Ich bin dann mal weg - einmal die Welt entdecken

Nach dem Abi raus, zwischen Bachelor und Master die Welt erkunden oder einfach das Flugticket buchen und, auch wenn es ein sehr drastisches Mittel ist, den Job kündigen - es gibt großartige Möglichkeiten, die Welt zu entdecken und mal was anderes zu sehen. Wir zeigen dir die schönsten Ziele für Langzeitreisen und klären, welche Möglichkeiten es vor Ort gibt. Außerdem natürlich die große Frage: Ist das wirklich immer eine gute Idee?

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Der Trip ins Ausland ist das neue Praktikum. Statt zuhause erstmals Berufsluft zu schnuppern, kann genauso gut in einem exotischen Land gejobbt werden. Ganz nebenbei werden so auch noch die Sprachkenntnisse trainiert. Auch unter jenen, die bereits mitten im Arbeitsleben stehen findet eine solche Auszeit auf Zeit immer mehr Anhänger. Traumziele gibt es dafür mehr als genug.

 

Trend: Auslandszeit

 

Zu Zeiten der gnadenlosen Selbstoptimierung gibt es eigentlich nichts Schöneres als neue Erfahrungen bei einer Reise zu sammeln. Andere Kulturen zu entdecken und neue Länder kennenzulernen wirken sich immer auch auf die eigene Entwicklung aus. Noch nie war Reisen so einfach wie heute und auch deshalb versuchen immer mehr Menschen ihren Horizont auf diese Weise zu erweitern.

 

Eine Studie im Auftrag von Wimdu, die vom Meinungsforschungsinstitut Fittkau & Maaß erarbeitet wurde, zeigte, dass Frauen dabei am liebsten eine richtige Weltreise mit vielen verschiedenen Stationen machen wollen. Männer hingegen suchen sich für die Auszeit lieber wenige Ziele aus. Die USA und Kanada stehen bei ihnen dabei ganz oben auf der Liste. Früher eher noch eine Ausnahme, wollen heute rund 43 Prozent der Deutschen gerne für Länger raus aus dem Alltag.

 

Warum ist das so beliebt?

Ob vor dem Studium, zwischendrin, nach dem Examen oder auch als Sabbatical oder Gap Year - der verlängerte Urlaub liegt im Trend: als Verschnaufpause oder Erholung vom stressigen Alltag, der Neugierde auf fremde Länder oder ganz einfach um dem Fernweh nachzugeben.
 

Einige der Befragten wollen durch die Reise ganz gezielt Sprachkenntnisse verbessern oder sich beruflich weiterbilden. Oftmals ist der Wunsch nach einer Veränderung im Leben, eine Unzufriedenheit mit dem Job oder der privaten Situation der Grund, länger in die Ferne schweifen zu wollen.

 

Beim normalen Jahresurlaub, wenn im Schnitt nur drei oder maximal vier Wochen am Stück freigenommen werden kann, ist die Zeit oft knapp, um sein Traumziel wirklich kennenzulernen. Wer Land und Leute einmal richtig kennenlernen will, braucht länger um so richtig in die Kultur eintauchen zu können.

 

Beweggründe für ein Sabbatical

Was gibt es für Möglichkeiten?

Um die längere Reise finanzieren zu können, gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten. Auf ein wenig Erspartes zurückgreifen zu können, ist dabei allerdings nie schlecht. Ein Teil der Kosten kann unterwegs beispielsweise durch das Modell Work and Travel gedeckt werden. Für eine gewisse Zeit wird dann am Zielort gearbeitet. Daneben bleibt jedoch genügend Zeit, Land und Leute kennenzulernen.

 

Auch wenn die Lebenshaltungskosten in einigen Ländern günstiger sind, kostet Reisen Geld. Inzwischen haben sich aber verschiedene Modelle etabliert, wie sich ein Sabbatjahr trotzdem finanzieren lässt:

 

- Arbeitszeitkonto: Hier können Überstunden über einen längeren Zeitraum angespart werden. Nach Absprache mit dem Chef wird mit diesem "Guthaben" dann die Auszeit überbrückt, wobei weiterhin das Gehalt weiterbezahlt wird.

