Geld sparen durch Kfz-Versicherungswechsel

Der 30. November und der 24. Dezember haben auf den ersten Blick nur reichlich weniger miteinander gemein. Aber: Bei beiden Terminen handelt es sich um Fixtermine, die zumindest dem Großteil der Bevölkerung absolut geläufig sind.

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Am 24. Dezember wird Weihnachten gefeiert und es gibt Geschenke. Zum 30. November können sich hingegen all jene selbst ein Geschenk machen, die im Vorfeld den Versicherungscheck durchgeführt haben, denn: Der Stichtag für die Kündigung der Kfz-Versicherung ist in den meisten Fällen der 30. November. Bis dahin gilt es Tarife zu vergleichen, um ggf. durch einen Wechsel des Anbieters Geld sparen zu können.

 

Alle Jahre wieder ist die Typklasse ein spannender Faktor

Nicht minder spannend als der Kfz-Versicherungswechsel, der bares Geld sparen könnte, ist alle Jahre wieder auch der Blick auf die Typklasse. Dass sich etwas ändert, verrät der GDV direkt auf der dafür eingerichteten Themenseite. "Neue Typklassen für elf Millionen Autofahrer", heißt es dort. Wer Marke und Modell oder alternativ die HSN/TSN-Nummernkombination zur Hand hat, kann direkt eine Online-Abfrage starten, um herauszufinden, ob die Typklasse die Versicherung günstiger oder teurer werden lässt. Wer sich hingegen vor dem Kauf eines neuen Fahrzeugs über die Typklasse informieren möchte, der wird voraussichtlich einen Blick auf die Spitzenreiter des Typklassen-Rankings werfen.

 

  • Die Gewinner im Typklassen-Ranking, also die Fahrzeuge, die eine besonders niedrige Typklasseneinstufung haben, sind der Citroen C2 1.4, der Fiat 500 0.9, der Smart Fortwo Cabrio 0.9, der Opel Corsa-D 1.4, der Renault Twingo 1.2 und der Skoda Citigo 1.0.
  • Besonders teuer sind hingegen diese Fahrzeuge mit einer sehr hohen Typklassen-Einstufung: der Porsche Cayenne Turbo 4.0, der Jaguar F-Type Roadster 3.0, der Ford Mustang 5.0, der BMW X6 xDrive 40D, der Audi A8 50 TDI Quattro und der Tesla Model S Allrad.
  • Deutlich besser als im Vorjahr kommen diese Fahrzeuge mit Blick auf ihre Typklasse weg: der VW Tiguan 2.0 TSI 4Motion, der Mercedes GLA 180, der Seat Ateca 1.4 TSI, der Honda HR-V 1.5, der BMW 220i Active Tourer und der Toyota Verso 1.6.
  • Mit Blick auf das Vorjahr schlecht eingestuft wurden diese Fahrzeuge: der Renault Kadjar 1.2, der Kia Niro 1.6 Hybrid, der Audi Q7 3.0 TDI, der BMW X4 xDrive 20D, der Mercedes GLE 350 D 4 Matic und der Toyota RAV4 Hybrid 2.5.

 

Die Typklasse ist eine feste Größe. Individuelle Parameter lassen sich hingegen variieren

Mit Blick auf die Typklasse ihres Fahrzeugs können Fahrzeughalter nur abwarten und anschließend die jeweilige Einstufung akzeptieren. Anders ist das bei diesen Faktoren. Wer zum 30. November seine Kfz-Versicherung kündigen möchte, sollte mit Blick auf diese Parameter nach einem neuen Versicherungsanbieter suchen.

 

Mit den Angaben zum Fahrer Geld sparen

Es gibt einige simple Faustregeln zum Thema Fahrerangabe: Vor allem junge Fahrer (Führerscheinneulinge) und ältere Fahrer (Ü55) treiben den Preis der Kfz-Versicherung enorm in die Höhe. Was teuer in diesem Fall bedeutet, zeigt dieser Vergleich: Zwischen einem 55- und einem 65-jährigen Fahrer liegen elf Prozent mehr an Versicherungsbeiträgen. Der Vergleich eines 55- und eines 75-jährigen Versicherungsnehmers fällt noch deutlicher aus: Der 75-Jährige muss im Schnitt über 50 Prozent mehr an Versicherungsbeiträgen bezahlen. Einen Ausweg gibt es für die älteren Fahrer in der Praxis nicht.

 

Eine Option, um nachträglich den Preis der Kfz-Versicherung zu drücken, gibt es hingegen schon - allerdings eher für die jüngeren Fahrer: Wer um die 30 ist, kann einen Vertrag wählen, bei dem nachträgliche Rabatte möglich sind, wenn nichts passiert ist bzw. ein besonders sicherer Fahrstil nachgewiesen werden konnte. Ein weiterer Faktor rund ums Thema Fahrerkreis ist übrigens nicht nur das Alter der Fahrer, sondern auch der Fahrerkreis per se. Die günstigste Versicherungsvariante ist die Einschränkung auf den Partner. Am teuersten wird es, wenn ein selbst fahrendes Kind ohne Fahrpraxis eingetragen werden muss.

 

Vollkasko oder Teilkasko. Entscheidend sind Fahrzeugwert und finanzielle Situation

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist der Pflichtteil der Kfz-Versicherung. Ohne diese darf ein Fahrzeug gar nicht erst auf die Straße. Beide Kaskovarianten sind hingegen die optionalen Bestandteile der Versicherung, die vor allem in punkto Beitragszahlung einen großen Unterschied bedeuten.

 

Grundsätzlich gilt: Eine Vollkaskoversicherung ist für einen Neuwagen sinnvoll und auch dann, wenn es dem Fahrzeughalter nicht möglich wäre, einen neuen fahrbaren Untersatz zu erwerben, wenn sein eigenes Fahrzeug selbstverschuldet unbrauchbar würde. Die Teilkasko-Versicherung ist dann die beste Wahl, wenn das Fahrzeug mit den Jahren an Wert verliert und zumindest so viel Angespartes auf der Seite ist, um sich - im Falle eines selbstverschuldeten Totalausfalls - einen neuen Wagen anschaffen zu können. In beiden Fällen kann die sogenannte Selbstbeteiligung die Versicherungsbeiträge verringern. Die Empfehlung von Kfz-Spezialisten lautet: 150 Euro Selbstbeteiligung bei der Teilkasko-Variante und 300 Euro Selbstbeteiligung bei der Vollkasko-Variante reduzieren die Beiträge erheblich.

 

Weitere Vergleichsfaktoren mit mehr oder weniger Einfluss auf den Versicherungsbeitrag

Die jährliche Fahrleistung, die Frequenz der Beitragszahlungen sowie eine etwaige Werkstattbindung können Einfluss auf die Versicherungsbeiträge haben. Als Anhaltspunkte sollen diese Werte dienen: Zwischen einer Fahrleistung von 10.000 und 15.000 Kilometern liegen im Schnitt etwa sieben Prozent an Versicherungsbeiträgen. In punkto Beitragszahlung ist die jährliche Bezahlweise zwischen vier und neun Prozent günstiger als kleinere Raten übers Jahr verteilt. Und auch die Werkstattbindung schlägt positiv zu Buche: Zehn bis 19 Prozent Nachlass können diejenigen einstreichen, die sich an eine Werkstatt binden, die die Versicherung vorgibt. Der gewöhnliche Abstellort des Fahrzeugs und die Art des Treibstoffs haben hingegen kaum einen Einfluss auf die Versicherungsbeiträge.

 

Autor: 
ENERGY Media
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