Minimalistisch leben

Es ist Zeit, sich von Unnötigem zu trennen!

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Minimalismus bedeutet, dass du dich bewusst auf ein Minimum beschränkst. Durch den Verzicht auf Überschuss an Dingen schaffst du mehr Platz für das Wichtigste in deinem Leben.

Dieser Lebensstil tut nicht nur Gutes für die Umwelt, sondern macht auch dich selbst glücklich. Das Resultat von Minimalismus zieht auch viele positive Effekte nach sich. Du hast mehr Platz in deinem Zuhause, zudem hast du mehr Zeit, da du dich auf wichtige Sachen konzentrieren kannst und natürlich mehr Geld, weil du bewusster und weniger konsumierst. Dadurch sparst du natürlich Ressourcen.

Hier findest du einige Tipps, wie du dein Leben minimalistischer gestalten kannst.

#1 Abos abbestellen

Bekommst du noch regelmäßig Zeitungen oder Magazine zugeschickt, die du so gut wie gar nicht liest? Dann tu deinem Geldbeutel und der Umwelt etwas Gutes. Verzichte darauf und bestelle die Zeitungen ab.

Hast du auch Prospekte im Briefkasten, die du eigentlich nie wolltest und die sowieso direkt im Altpapier landen? Dann klebe doch einen Aufkleber mit "Keine Werbung“ auf den Briefkasten. Auch dieses kleine Detail führt zum minimalistischen Leben. In Hamburg gibt es außerdem eine Aktion, die "Letzte Werbung“ heißt. Sie wollen erreichen, dass du nur Werbung bekommst, wenn du explizit dazu aufforderst.

 

#2 Weniger Klamotten

Jeder kennt das Problem – du hast einfach nichts zum Anziehen, obwohl dein Kleiderschrank schon überquillt. Das liegt daran, dass du wohl einfach schon zu viele Klamotten besitzt. Deshalb wird es höchste Zeit, den Schrank mal wieder auszumisten.

Wichtig ist jedoch, dass du die ausgemisteten Sachen nicht achtlos in den Müll wirfst, sondern sie verkaufst oder spendest. Hier gibt es einige Apps, die es leichter machen, deinen Klamotten ein neues Zuhause zu schenken. Damit machst du anderen eine Freude und tust auch gleichzeitig Gutes für unsere Umwelt, weil für dich nicht extra neue Kleidung produziert werden muss. Wenn du trotzdem Lust auf neue Stücke in deinem Schrank hast, kannst du auch zu Kleidertauschpartys gehen. Du bringst Klamotten von dir mit und tauscht sie gegen andere aus. So hast du nicht nur mehr Platz im Schrank, sondern kannst auch noch neue Lieblingsteile finden.

 

#3 Leitungswasser trinken

Wenn du gerne stilles Wasser trinkst, dann ist das der perfekte Tipp für dich!

Füll dir dein Glas doch einfach mal mit Leitungswasser, da sparst du dir das schwere Schleppen nach dem Einkaufen und das Geld für die Getränke. Du spart außerdem Plastik, weil du auf Flaschen aus Einwegplastik verzichtest.

#4 Tausche Alt gegen Neu

Stelle dir selber eine Regel auf! Jedes mal wenn du etwas Neues kaufst, musst du etwas Altes dafür tauschen. Somit sammelst du keine zusätzlichen Dinge an und wirst gleichzeitig weiterhin für dich unwichtige Sachen los. Vor allem im Bereich der Mode eignet sich dieser Tipp sehr gut. Du kannst beispielsweise für jedes neues Shirt ein altes verkaufen.

#5 Leihen statt kaufen

Das passende Outfit zum Event findet sich oftmals nicht im Schrank. Oft lohnt es sich auch nicht, extra etwas Neues zu kaufen, weil man es meistens nur zu einer Gelegenheit anziehen würde. Nicht nur für Klamotten sondern auch für Werkzeuge oder andere Utensilien gibt es oft Läden, in denen man sich Dinge ausleihen kann anstatt sie zu kaufen. Du kannst Gegenstände auch bei den Nachbarn oder im Freundeskreis ausleihen.