 

- Lohnverzicht / Teilzeitmodell: Dabei wird zunächst im regulären Umfang weitergearbeitet, jedoch auf einen Teil des Gehalts verzichtet. Der nicht ausbezahlte Lohn dient dann zur Finanzierung des Sabbaticals.

 

Wer selbst genügend Geld zurückgelegt hat, um einen größeren Zeitraum überbrücken zu können, kann mit dem Arbeitgeber auch eine Unterbrechung auf Zeit vereinbaren, in dem das Gehalt ausgesetzt wird.

 

trouble-shooting

 

Soweit die Theorie. Obwohl sich fast die Hälfte der Deutschen eine längere Auszeit wünscht, ist die Zahl derer, die das Ganze dann tatsächlich durchziehen immer noch deutlich geringer. Dafür gibt es verschieden Gründe.

 

Der Mythos der "Lücke im Lebenslauf"

Einige, die ihre Karriere noch vor sich haben, überlegen sich oft, ob sich die Weltreise denn überhaupt so gut macht in ihrem Lebenslauf. Da heute allerdings bei Bewerbern die sogenannten Soft-Skills einen viel höheren Stellenwert haben als früher, ist diese Sorge meist unbegründet. Auch wenn im Ausland nicht gearbeitet wird, tragen die Erfahrungen, die unterwegs gemacht werden immer zur persönlichen Weiterentwicklung bei. Und der Joker mit den Sprachkenntnissen zieht in der Regel auch noch.

 

Andere fürchten hingegen, nach dem langen Urlaub nicht mehr so einfach in den Alltag und das frühere Arbeitsleben zurückzufinden. Dies ist tatsächlich berechtigt, denn einmal den Duft der Freiheit geschnuppert, wollen viele auch danach am liebsten kürzertreten. Hier hilft es, auch während der Auszeit Kontakt zum Arbeitgeber zu halten und sich etwa über neue Entwicklungen in der Branche auf dem Laufenden zu halten. Dann klappt auch der Wiedereinstieg meist leichter.

 

Welt entdecken © Fotolia / Miki Studio

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Warum Auslandsreisen mehr wert sind als ein Praktikum

Je nachdem wie die Zeit während der Reise genutzt wird, ist dies in einigen Fällen heute sogar sinnvoller, als ein Praktikum im Inland zu absolvieren. Einerseits kann ja auch bei dem Trip ins Ausland gearbeitet werden. Auch wenn beim Work and Travel nicht in erster Linie die Berufserfahrung im Mittelpunkt steht, schätzen viele Personalbüros die anderen Vorteile, die eine solche Reise mit sich bringt. Junge Menschen sind hier oft das erste Mal so richtig auf sich alleine gestellt und lernen Verantwortung zu übernehmen und mit kritischen Situationen umzugehen. Dies sind Fähigkeiten, die später im Berufsleben sehr wichtig sein können.

 

Die guten Zeitpunkte

Wer auf den perfekten Zeitpunkt für die Traumreise wartet, wird den Absprung wohl nie schaffen. Fakt ist aber, dass vor allem nach einem Abschluss, vor dem Einstieg ins richtige Berufsleben oder auch zwischen zwei Jobs eine längere Auszeit gut hineinpasst. Wer noch jung und ungebunden ist, tut sich meist leichter, sich für einige Zeit von Freunden oder der Familie zu trennen. Das WG‑Zimmer lässt sich schnell zwischenvermieten und ein Aushilfsjob ist auch leichter gekündigt als dies später bei einer sicheren Arbeitsstelle der Fall wäre.

