Nicht nur was für Kinder: Warum wir mehr spielen sollten

Dass Kinder einen Großteil ihrer Zeit beim Spielen verbringen, ist völlig normal und erwünscht. Immerhin lernen sie dabei etwas. Zahlen, Farben, Sozialverhalten – für die kindliche Entwicklung ist Spielen sehr wichtig, um ihre Umwelt zu erkunden und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Erwachsene hingegen werden häufig schief angeschaut, wenn Spiele in der einen oder anderen Form noch Platz in der Freizeitgestaltung haben. Allerdings lässt sich diesbezüglich eine Trendwende beobachten, denn vor allem die jüngeren Generationen geben das Spielen auch mit höherem Lebensalter oft nicht auf. Zurecht, denn bis ins hohe Alter hat das Spielen besondere Funktionen in unserem Leben.

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Was ist denn überhaupt „spielen“?

Vermutlich haben sich die meisten Menschen noch niemals Gedanken darüber gemacht, was überhaupt ein Spiel ist und wie dieses definiert wird. Ein grundlegendes Verständnis für den Begriff ist aber wichtig, um auch zu verstehen, welche verschiedenen Arten von Spielen es gibt oder welchen Zweck diese jeweils erfüllen.

 

Bei genauerer Betrachtung ist das „Was?“ beim Thema Spielen gar nicht so leicht zu fassen. Ganz allgemein handelt es sich um eine Aktivität, so viel ist klar. Aber diese Bezeichnung greift zu kurz, weil Spiele oft eine Vielzahl an Aktivitäten umfassen und noch deutlich mehr Besonderheiten mit sich bringen. Eine Ausweitung des Begriffs über die üblichen Assoziationen mit Brettspielen, Spielzeugen und Videospielen hinaus zeigt vor allem eines – die große Vielfalt des Spiels. Es lohnt sich daher ein genauerer Blick auf die Frage, was denn nun „spielen“ eigentlich bedeutet.

 

die merkmale des spiels im überblick

Es gibt zahlreiche verschiedene Definitionen, wenn es um das Spielen geht. EIne lautet beispielsweise:

 

„Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, aus Freude an ihr selbst und an ihrem Resultat ausgeübt wird.“

 

Der Spaß steht somit beim Spielen im Vordergrund. Das gilt längst nicht nur für Kinder, die durch den Spaß automatisch zum Spielen animiert werden. Der Mechanismus lässt sich stattdessen auch bei Tieren beobachten, die ebenfalls spielerisch jene Fähigkeiten erlernen, die sie zum Überleben brauchen. Das Jagen oder Sozialverhalten sind dafür nur zwei von vielen Beispielen.

 

Bei Menschen funktioniert das ähnlich: Viele ihrer Kompetenzen lernen auch sie durch das Spielen, indem sie ihr Umfeld erkunden, imitieren und ausprobieren. Kein Wunder also, dass Kinder und Tiere meistens auch gerne miteinander spielen. Beim Spielen gehen der Spaß und das Lernen demnach oft miteinander einher – müssen sie aber nicht. Wenn beispielsweise Erwachsene ein Brettspiel spielen, lernen sie daraus meistens nicht viel. Dann also steht der Spaß im Vordergrund. Wie kann das Spielen noch spezifiziert werden?

 

„Spiel, das nach festgelegten Regeln durchgeführt wird.“

 

So lautet eine andere Definition, die sich vor allem mit dem klassischen Gesellschaftsspiel befasst. Beim Spielen gibt es also stets gewisse Regeln, welche die Spieler einhalten müssen. Aber auch beim Spiel von Kindern lassen sich solche Wiederholungen beobachten. Sie spielen sozusagen immer wieder dasselbe, bis es zu einer Art von Ritual wird.

