Nachhaltiges Reisen

Wie du auch beim Reisen auf die Umwelt achten kannst - Marie weiß es! Hier findest du ihre Tipps zum nachhaltigen Reisen. 

 

Nachhaltiges Reisen wird immer interessanter. Laut einer aktuellen Studie, die von den Urlaubspiraten in Auftrag gegeben wurde, hat jeder vierte Deutsche schon mal auf eine Fernreise verzichtet, weil er auf die Umwelt und die Nachhaltigkeit achten wollte. Zudem würden acht von zehn Befragten viel öfter mit dem Zug fahren, wenn die Tickets günstiger wären.

Alle Tipps zum nachhaltigen Reisen von Marie gibt's hier und im GREEN UP YOUR LIFE PODCAST

Wenn ich ehrlich bin, fällt mir dieses Thema mit Abstand am schwersten. Denn Reisen ist meine größte Schwäche, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Es mag ja lobenswert sein, dass ich versuche im Alltag auf Plastik zu verzichten, wenn ich aber, wie in meiner Elternzeit, dreimal um den halben Globus fliege, kann man mir zu Recht Heuchelei  vorwerfen. 

Laut Umweltbundesamt ist Fliegen die klimaschädlichste Art sich fortzubewegen.

"Ein Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück verursacht pro Person eine Klimawirkung von über fünf Tonnen CO2. Mit einem Mittelklassewagen kann man dafür mehr als 25.000 km fahren.“

 

Also habe ich mir vorgenommen, bewusster und verantwortungsvoller mit der Art, mit der ich verreise, umzugehen. Und wenn du genauso gerne verreist wie ich, kommen hier meine wichtigsten Tipps und Erkenntnisse rund um das Thema Nachhaltig Reisen :

Green Up Your Life | Reisen

Tipp #1: Fliege so selten wie möglich

Die Entfernung deines Reisezieles sollte entscheidend für die Wahl der Reise-Art sein. Die Distanz zwischen deinem Wohn- und deinem Urlaubsort sollte in einem sinnvollen Verhältnis zur gesamten Reisedauer stehen. Auch wenn ich es liebe, spontan zu sein und für ein Wochenende nach London zu fliegen, ist es umwelttechnisch eine Katastrophe.  Lasst uns deswegen eine ganz einfache Faustregel nutzen: Je länger die Reisedistanz, desto länger sollte auch die gesamte Reisedauer sein.

 

Tipp #2: Packe so wenig ein wie möglich

Je mehr Dinge du mitnimmst, desto schwerer wird dein Gepäck und damit sorgst du für einen höheren Treibstoffverbrauch. Ganz abgesehen davon, dass man mit viel Gepäck viel unflexibler ist. Versuche nur so viele Dinge mit wie nötig mitzunehmen.

 

Tipp #3: Verzichte auf All-Inclusive

All-Inclusive hat leider nichts mit nachhaltigem Reisen gemeinsam. Man unterstützt damit nur die großen Tourismuskonzerne und die einheimische Bevölkerung schaut aus der Wäsche. Gleichzeitig lädt All-inclusive-Urlaub dazu ein, so viel zu konsumieren, wie eben geht.  Endlos duschen, Fernseher und Klimaanlage laufen lassen, jeden Tag ein neues Handtuch und am Buffet werden die Teller so voll gemacht, dass am Ende immer etwas weggeschmissen werden muss. Besser und für mich auch viel schöner ist es, sich bewusst für eine schöne typische Unterkunft des jeweiligen Urlaubsortes zu entscheiden, in lokale Restaurants zu gehen und das einheimische Essen zu genießen.

Kanu auf See

Tipp #4 : Nutze Fahrrad & Öffis

Wenn du an deinem Reiseziel bist, dann steige statt in den Mietwagen lieber in den Zug oder den Bus. Abgesehen davon, dass man damit auch viel Geld sparen kann, lernt man ein Land kaum besser kennen, als mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, denn dort kommt man ganz nebenbei  mit Einheimischen in Kontakt. Meine schönsten Reiseerlebnisse waren immer mit abenteuerlichen Bus-oder Zugfahrten verbunden. Eine gute Alternative zum Mietwagen ist übrigens auch noch Car-Sharing oder Mitfahrgelegenheit, vor allem in Europa. Wenn ihr einen Städtetrip macht, kann man diese super mit dem Fahrrad erkunden.

Tipp #5: Respektiere die Natur vor Ort

Wie  zuhause solltest du auch an deinem Urlaubsort die Natur respektieren und deinen Müll reduzieren, Dinge wiederverwenden und Müll nicht in die Umwelt, sondern in dafür vorgesehene Mülleimer werfen. Leider ist in vielen Urlaubsländern die Art, wie mit Müll umgegangen wird, eine Katastrophe. Aber wenn du mit gutem Beispiel voran gehst, kannst du einen positiven Einfluss  auf deine Umgebung im Urlaubsland haben. Die Natur vor Ort respektieren heißt auch, nein zu diversen Touristenattraktionen, die mit Tieren verbunden sind, zu sagen. Dazu gehören süße Tiger-Babys streicheln und auf Elefanten zu reiten.  Diese Tiere werden nur für uns Touristen gefangen gehalten und aus Profit gequält.

Tipp #6 – Mache CleanUps

Du kannst einen positiven Beitrag hinterlassen und  je nach Reiseziel CleanUps machen. Besonders in Küstenregionen ist der Bedarf besonders hoch. Dafür besorgst du dir einfach ein paar Müllbeutel, nimmst dir eine Stunde Zeit und fängst an, Plastikmüll in deiner Umgebung einzusammeln. Wahrscheinlich wirst nach kurzer Zeit so viel Aufmerksamkeit erregen dass andere Menschen beginnen, dir damit zu helfen. Es ist wirklich ein tolles  Gefühl und gleichzeitig eine super Möglichkeit, einen positiven Beitrag zu leisten. Falls du nicht dazu kommst, habe ich mal eine  tolle Faustregel  gelesen: Nimm bei jedem Strandbesuch einfach 3 Plastikmüll-Teile mit und entsorge sie.

Das "richtige" Packen

 

Habe ich etwas vergessen? Was hast du dir für deine nächste Reise vorgenommen? Schreib mir gerne an marie@energy.de

 

HIER FINDEST DU ALLE FOLGEN UND INFOS ZU GREEN UP YOUR LIFE

 

Autor: 
kmk
_self

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