 

Ein Auslandsjahr ist auch zur Orientierung gut geeignet, um sich über seine Wünsche und Ziele besser klar zu werden. Ohne Druck können dann verschiedene Dinge ausprobiert werden und oft ergibt sich ganz von selbst plötzlich das richtige für die Zukunft.

 

Wer bereits selbst eine Familie hat und Verantwortung auch im Job trägt, muss hingegen ein Sabbatical langfristig und wohlüberlegt planen. Aber auch dann gibt es keine größere Motivation als den Wunsch nach Veränderung oder wenn etwa ein Burn-Out droht.

 

die länder

 

Die längere Auszeit ist natürlich bestens geeignet um vor allem Reiseziele zu erkunden, die weiter weg liegen. Wenn alleine die Anreise schon mehr als einen Tag beansprucht, fällt dies dann insgesamt nicht mehr so stark ins Gewicht. Viele nutzen die Zeit auch um mehrere Länder kennenzulernen oder gleich eine ganze Weltreise zu unternehmen.

Für jene, die sich für ein Work and Travel Jahr entschieden haben, sind manche Länder wie Australien, Neuseeland, die USA oder Kanada sozusagen zu "Klassikern" geworden. Dort gibt es dafür besonders viele unterschiedliche Angebote und ein gut ausgebautes Netzwerk. Dennoch lässt sich inzwischen für alle denkbaren Destinationen der Welt etwas Entsprechendes finden.

 

Es muss aber auch nicht unbedingt ans andere Ende der Welt gehen. Warum nicht einfach auch mal Europa bis in den letzten Winkel erkunden? Wir haben verschiedene Ziele für dich ausgesucht und die besten Möglichkeiten vor Ort zusammengetragen:

Milford Sound in Neuseeland

Der Milford Sound in Neuseeland © Fotolia / A. Karnholz

Neuseeland

Neben Australien ist dies eines der beliebtesten Ziele für eine Auszeit. Die exotische und unglaublich vielfältige Natur auf den zwei Hauptinseln bietet ein riesiges Entdeckungspotential.

 

Work and Travel: Die Landwirtschaft hat in Neuseeland den größten Anteil am Gesamtumsatz der Wirtschaft. Deshalb ist hier das Modell des WOOFINGs - dem Arbeiten auf ökologischen Farmen - besonders verbreitet. Es bieten sich beispielsweise ganz den Klischees über Neuseeland entsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten auf einer Schaffarm oder beim Anbau von Kiwifrüchten. Alternativ können auch einmal längs über die Inseln die unterschiedlichen Anbaugebiete kennengelernt werden, die das Weinland Neuseeland prägen. Insgesamt 14 sind auf der Nord- und Südinsel verteilt zu finden. Im bekanntesten Gebiet Marlborough wird keinesfalls Tabak, sondern überwiegend Sauvignon Blanc angebaut. Bei einem längeren Aufenthalt ist es möglich, auf diese Weise auch in die Kulinarik des Landes einzutauchen. Die Weinkultur ist dabei noch gar nicht so lange verbreitet. Das Getränk darf dort erst seit 1990 offiziell in Supermärkten verkauft werden. Im Rahmen des Work and Travel ist dann Insel- und Farmhopping angesagt. So kann nach und nach das ganze Land erkundet werden.
 

Reisen: Egal ob die Küste entlang oder durchs bergige Hinterland - Für Individualtouristen oder Backpacker ist Neuseeland einfach ein Paradies. Hier kommen vor allem Naturfans voll auf ihre Kosten. Aber auch die uralte Maori-Kultur trägt zur Faszination der bunten Inselwelt bei.

 

Thailand

Die üblichen Touristen konzentrieren sich im Land des Lächelns meist auf die wenigen Hochburgen und bekannten Zentren. Das riesige faszinierende Land hat aber vor allem abseits der Traumstrände noch so viel mehr zu bieten.

