Im Winter mobil bleiben - So kann das Fahrrad auch weiterhin im Einsatz bleiben

Langsam aber sicher kommt der Winter näher, die Temperaturen werden wieder kälter und das Wetter unfreundlicher. Was momentan noch Regen ist, kann sich in wenigen Wochen schon in den ersten Schnee verwandeln und gerade dann heißt es für Fahrradfahrer: Sind die Straßen überhaupt noch sicher oder sollte doch besser auf Bus und Bahn ausgewichen werden?

Grundsätzlich lässt sich zunächst feststellen, dass Radfahren im Winter zweifellos einige durchschlagende Vorteile hat, vor allem in Bezug auf die Gesundheit. Denn einerseits regt es den Kreislauf nun ganz besonders an und der ungeliebte Winterspeck hat bei der zusätzlichen Betätigung keine Chance. Andererseits sorgen die ungemütlichen Temperaturen aber auch nicht unbedingt dafür, dass der Ritt auf dem Fahrrad zur Freude wird und die widrigen Straßenverhältnisse tun ihr Übriges. Leidenschaftliche Fahrradfahrer müssen mit den richtigen Vorkehrungen aber auch in den kommenden Monaten nicht zwangsläufig auf ihr liebstes Fortbewegungsmittel verzichten, sofern sie über ein gutes und verlässliches Bike verfügen.

Bei kleinen Gebrechen oder aber wichtigen fehlenden Ersatz- oder Zusatzteilen sollten Fahrradfahrer sich vor dem nahenden Winter außerdem im Idealfall noch einmal sorgsam um ihr Rad kümmern, es auf Schäden untersuchen und gegebenenfalls die nötigen Materialen ordern. Dabei ist aber vor allem darauf zu achten, um was für ein Rad es sich handelt. Zum Beispiel Mountainbikes werden das Jahr über meist mehr beansprucht als herkömmliche Freizeiträder, so dass in diesem Fall Experten wie Bikeunit hier die passenderen Utensilien zur Verfügung stellen, gerade auch im Hinblick auf spezielle Helme, Schlösser oder Ersatzgestelle. Ist das Rad hingegen gut in Schuss und abfahrbereit, so gilt es dennoch, einige Ratschläge zu bedenken, die wir dir in der Tabelle aufzeigen:

Das ist im Winter mit dem Fahrrad zu beachten

Einige Ratschläge von Experten:

Auch der ADAC, die Deutsche Verkehrswacht oder der Bund Deutscher Radfahrer beschäftigen sich Jahr für Jahr aufs Neue mit den wichtigsten Fragen rund um das Thema „Radfahren im Winter“, um so das Sturz- und Unfallrisiko möglichst gering zu halten. So empfiehlt Andreas Götz vom BDR beispielsweise, dass am besten vor jedem Fahrtantritt zunächst der Untergrund ausreichend begutachtet werden sollte, denn bei gewissen Widrigkeiten sollte das Fahrrad tatsächlich besser daheim bleiben.

"Jeder sollte morgens vor der Tür den Untergrund begutachten." Berufspendler müssten sich sicher sein, dass sie gefahrlos zur Arbeit kommen. "Bei stärkerem Schnee, überfrierender Nässe und Glatteis ist es meist vernünftiger, nicht mehr Fahrrad zu fahren."

 

- Sind Spikes eine sinnvolle Maßnahme?

Bei gefrorener Eisschicht auf dem Asphalt können auch Spikes nichts mehr ausrichten, lediglich bei Extrembedingungen mit viel Schnee sind sie eine sinnvolle Investition. Andererseits sind genau diese Wetterverhältnisse aber wirklich nur sehr geübten Fahrern zu empfehlen. Eine Alternative zu Spikes sind außerdem günstigere Winterreifen, die ein spezielles Profil nutzen.

 

Fahrradreifen

- Ist eine besondere Beleuchtung notwendig?

In der kalten Jahreszeit wird es bekanntlich schneller dunkler und das wiederum stellt für unbedachte Fahrradfahrer mitunter ein Risiko dar. Zwar ist es für Radfahrer auch jetzt keine Pflicht, weitere Schutzmaßnahmen zu nutzen, für eine sichere Fahrt im Winter heißt es jedoch „sehen und gesehen werden“. Aus diesem Grund sollte nicht nur die Lichtanlage tadellos funktionieren (hierbei handelt es sich übrigens tatsächlich um eine Regel des Straßenverkehrs - wer eine fehlende oder nicht funktionierende Beleuchtungsanlage am Fahrrad nutzt und kontrolliert wird, muss mit einem Bußgeld rechnen), sondern am besten auch Wert auf helle Kleidung und Reflektoren gelegt werden.

 

- Wie verhält es sich im Winter mit den Fahrradwegen?

Leider stellt sich immer wieder aufs Neue heraus, dass die Kommunen mehr schlecht als recht auf Winterradler eingestellt sind. Radfahrer klagen daher nicht selten über ungeräumte Fahrradwege, die das Vorankommen nochmals erschweren. Regelmäßig werden die Straßen und Gehwege dabei freigeräumt, während der Radweg von einem regelrechten Schneeberg überdeckt wird. Hier bleibt nur das Ausweichen auf die Straße, wodurch sich wiederum andere Risiken auftun. Am ehesten sollte auch hier der vorhergehende Rat beherzigt werden, also das Bemerkbarmachen auf der Straße durch Licht und helle Kleidung.

 

Interessant: In den Niederlanden könnten verschneite Fahrradwege schon bald der Vergangenheit angehören, ein entsprechendes Konzept für beheizte Fahrradwege wird bereits von den Bürgern und der Verwaltung der Stadt Zutphen diskutiert. In einem der wohl fahrradfahrerfreundlichsten Länder überhaupt sicherlich keine schlechte Idee. Weitere Details rund um das aktuelle Projekt sind unter globalmagazin.com zu finden.

 

Verschneites Fahrrad

Fahrradfahren macht glücklich?

Ein weiterer Pluspunkt für das Fahrradfahren im Winter: Offensichtlich scheint die Betätigung in der Kälte sogar glücklich zu machen, das behauptet zumindest eine Studie aus dem vergangenen Jahr. Genauer gesagt handelt es sich dabei allerdings vielmehr um eine Beobachtung, die die Raum- und Umweltplanerin Jutta Deffner am Institut für sozial-ökologische Forschung durchführte. Grund für die Begeisterung sei demnach unter anderem die Tatsache, dass der auto-überfüllte Verkehr gemieden wird und nicht auf die verspätungsaffinen öffentlichen Verkehrsmittel zurückgegriffen werden muss.

Andererseits liegt dies allerdings auch schlicht an der Fahrradkultur selbst, die sich in vielen Städten blühend entwickelt. Neben einer aufgeklärten Stadt- und Verkehrsplanung sind es auch die vielen kleinen Erfindungen, die für immer mehr Komfort, Spaß und Mobilität sorgen. Weitere Details zur Studie gibt es hier.

 

Autor: 
ENERGY Media
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