 

Weiterhin entfaltet das Spielen einen gewissen Selbstzweck, einen Wechsel des Realitätsbezuges und einen Gegenstandsbezug. Es handelt sich somit um ein komplexes Thema, das ein tiefes psychologisches Verständnis erfordert, um die Gründe zu verstehen, weshalb Menschen in jedem Lebensalter gerne spielen. Vordergründig ist es aber, um den Kreis zu schließen, vor allem der Spaß, der dabei als Motivator fungiert, während der Rest wie das Lernen oder der Selbstzweck eher als positive Nebeneffekte entstehen.

 

auch erwachsene profitieren vom spielen

Bei Kindern ist es eine Art Automatismus oder Instinkt, der sie zum Spielen veranlasst. Ebenso wie bei Tieren, laufen dabei genetische Programme ab, welche sie spielen lassen, um zu lernen. Mit steigendem Lebensalter schwächt sich dieser Spieltrieb jedoch ab und geht häufig ganz verloren. Auch das lässt sich bei Menschen sowie Tieren gleichermaßen beobachten.

 

Viele Erwachsene spielen also im Alltag überhaupt nicht mehr bewusst – es sei denn vielleicht wenn sie sich mit Kindern oder Tieren beschäftigen. Dabei können auch Erwachsene noch vom Spielen profitieren, nicht nur hinsichtlich einer spaßbringenden Tätigkeit. Stattdessen können sie durchaus beim Spielen lernen, denn wird das Lernen mit Spaß verknüpft, ist es umso effektiver. Zudem können durch das Spiel frühere Fähigkeiten oder Fertigkeiten wieder hervorgeholt und gefördert werden.

 

Da das Gehirn beim Spielen auf Hochtouren läuft, wird außerdem das Gedächtnis und die Bildung von Synapsen gefördert. Weiterhin werden die Kreativität sowie Fantasie angeregt, was sich auch auf das Berufsleben positiv auswirken kann. Zuletzt bringt das Spielen schlichtweg Spaß und fungiert somit als wirksames Mittel zum Stressabbau, was wiederum die Gesundheit fördert. Hinzu kommt die soziale Komponente beim Spielen mit Familie und Freunden.

 

Das Spielen entfaltet also auch im Erwachsenenalter zahlreiche positive Effekte. Allerdings spielen Erwachsene grundlegend anders als in der Kindheit – und häufig völlig unbewusst. Doch dazu später mehr.

 

  • Katze

 

unterschiedliche formen des spiels

Mal wieder Kind sein. Spaß haben. Etwas Neues lernen. Die Gründe, weshalb auch Erwachsene sich noch oder wieder für das Spielen begeistern können, sind stets individuell. In der Regel greifen sie aber auf andere Hilfsmittel zurück, um ihrem Spieltrieb nachzukommen. Während Kinder also klassisches Spielzeug verwenden oder mit dem Spielen, was sie in ihrer Umgebung finden können, wird das Spiel bei Erwachsenen eher von außen gesteuert.

 

Sie wählen bevorzugt Brett-, Video-, Gesellschafts- oder sportliche Spiele, bei denen die Regeln klar vorgegeben sind. Sie erfinden die Spiele meist nicht mithilfe ihrer Fantasie selbst, wie das noch bei Kindern der Fall ist, sondern pflegen stattdessen die bereits erwähnten Rituale anhand der Regeln und Wiederholungen. Unterschieden wird daher, wenn es um Arten des Spielens geht, erst einmal zwischen Funktionsspielen und Lernspielen.

 

Funktionsspiele stellen die früheste Form des Spiels bei Kindern dar. Sie dienen vor allem dem Zweck, den eigenen Körper sowie die Umwelt zu erleben. Demgegenüber sind Lernspiele stets zweckgerichtet, sprich der Spieler soll gezielt etwas lernen, jedoch auf eine spielerische Art und Weise. Natürlich gibt es aber auch zahlreiche Zwischenformen, beispielsweise das Konstruktions- und das Rollenspiel als Weiterentwicklungen der Funktionsspiele oder das Regelspiel als eine Vorstufe der Lernspiele.