Work and Travel: Es gibt zahlreiche Non-Profit Organisationen, die hier Mitarbeit an Projekten aller Art anbieten. Vom Volunteer im Umweltschutz oder in einem Wildlife-Park, Freiwilligenarbeit in Schulen oder in sozialen Projekten oder auch einem Praktikum im Tourismusbereich ist alles möglich. Wer tiefer in die buddhistische Lebensart eintauchen möchte, kann beispielsweise in der nördlichen Kulturmetropole Chiang Mai mit Mönchen arbeiten oder Kinder im Kloster unterrichten. In der Regel sind die Unterbringungsmöglichkeiten dabei direkt bei einer einheimischen Familie oder zusammen mit Mitstreitern in der jeweiligen Einrichtung.

 

Reisen: Die kulturelle Vielfalt lässt sich beim Trekking oder Reisen quer durch das Land entdecken. Verschiedene Nationalparks zeigen die atemberaubende Landschaft und Natur. Daneben sind einfach überall berühmte historische Kulturstätten und Tempelanlagen zu finden.

Ein Tempel in Chiang Mai, Thailand

Ein Tempel in Chiang Mai, Thailand © pixabay / Mariamichelle, CC0 Public Domain

Kanada

Ebenfalls ein Klassiker unter den Sehnsuchtsländern der Deutschen. Zumeist ist es die wilde, unendliche Natur, die immer wieder neue Menschen auf den nördlichen Teil des amerikanischen Kontinents lockt.

 

Work and Travel: YMP Working Holiday heißt das Modell dort. Die Visabestimmungen erlauben Arbeitsaufenthalte bis zu einem Jahr. Auch hier sind besonders viele Beschäftigungsmöglichkeiten in Naturparks oder auf Ranches und Farmen zu finden. Genau das Richtige für alle, die die unendlichen Weiten der kanadischen Wildnis für längere Zeit erkunden möchten. Zu einer typischen Farm in Kanada gehört ein wenig Cowboyfeeling ganz automatisch mit dazu. Viehherden werden hier häufig noch zu Pferd dirigiert. Wer diese Tiere ohnehin liebt, findet seinen Traumjob möglicherweise direkt auf einer Pferderanch. Und im Winter gehören Fahrten mit dem Hundeschlitten oder dem Schneemobil oftmals auch zum Alltag.

 

Reisen: Durch die zwei gleichberechtigten Amtssprachen Englisch und Französisch bietet sich das Land vor allem auch für eine Sprachreise an. Sowohl die englische, als auch die französische Kultur haben dabei spezielle Eigenheiten, welche charakteristisch für das weltoffene Land geworden sind.

 

Peru

In Peru hingegen ist Spanisch angesagt. Das lateinamerikanische Land hat ebenfalls eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt zu bieten. Darüber hinaus haben auch hier die uralte Kultur der Inka und der Quechua sehenswerte Spuren hinterlassen. Verschiedene Kultstätten sind über alle Regionen verteilt.

Der Machu Picchu in Peru

Der Machu Picchu in Peru © Fotolia / davidionut

Work and Travel: Hier ist in der Regel nicht mal eine Arbeitserlaubnis erforderlich. Die meisten Angebote gibt es im sozialen Bereich. Neben der Hauptstadt Lima ist Cusco in den Anden als alte Universitätsstadt sehr interessant. Hier bieten sich zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung. Wer sich für Archäologie interessiert, kann auch bei einem der verschiedenen Projekte zum Erhalt der historischen Stätten mitarbeiten. So lässt sich die uralte Kultur hautnah kennenlernen. Achtung beim Beantragen des Visums: Für Freiwilligenarbeit genügt ein Touristenvisum, wer Work and Travel macht, benötigt für einen Aufenthalt, der länger als 183 Tage dauert, ein Arbeitsvisum.

 

Reisen: Ein Besuch des Regenwalds oder ein Trip durch das Hochland der Anden sind für Peru-Reisende Pflicht. Darüber hinaus gibt es auch hier einige sehenswerte Schutzgebiete und Naturreservate. Wer auf eigene Faust reist, kommt abseits der größeren Zentren mit etwas Spanischkenntnissen gut zurecht.

