Nachhaltigkeit ist bei den Promis im Trend!

Was auch wir für den Klimaschutz tun können.

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Was haben „Terminator“ Arnold Schwarzenegger, Thomas D. von den Fantastischen Vier und Fußball-Weltmeister Lukas Podolski gemeinsam? Sie alle setzen sich für den Klimaschutz ein, und zwar jeder auf seine Weise. Und sie sind nicht die einzigen. Doch Klimaschutz ist nicht nur etwas für Promis mit dickem Bankkonto, sondern jeder kann etwas fürs Klima tun und dabei sogar noch Geld sparen.

 

Einer der ersten Promis, die sich für den Klimaschutz einsetzten und dafür lässig in die Kamera lächelten, war der amerikanische Serienschauspieler Larry Hagman. Der inzwischen verstorbene Darsteller des Fieslings J. R. Ewing aus dem 80er-Jahre-Straßenfeger „Dallas“ warb bereits vor 10 Jahren in TV-Spots für eine deutsche Solarfirma. Gedreht wurden die Spots sogar von keinem Geringeren als dem bekannten deutschen Regisseur Sönke Wortmann. In den TV-Spots spielte er sein Alter Ego J. R. Ewing, der als Ölbaron auf Solarenergie umgestiegen ist. Hintergrund war, dass Schauspieler Hagman tatsächlich seine Villa im sonnigen Kalifornien mit Solarenergie betrieb, und das aus voller Überzeugung. Die nach eigenen Aussagen „größte private Solaranlage der USA“ lieferte nicht nur Strom zum Eigenverbrauch, sondern lieferte sogar noch Strom ins öffentliche Netz.  Das brachte dem Schauspieler etwa 10.000 Dollar Gewinn im Jahr ein. Für sein Engagement wurde Larry Hagman sogar mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

 

Ob der damalige Gouverneur von Kalifornien den Grundstein dafür gelegt hat? Arnold Schwarzenegger, der weltweit als Darsteller des „Terminator“ Filmgeschichte schrieb, hat als Gouverneur von Kalifornien bereits 2008 ein Förderprogramm nach Vorbild des damaligen deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes ins Leben gerufen, das das Ziel hatte, dass kalifornische Stromanbieter bis heute 33% ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen sollten. Auch er wurde in Deutschland für sein Umweltengagement ausgezeichnet: 2017 erhielt er den Umwelt-Bambi. Dass Schwarzenegger klimafreundlich ist, zeigte er nicht zuletzt durch seine Sympathiebekundungen gegenüber der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die er im vergangenen Jahr in seinem Haus in Malibu empfangen und mit ihr eine gemeinsame Radtour unternommen hat. Sogar einen klimafreundlichen Tesla 3 stellte er ihr für ihre Nordamerika-Tour zur Verfügung. Thunberg traf zuvor bereits den Hollywood-Schauspieler Leonardo di Caprio, der ebenfalls bekennender Umweltaktivist ist und mit seinem Umwelt-Dokumentarfilm „Ice on Fire“ bei den Filmfestspielen in Cannes für Furore sorgte.

 

Solarstrom leistet sich auch Brad Pitt, ebenso Julia Roberts, die in ihrem Anwesen in Malibu auch noch darauf achtet, weniger Müll zu produzieren, Orangenbäume züchtet und sich vorwiegend durch Bio-Nahrung ernährt – vegetarisch, versteht sich. Ex-Bond-Darsteller Pierce Brosnan, ebenfalls in Malibu ansässig und stolzer Besitzer eine Solaranlage, wurde sogar in die National Environmental Hall of Fame aufgenommen. Hier werden all diejenigen verewigt, die sich für einen grünen, nachhaltigen Planeten einsetzen.

 

Auch deutsche Promis verhalten sich nachhaltig: Fußball-Weltmeister Lukas „Poldi“ Podolski schwört ebenfalls auf Sonnenenergie und warb bereits 2011 als Solarbotschafter für sauberen Strom.  Der deutsche Hip-Hopper Thomas D. von den Fantastischen Vier lebt auf einem Bauernhof in der Eifel, der nicht nur mit Solarzellen ausgestattet ist, sondern sogar mit Pellets beheizt wird. Dem Preisträger des Green Tech Awards 2016 ist auch Tierschutz besonders wichtig, weshalb er sich vegan ernährt.

 

Als Umwelt- und Tierschutzaktivist ist auch Schauspieler Hannes Jaenicke bekannt. Er schreibt Bücher, in denen er zu einem nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen aufruft, fährt selbst ein Elektroauto und veröffentlichte bereits vor 10 Jahren eine Liste mit Tipps zur Müllvermeidung.

 

Promis können Klimaschutz – andere auch!

Die Liste der prominenten Klimaschützer und -aktivisten ließe sich noch weiter fortsetzen. Aber klimafreundliches Denken und Handeln ist keine Sache für Einzelne, hier kann jeder etwas tun. Aber kann sich das auch jeder leisten?

 

Stichwort Solarenergie: Seit 2002 existiert in Deutschland das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das mit dem Ziel eingeführt wurde, regenerative Energien zu fördern. Dazu gehören auch Photovoltaikanlagen, die indirekt über spezielle Kredite gefördert werden. Die Kfw fördert erneuerbare Energien und vergibt zinsgünstige Kredite, mit denen auch Photovoltaikanlagen finanziert werden können. Da die heutigen Photovoltaikmodule so effizient arbeiten, dass neben dem eigens genutzten Strom auch noch etwas für die Netzeinspeisung abfällt, können die Kredite meist schon sehr schnell aus den laufenden Einnahmen finanziert werden.

