen, sondern kann auch gut für deine Gesundheit sein. Egal, ob du auf Süßigkeiten verzichtest, ein paar Wochen vegan lebst oder aufs Fahrrad umsteigst.

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Fasten ist gesund für dich und deinen Körper. Achte allgemein darauf, dass es dir während dieser Zeit gut geht. Wenn du das Gefühl hast, dass es für dich, deinen Körper und deinen Lebensstil unangenehm ist, solltest du das Fasten lieber abbrechen.

Die Fastenzeit im Christentum beginnt am Aschermittwoch und Ende am Ostersonntag mit der Auferstehung von Christus. Obwohl viele Menschen nicht mehr religiös sind, nutzen sie diese Zeit, um auf etwas zu verzichten, was ihnen sonst schwer fällt.

 

Auf was könntest du verzichten?

Jede*r ist anders und deswegen solltest du dir individuell etwas aussuchen, auf das du sechs Wochen lang verzichtest. Wir haben dir hier ein paar Instpirationen zusammengefasst.

#1 Alkohol

Viele Menschen verzichten auf Alkohol, denn das hat viele Vorteile in deinem Alltag. Du schläfst zum Beispiel besser. Alkohol hilft uns zwar schneller einzuschlafen, jedoch führt er zu mehreren Wachphasen und erschwert somit das Durchschlafen. Das Alkohol dick macht ist ja kein Geheimnis, aber wusstest du, dass er auch Heißhunger verursachen kann? Wer aufhört Alkohol zu trinken, kann also auf die abendlichen Snacks beim Netflix schauen verzichten und somit noch während des Fastens etwas für seine Figur tun. Alkohol entzieht dem Körper außerdem Wasser und trocknet somit die Haut aus. Darauf folgen dann schnell Mitesser, Augenringe und Pickel. Wer also auf Alkohol verzichtet, kann sich bald auf eine bessere Haut freuen. Alkohol ist teuer. Ob nur ein Kurzer in der Disco oder ein paar Bier in einer Bar, das alles kostet viel Geld. Verzichtest du jedoch auf diesen gefährlichen Spaß, kannst du dein Gehalt für wichtigere Dinge ausgeben, die du auch wirklich brauchst.

Party im Club

#2 Smartphone

Mittlerweile greifen wir alle paar Minuten an sein Handy. Verzichte in der Fastenzeit doch einfach mal auf dein Smartphone. Im Schwarz-Weiß-Modus sieht dein Handy alt und langweilig aus - doch so soll es sein. Denn farbig sticht es uns direkt ins Auge und weckt unser Interesse. Grau ist eine fast schon "langweilige" Farbe und nicht halb so wichtig. Dein Handy vibriert oder klingelt und du greifst direkt danach? Dann ist das der richtige Trick für dich: Schalte dein Smartphone auf lautlos, denn dann kannst du selbst entscheiden, wann du es zur Hand nimmst und wann es einfach mal liegen bleibt. Du fühlst nicht direkt nach einem Klingeln dazu aufgefordert, die Nachricht zu lesen. Denn die Töne sind es, die dich denken lassen, dass etwas Wichtiges passiert ist. Du musst etwas Dringendes erledigen, doch kommst einfach nicht von deinem Handy weg? Schalte es aus, denn dann kommst du schneller voran und kannst dich besser konzentrieren. Wenn du es beim Laden auch ausschaltest, schonst du außerdem einen Akku. Du willst am Abend nur noch kurz den Wecker anschalten, aber ducheckst währenddessen noch deine ganzen Nachrichten? Dieses Problem haben sehr viele, also warum nicht wieder auf einen altmodischen Wecker umstellen, bei dem du auf jeden Fall früher schlafen kannst?

Frau mit Smartphone

#3 Streaming

Die Deutschen schauen täglich durchschnittlich 221 Minuten fern, das sind über 3,5 Stunden, die du auch mit deiner Familie oder Freunden verbringen kannst. Wenn du auf Fernsehen und Streaming verzichtest, hast du mehr Zeit, andere Dinge anzugehen.

Auch hier kannst du etwas für die Umwelt tun, denn Streaming hat auch einen ökologischen Fußabdruck.

#4 Süßigkeiten

Fast schon ein Klassiker ist es, auf Süßigkeiten zu verzichten. Zucker führt nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu Diabetes und kann sogar dem Gehirn schädigen. In Deutschland liegt der pro Kopf Verbrauch bei 35 Kilogramm im Jahr - eindeutig zu viel. Wenn du eine Zeit lang auf Zucker verzichtest, wirst du schnell merken, dass du dich fitter und ausgewogener fühlst.