 

Südafrika

Wirtschaftlich gehört dieses Land zu den am weitesten Entwickelten auf dem afrikanischen Kontinent. Die Lage am Kap und die moderaten klimatischen Bedingungen machen es zu einem beliebten Reiseziel. Trotz der europäischen Anmutung gelingt hier der Einstieg zur afrikanischen Kultur am leichtesten, denn auch sie ist überall präsent.

 

Work and Travel: Freiwilligenarbeit ist auch hier vor allem im sozialen Beriech oder in verschiedenen Natur- und Tierschutzprojekten möglich. Wer die sogenannten Big Five - Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard - einmal näher kennenlernen möchte, findet in den Naturparks verschiedene Jobangebote. Hierbei wird mit den jeweiligen Parkrangern zusammengearbeitet und beispielsweise für die Sicherheit der Tiere gesorgt.

Exotische Tierwelt in Südafrikas Nationalparks

Exotische Tierwelt in Südafrikas Nationalparks © Fotolia / pyty

Durch die gute wirtschaftliche Lage lassen sich in Südafrika auch in einigen Bereichen interessante Praktikumsplätze finden. Die Tourismus- und Gastronomiebranche befindet sich seit einiger Zeit im Wachstum. Wer mag, kann auch hier auf einem Weingut anheuern, denn die edlen Tropfen gehören ebenfalls zu den Exportschlagern des Landes.

 

Reisen: Die besondere Flora und Fauna des Landes lässt sich am besten in den zahlreichen Naturschutzparks entdecken. Kaum eine Region bietet eine ähnliche Artenvielfalt. Südafrika zählt zudem als Ursprungsland der Schutzreservate. Seit über hundert Jahren werden hier bereits riesige Landstriche und die wilden Tierarten in besonderer Weise gepflegt.

Sansibar

Ebenfalls in Afrika gelegen zählt Sansibar eher noch zu den exotischeren Zielen und ist eine Insel. Eigentlich zählt der halbautonome Staat zu Tansania, was an der Ostküste liegt. Die Region ist vor allem durch den Anbau von Gewürzen bekannt geworden.

Work and Travel: Hier ist statt der bezahlten Arbeit wie in einigen anderen Ländern eher das Modell des Volunteering verbreitet. Tätigkeiten finden sich auch hier vor allem im sozialen Bereich. Da der Tourismus zu der am stärksten wachsenden Branche zählt, sind auch Praktika in Hotels oder bei Reiseunternehmen möglich. Durch die Insellage lässt sich mit etwas Glück ein Platz in einem Meeresschutzprogramm ergattern. Verschiedene Umweltorganisatoren sind in der Region aktiv, um die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu gestalten und auch die Bevölkerung zu sensibilisieren. Hier bieten sich ebenfalls verschiedene Jobmöglichkeiten.

Einheimischer Fischer auf Sansibar

Einheimischer Fischer auf Sansibar © Fotolia / kasto

Reisen: Die Gewürzinsel selbst wird vielen als einzelnes Reiseland oftmals zu klein. Da sie nur rund 30 Kilometer vor der Küste liegt, ist die Kombination mit Tansania oder anderen afrikanischen Staaten keine Seltenheit. Durch die Vermischung verschiedener Ethnien gilt die Region trotz der überwiegend muslimischen Bevölkerung als sehr aufgeschlossen. Zudem gilt das Land als sehr sicher.

 

Island

Unser letzter Vorschlag liegt gar nicht mal so weit entfernt. Bei der Insel, die nicht größer ist als Süddeutschland, müssen bezüglich der Exotik jedoch keine Abstriche gemacht werden. Wer das Land mit dem Auto umrundet, findet sich im Stundentakt in völlig neuen Landschaftsbildern wieder.