 

Unsere Erde ist in Gefahr

Die EEG-Registerdaten und Fördersätze werden von der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Zwar sind die Fördersätze im Laufe der Jahre gesunken, jedoch lohnt es sich trotzdem, in eine Photovoltaikanlage zu investieren. Je Kilowatt Leistung kostet eine Anlage etwa 2000 €, 850 Kilowattstunden Strom pro Jahr kann man damit in etwa produzieren und somit eine Rendite von drei bis fünf Prozent erzielen, wenn kein zusätzlicher Stromspeicher verwendet wird. Wer jedoch mehr eigens erzeugten Sonnenstrom selbst nutzen möchte, benötigt einen Stromspeicher. Dafür sowie generell für Erzeugungsanlagen sind bestimmte technische Anforderungen nötig. Ob es rentabler ist, einen Stromspeicher zu nutzen oder den Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten. Der Eigenverbrauch kann auch dadurch gesteigert werden, dass der hauptsächliche Eigenstromverbrauch in die Zeit mit den meisten Sonnenstunden gelegt wird und beispielsweise Elektrogeräte wie Waschmaschinen und Trockner in dieser Zeit genutzt werden.

 

Auch eine Wärmepumpe kann mit einer Photovoltaikanlage betrieben werden. Damit wird ebenfalls der Eigenstromverbrauch begünstigt, da die Wärmepumpe elektrisch betrieben wird. Da aber die benötigte Heizleistung insbesondere zu Jahreszeiten mit vielen Sonnenstunden weitaus geringer ist, kann sich besonders hier ein Stromspeicher rechnen.

 

Für Warmwasser eignet sich wiederum eine Solarthermieanlage, die auch zur kombinierten Warmwasser- und Heizungsunterstützung eingesetzt werden kann. Hierfür werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) attraktive Fördermittel angeboten. Auch hier sollte eine Berechnung im Vorfeld durchgeführt werden, wie effektiv eine kombinierte Solarthermieanlage genutzt werden kann.

 

Klimaneutral heizen

Wer neben der Sonnenenergie noch weitere erneuerbare Energiequellen nutzen möchte, erhält mit der Anschaffung einer Pelletheizung eine effektive und umweltfreundliche Möglichkeit, sein Eigenheim mit Wärme zu versorgen. Die Anschaffungskosten liegen zwar deutlich höher als bei Anlagen, die mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas betrieben werden, jedoch sind die laufenden Kosten geringer, so dass sich nach wenigen Jahren die Anschaffung einer Pelletheizung amortisiert. Die Kosten für die Anschaffung und Installation einer Pelletheizung mit Pelletkessel, Pufferspeicher, Pelletlager und Fördersystem liegen bei etwa 20.000 bis 25.000 €. Dafür ist der Brennstoff, also die Pellets, etwa um ein Drittel günstiger als herkömmliche fossile Brennstoffe. Jedoch können auch hierfür höhere staatliche Förderungen für die Anschaffung beansprucht werden. Was die CO²-Belastung angeht, so ist dieser bei Pelletöfen um mehr als sieben Mal geringer als bei fossilen Brennstoffen. Insbesondere bei größerem Heizbedarf rechnen sich Pelletheizungen. Aber auch hier gilt: Man sollte vorher genau durchrechnen, welche Heizungsanlage sich für wen rechnet.

 

Klimaschutz Feld

Bio wird immer beliebter

Ob Veganer, Vegetarier oder Fleischesser: Bio ist beliebt! Es gibt kaum noch einen Supermarkt, der keine Bioprodukte im Regal hat. Die Umsätze von Bioprodukten sind im vergangenen Jahr nach Angaben des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) um 11,4% gestiegen. Auch kaufen deutsche Verbraucher Bioprodukte am häufigsten im Supermarkt oder Discounter. Bioläden, Wochenmärkte oder der Kauf direkt beim Erzeuger machen nur die Hälfte bis ein Drittel der Einkäufe von Biowaren aus. Drei Viertel der Verbraucher befürworten für Bioprodukte höhere Preise, jedoch sinkt die Akzeptanz mit zunehmendem Alter: Etwa ein Viertel der über 50-jährigen sehen eher keine Rechtfertigung für höhere Preise bei Bio-Produkten. Dennoch muss Bio nicht nur etwas für Reiche sein: Wer direkt beim Erzeuger kauft, kann Geld sparen und weiß zudem, woher die Ware kommt. Die Qualität der Produkte ist oft auch besser als die im Supermarkt. Wer sich nicht vegetarisch oder vegan ernähren und ungern auf Fleisch verzichten möchte, erhält beim Erzeuger meist eine bessere Qualität der Ware, die sich nicht nur am Geschmack festmacht. Fleisch direkt vom Bauernhof ist auch gesünder. Demeter-Höfe beispielsweise verbürgen sich für eine nachhaltige Tierhaltung, die weit über die Öko-Verordnung der EU hinausgeht. Wer zudem weniger Fleisch isst und dafür auf Qualität achtet, genießt günstiger und besser.

Autor: 
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