Faste doch mal Softdrinks! Trink während der Fastenzeit nur Wasser. Am Besten wäre es, wenn du das Wasser aus der Leitung nimmst, das ist am günstigsten, verschwendet kein Plastik und hat in Deutschland zudem eine sehr gute Qualität.

#5 Fleisch

Was wäre, wenn du dich einfach mal 6 Wochen lang vegetarisch ernährst? Eine Studie hat ergeben, dass zu viel Fleisch zu Diabetes und Herzerkrankungen führt. Wer Schinken, Salami und Rindersteaks reichlich zu sich nimmt, erhöht sein Darmkrebsrisiko um rund ein Drittel. Also verzichte doch mal auf Fleisch und tu deinem Körper etwas Gutes. Wenn du herzhaftes Essen bevorzugst und dir gerne mal ein leckeres Schnitzel brätst, gibt es dafür natürlich auch Alternativen mit Soja. Viele dieser Alternativen kommen dem Fleischgemack sehr nahe.

Du machst deine Fastenzeit auch gleichzeitig zu einer Möglichkeit, dich selbst zu entdecken. Vielleicht ist ja der vegetarsche Lifestyle was für dich und du merkst, dass du dich besser fühlst? Versuche dich auf diese "Experimente" einzulassen und dich selber besser kennenzulernen. Außerdem tust du etwas für die Umwelt, denn die Fleischindustrie produziert viel CO2.

#6 Milchprodukte

Viele Menschen leben mittlerweile vegan. Also schaffst das auch du! Der tägliche Verzicht auf Milchprodukte hat positive Auswirkungen auf deinen Körper. Zudem wird deine Haut besser und senkt deinen Cholesterinspiegel. Mittlerweile gibt es viele Alternativen zu Kuhmilch, beispielsweise Hafer-, Reis- oder Sojamilch. Auch für andere Produkte gibt es mittlerweile fast überall Ersatzprodukte. Nutze die sechs Wochen doch einfach, um dich durch die Alternativen zu testen. Vielleicht bleibt ja die ein oder andere Option auch nach Ostern bei dir hängen.

Es gibt auch sehr viele Rezepte und Tipps, wie du deine persönliche Fastenzeit lecker und abwechslungsreich machen kannst.

Viele Veganer sind mit Vorurteilen konfrontiert, die aber so gar nicht stimmen. Hier räumen wir mit fünf Vorurteilen gegen Veganer auf.

#7 Rauchen

Rauchen zieht bekanntlich viele negative Aspekte mit sich. Es erhöht das Risiko für Lungenkrebs, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes. Aber vor allem haben Raucher eine geringere Lebenserwartung. So ist diese bei lebenslangen Rauchern im Durchschnitt 10 Jahre kürzer als bei Nichtrauchern. Deshalb schütz dich selber und verzichte in der Fastenzeit auf Zigaretten. Und wenn du es erstmal sechs Wochen geschafft hast, vielleicht bleibst du direkt dabei und verzichtest komplett darauf.

#8 Plastikfasten

Seit einigen Jahren gibt es jetzt Plastik-Fasten. Dabei verzichtest du ganz bewusst in der Fastenzeit auf alles, was in Plastik eingepackt ist. Hierzu ein paar Beispiele: kaufe Joghurt und Sahne im Glas statt im Plastikbecher, Käse und Wurst bei der Frischetheke und Gemüse bei einem Händler oder am Wochenmarkt. Nimm zum Einkaufen einen Baumwollbeutel mit. Auch Drogerieprodukte gibt es Produkte plastikfrei. Und keine Angst, wenn du es am Anfang nicht perfekt hinbekommst. Gerade beim Verzicht auf Plasik machen kleine Veränderungen viel aus.

 

#9 Fahrrad statt Auto

Probier doch einfach mal aus, mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Damit tust du nicht nur was für die Umwelt, sondern auch was für deine Gesundheit. Wenn du zu faul bist oder der Weg zur Arbeit zu lang ist, leg dir doch einfach ein E-Bike zu. Außerdem sparst du dir das Geld für den überteuerten Sprit.


Du siehst also, es gibt viele verschiedene Dinge, auf die du während der Fastenzeit verzichten kannst. Wichtig ist vor allem, dass du dich wohlfühlst, denn gerade Lebensmittelfasten kann schädlich sein. Wenn du schwanger, krank, untergewichtig oder noch im Wachstum bist, solltest du vorsichtig sein.

 

Autor: 
lk
_self

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