Filmfestivals trotzen Corona: Mehr Zuschauer dank Pornhub?

Die Filmtheater sind zu, deshalb verlagern aktuell einige Filmfestivals und ihre Verleiher ins Netz. Und das mit erstaunlichem Erfolg...

Die Kinos sind geschlossen, jegliche Dreharbeiten wurden gestoppt, Film-Festivals sind abgesagt - und das weltweit. Viele Film-Festivals entscheiden sich daher immer mehr und mehr für Online-Editionen ihrer Events und der Zuspruch ist immens. Das Dok.Fest München beispielsweise verlegte sein Festival ins World Wide Web und startete wie geplant am 6. Mai mit dem Festival, nur halt online.

 

4,50 € kostete der Zugang zu einem Film, die Hälfte des regulären Preises. Für den Festivalpass, der 121 Filme verfügbar machte, mussten 50 € bezahlt werden. Das Ergebnis? Das Festival knackte einen neuen Zuschauerrekord. Nachdem 2019 noch 52.400 Menschen teilnahmen, waren es dieses Jahr stolze 75.000 Teilnehmer.

 

Bei anderen Online-Festivals konnte ebenfalls ein Zuschauerzuwachs beobachtet werden. Das Filmfestival Oldenburg könnte im Herbst für ordenlich Schlagzeilen sorgen, denn der Betreiber der kanadischen Pornowebsite Pornhub (mehr als 36 Milliarden Aufrufe pro Jahr) bot dem Festival-Leiter Torsten Neumann an, das Filmprogramm auf die Plattform zu stellen. Die beiden Parteien befinden sich aktuell in Gesprächen. Zwar würde das kein Geld bringen, aber dafür wäre eine weite Verbreitung der Inhalte problemlos möglich. Spätestens im Herbst werden wir sehen, ob es zu einer großen Kollaboration zwischen einem Filmfestival und einer Pornowebsite gekommen ist.

 

Autor: 
jk
_self

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