Krieg der Weihnachtsspots: Kleine Preise oder große Emotionen?

"Emotionale Spots zu Weihnachten berühren die Menschen schon seit Jahren". Mit diesen Worten beginnt der neue Werbefilm des Supermark-Discounter Lidl. Im Stil des Jokers wird der Werbemacher "Arnold" zum "Cringe" und möchte Weihnachten vernichten, weil ihm sein eigenes Lachen durch die Erstellung der traurigen Werbespots genommen wurde. Die Werbung hinterfragt den modernen Zeitgeist von Weihnachtswerbung auf eine parodistische Art und Weise und es stellt sich die Frage: Wofür sollen Weihnachtsspots stehen? Sind es Emotionen oder die kleinen Preise im Supermarkt?

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In der ersten Szene der Werbung, welche in typischer Filmtrailer-Manier gestaltet wurde, wird deutlich, mit wem sich LIDL anglegen möchte, um die Deutungshoheit für Weihnachtswerbesports zu gewinnen. Der dramaturgische Frontalangriff auf ALDI und EDEKA wird eingeleitet mit einer Szene, die zeigt, dass auch Kai Karotte und sein Nachfolger die Banane von ALDI und der EDEKA-Opa aus der Feder des jungen, emotional verwahrlosten Werbeautors "Arnold“ stammen. Die traurigen und emotionalen Werbungen lassen Arnold langsam von einem jungen, glücklichen Mann zu dem rachsüchtigen "Cringe" "mutieren", der den Festtagen den Krieg erklärt. Der "Cringe" ist eine Mischung aus dem "Joker" und dem "Grinch".

 

Emotionale WeihnachtsspotS sind kein Relikt aus der vergangenheit

Die EDEKA-Werbung aus dem Jahr 2015, welche von einem alten Herren handelt, der seinen Tod vortäuscht, um seine ganze Familie an einen Tisch zu bringen, wurde bis heute fast 70 Millionen Mal auf Youtube geklickt.

 

Der EDEKA-SPOT: #heimkommen 

 

 

Auch dieses Jahr veröffentlichte der Discounter PENNY einen hochsensiblen Werbespot für Weihnachten, den wir an dieser Stelle natürlich nicht Spoilern möchten. Der Clip von Penny wurde in weniger als einem Monat bereits fast 14 Millionen Mal auf Youtube aufgerufen. Emotionale Weihnachtsspots sind kein Relikt aus dem Jahr 2015 und haben immer noch eine große Publikumsreichweite.

 

Der Penny-Spot: "Der Wunsch"  PENNY Weihnachtswunder 2021

 

Durch ein sensibles Gespür und Feinfühligkeit, für die aktuellen Trends der Gegenwart, trifft die LIDL-Werbung genau deshalb mitten ins Herz zahlreicher Werbekampagnen großer Unternehmen und erfreut sich nach wenigen Tagen nach Veröffentlichung schon großer Beliebtheit auf Youtube. In drei Tagen wurde der Clip 3,5 Millionen Mal geschaut.

 

Große Emotionen oder kleine Preise?

"Diese traurigen Weihnachtsspots haben nicht mal was mit den Supermärkten zu tun. Die Geschichten spielen mit den Emotionen der Menschen und sollen von ihren Preisen ablenken", heißt es aus dem Mund von "Arthur". Aus diesem Grund muss der "Cringe" Weihnachten zerstören, damit die Supermarktketten nicht noch teurer werden.

 

Wer hätte das gedacht, Werbung soll mit Emotionen Kunden binden - dabei ist es egal ob auf die emotionale oder humorvolle Tränendrüse gedrückt wird. Zum Glück hackt manchmal eine Krähe der anderen doch ein Auge aus, sonst wäre uns dieses Werbe-Meisterwerk von LIDL entgangen, welches wir dir an dieser Stelle auch nicht mehr vorenthalten wollen.

 

Der LIDL-Spot: "Der Cringe | Dein Weihnachtsmarkt | Lidl lohnt sich"

 

Für alle, die eine noch höhere Dosis an Weihnachtsspots benötigen, für den haben wir hier unser Best-of aus den letzten Jahren!

 

 

 

 

Autor: 
lp
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