Geister im Kampf gegen Corona?

Geister im Kampf gegen Corona? Geschieht aktuell in einem indonesischen Dorf...

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Das indonesische Dorf Kepuh wird hierzulande wohl kaum einer kennen, doch trotzdem ist es aktuell Gesprächsthema - und das auf eine sehr skurille Art und Weise. Da die Corona-Krise auch in Indonesien Einzug hält, sind die Einwohner dazu angehalten, ihre Häuser nicht zu verlassen. Einige freiwillige Bewohner des Dorfes haben sich nun als Geister verkleidet und patroullieren durch die Straße - und erhoffen sich mit dieser Methode, dass die Menschen auch zuhause bleiben.

 

Anfangs funktionierte das überhaupt nicht, viele Einwohner kamen aus ihren Häusern heraus, um die "Geister" zu bewundern und zu fotografieren. Doch mittlerweile scheint sich die Situation tatsächlich gebessert zu haben. Ob die "Geister" wirklichen Einfluss auf die Krise hatten, das darf natürlich bezweifelt werden. Allerdings sagte Einwohner Karno Supadmo gegenüber Reuters: "Seit dem Erscheinen der Patrouillen haben Eltern und Kinder ihre Häuser nicht mehr verlassen."

 

Die gespenstischen Figuren, die auch als "Pocong" bekannt sind, kleiden sich traditionell in weissen Leinentüchern und schminken sich mit weissem Puder und kohlenumrandeten Augen. In der indonesischen Volkskunde repräsentieren die "Pocongs" die gefangenen Seelen der Toten. Bisher sind in Indonesien 373 Menschen in Folge des Coronavirus gestorben.

 

Autor: 
jk
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