Es kann sich auch lohnen, einen minimalistischen Lebensstil in der Familie einzuführen. Bei einem Überfluss an Spielzeugen verhindert man zum Beispiel, dass bei Kindern Langeweile aufkommt. Das klingt zuerst einmal natürlich gut, aber auf lange Sicht ist es nicht gut für die kognitive Entwicklung. Denn durch Langeweile und fehlende Ablenkung lernen Kleinkinder, kreativ zu werden.

Hier also nochmal einige Tipps für Minimalismus im Familienalltag.

 

#1 Gezieltes Wünschen

Gerade Kinder werden von Freunden und Verwandten gerne mit Geschenken überschüttet. Also plane lieber im Voraus, bevor du mit einem Riesenhaufen von lieb gemeinten Präsenten konfrontiert wirst. Am einfachsten geht das, indem du eine Liste mit Ideen führst. Die ergänzt du dann immer, wenn dir etwas über den Weg läuft, was du dir für dein Kind vorstellen könntest. Vor dem nächsten Geburtstag kannst du diese Ideen dann als Vorschläge weitergeben.

 

#2 Impulskäufe vermeiden

Produkte, die nicht auf deiner Einkaufsliste sind, lässt du am Besten erstmal im Laden stehen. Mit Kindern kann das zwar eine echte Herausforderung sein, aber versuche der Quengelzone zu widerstehen.

 

#3 Zeit statt Zeug

Anstatt neues Spielzeug zu kaufen, lohnt es sich auch mal das Geld zu sparen und in Reisen oder schöne Erlebnisse zu investieren. Neben einer tollen Zeit mit der Familie entstehen durch diese Erfahrungen auch wertvolle Erinnerungen. Und als zusätzlichen Pluspunkt bringt es auch mehr Ordnung, da du keine neuen Sachen zum Aufräumen hast.

 

Dein leichter Einstieg in den Minimalismus

#1 Eag the Frog

Bei dieser Methode musst du dich beim Aussortieren als aller erstes von einer Sache trennen, die dir am Liebsten ist. Hierbei gilt "das Schlimmste zuerst!". Es soll dir das weitere Vorgehen beim Ausmisten erleichtern, da du feststellst, dass du viele Dinge in deinem Leben nicht benötigst, um glücklich zu sein. Zudem hast du das Schlimmste gleich hinter dich gebracht.

#2 Die Korb-Methoden

Hierfür benötigst du, wie es der Name schon sagt, einen Korb mit dem du dann durch dein Haus, deine Wohnung oder dein Zimmer gehst. Du packst dabei alle Sachen ein, bei denen du glaubst, dass sie überflüssig sind. Es ist quasi wie Shopping, nur rückwärts. Wenn du diese Sachen dann nach einer bestimmten Zeit, zum Beispiel einem Monat, nicht wirklich vermisst, ist es vielleicht Zeit, sich von diesen Gegenständne zu trennen und sie an andere Menschen weiterzugeben.

 

#3 Die Haufen-Methode

Bei der sogenannten "Haufen-Methode" musst du, all deine aussortierten Sachen auf einen Haufen legen. Ziel ist, dass dir deutlich wird, wie viele unnötige Dinge du in den letzten Jahren angesammelt hast. Einen Mehrwert auf Dauer solltest du damit natürlich auch erreichen, denn wenn du dich an diesen Haufen bei deinem nächsten Einkauf zurück erinnerst, überlegst du dir gleich drei mal ob du jene Dinge wirklich benötigst.

 

Denke immer daran: Minimalismus soll dich nicht stressen, sondern dir helfen ein glücklicheres und umweltfreundlicheres Leben zu führen. Mache dir während des Ausmistens immer bewusst, dass du genügend Zeit hast, um zu überlegen, ob du gewisse Dinge in deinem Leben benötigst und werfe nicht einfach so unüberlegt weg. Ein minimalistisches Leben ist ein Prozess und passiert nicht von jetzt auf gleich!


Fällt dir noch etwas ein, was wir vergessen haben? Dann schreib mir gerne an marie@energy.de. Du interessierst dich für andere nachhaltige Themen? Dann schau mal bei Green Up Your Life vorbei.

 

Autor: 
lk
_self

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