Work and Travel: Auch hier sind die meisten Jobs im landwirtschaftlichen Bereich oder im Tourismus zu finden. Hühner-, Schaf- oder Milchviehfarmen sind über das ganze Land verteilt. Abseits der wirtschaftlichen Metropole Reykjavik kann so das Leben und die Abgeschiedenheit in der Natur zusammen mit der einzigartigen Kultur kennengelernt werden. Verschiedene Reiseanbieter suchen immer wieder Personal, um die Reisegruppen in der jeweiligen Landessprache betreuen zu können. Dabei ist es möglich, selbst kreuz und quer über die Insel zu reisen und gleichzeitig noch Geld zu verdienen.

Wasserfall auf Island

Wasserfall auf Island © pixabay / tpsdave, CC0 Piblic Domain

Reisen: Die atemberaubende Natur zieht jedes Jahr mehr Touristen in das winzige Land. Feuer und Eis prägen die Landschaft bis heute und sorgen für einen spannenden Kontrast. Kilometerweite Sandwüsten wechseln sich mit Gletschermoränen und wunderschönen Wasserfällen ab. Selbst wenn Schnee liegt, kann im Hochland draußen in den heißen Quellen gebadet werden.

 

der weg ist das ziel

 

Es macht Sinn, sich vor dem Trip einen Plan zu machen, welche Sehenswürdigkeiten besucht werden sollen und wie die grobe Reiseroute aussieht. Für den Anfang kann auch schon eine Unterkunft gebucht werden. Dennoch ergeben sich vor Ort meist ganz eigene Wege. Wer sich auf die Kultur einlassen will, sollte ganz nach Gefühl auch mal länger bleiben, wenn es einem gut gefällt oder Tipps von anderen Reisenden annehmen. Dabei lassen sich meist die spannendsten Entdeckungen machen.

 

Jobmöglichkeiten über jegliche Grenzen hinaus

Für bestimmte Berufe bietet das Reisen besondere Möglichkeiten auch unterwegs zu arbeiten. Einige, die überwiegend am Computer arbeiten haben inzwischen ihren festen Wohnsitz aufgegeben und ziehen als digitale Nomaden umher. Alles was sie dafür brauchen, tragen sie im Rucksack oder Koffer mit sich. Vor Ort genügt dann meist eine funktionierende Internetverbindung.

 

Die Freelancer können sich ihre Arbeitszeiten dabei meist sehr frei einteilen und finden zwischendrin genügend Zeit um das jeweilige Land zu entdecken. Günstig sind dafür zudem Länder, in denen die Lebenshaltungskosten ohnehin niedriger sind, als in Europa.

 

Digital Nomad

© Fotolia / photoschmidt

 

Warum eine Auslandsreise wirklich zielführend ist

Reisen, vor allem über einen längeren Zeitraum, ist bestens geeignet, um wirklich einmal richtigen Abstand vom Alltagsstress zu bekommen. "Den meisten Menschen geht es vor allem darum, mal etwas anderes zu machen und Orte kennen zu lernen, die sie sonst nie so intensiv sehen würden", sagt Arbeitszeitberater Dr. Andreas Hoff. Seiner Meinung nach ist eine Auslandsreise ein gutes Mittel um beispielsweise Burn Out zu bekämpfen.

 

Auch Stars wie Ed Sheeran oder Justin Bieber nehmen sich eine Auszeit, um sich vom Dauerstress zu erholen. Ed Sheeran ist dafür ebenfalls für ein Jahr mit seiner Freundin um die Welt gereist und hat auf diese Weise neue Inspirationen gesammelt, die er im nächsten Album verarbeiten konnte.

 

Jeder, der ein anderes Land bereist, kommt mit einer Fülle neuer Eindrücke zurück, welche die persönliche Entwicklung noch nachhaltig voranbringen können. Das Interesse für neue Kulturen ist dabei immer eine Bereicherung für die eigene Sichtweise. Wer sich darauf einlässt wird sicher bald wieder vom Fernweh gepackt.

 

Autor: 
ENERGY Media
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