 

Im Laufe des Lebens verändert sich also die Art und Weise, wie ein Mensch spielt. In der Regel wird dabei mit zweckfreien Spielen begonnen und sich langsam zu zweckgerichteten Spielen hingearbeitet. Die erste der genannten Definitionen ist daher nur teilweise korrekt und muss eigentlich ergänzt werden. Dementsprechend viele Arten von Spielen gibt es heutzutage. Dazu gehören zum Beispiel:

 

- Bewegungsspiele

- Ruhespiele

- Gesellschaftsspiele

- Wettkampfspiele

- Ballspiele

- Illusionsspiele und viele mehr!

  • Brettspiel

 

 

Selbst das Theater als eine Form des Rollenspiels kann als Spiel gemäß der Definition betrachtet werden. Zudem gibt es heutzutage natürlich viele Formen der Online-Spiele, die ebenfalls hinzugezählt werden müssen. Denn auch sie erfüllen die grundlegenden Merkmale des Spiels, zum Beispiel Spaß, Selbstzweck, Flucht aus der Realität oder einen Wettkampfcharakter – und auch damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende.

 

 

Online gibt es demnach mittlerweile ebenso viele Ausprägungen des Spiels wie offline, also im klassischen Sinne, auch. Die Angebote sind hier heute unglaublich vielfältig. Manche davon sind beispielsweise auf die besonderen Steuermöglichkeiten von Smartphones ausgelegt und lassen sich zudem auch von unterwegs spielen. Hochwertige und komplexe Titel spielen sich am Besten an einem großen Computerbildschirm. Manche setzen auf den Spieler als „Einzelkämpfer“, manche erlauben es, sich im Internet mit anderen als Team zusammenzuschließen und Aufgaben gemeinsam zu lösen.  

 

Von den eigenen vier Wänden aus, kann man somit in Kontakt mit anderen treten. Statt sich am Wohnzimmertisch zu einem Brettspiel zu verabreden, funktioniert das Ganze auf virtueller Ebene. Wer sich etwa noch nie getraut hat, ein echtes Casino zu besuchen, kann dies heute auch im Internet tun. Geht es um den Einsatz von Geld bei einem Spiel, gibt es auch im Netz gesetzliche Regelungen zum Schutz der Verbraucher.

 

Bei der Auswahl eines Spiels ist es deshalb wichtig, auf seriöse Anbieter zu achten. Die Rahmenbedingungen und Richtlinien sollten etwa transparent zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt für Online-Plattformen genauso, wie für Spiele-Apps. Auch hier können Kosten durch In-App-Käufe entstehen. Die Anbieter müssen die Nutzer jedoch über solche zusätlichen Ausgaben informieren.

 

Insgesamt sind es gerade die unterschiedlichen Facetten machen Online-Games so beliebt; die Möglichkeit, diese alleine zu spielen, die geringen Kosten oder der Spaß bei dieser Art von Zeitvertreib. Das Online-Spiel nimmt somit eine wichtige Rolle ein, weshalb sich die Spielgewohnheiten erwachsener Personen derzeit ändern. Während sie nämlich mit den klassischen Spielen wie den Funktions- oder Brettspielen oft irgendwann aufhören, behalten sie das Online-Gaming als Hobby bei – ähnlich, wie das oft bei sportlichen Spielen wie dem Fußball zu beobachten ist.

 

  • Zwei Kinder beim Spielen

 

 

 

Weil es mehr als nur spaß macht

Als Zwischenfazit lässt sich somit festhalten: Kinder lernen im Spiel viele Dinge, eignen sich neue Fähigkeiten an und entwickeln sich in vielerlei Hinsicht weiter. Aber auch für Erwachsene gibt es scheinbar viele Gründe, um eben doch noch zu spielen. So verändert sich zwar die Art der Spiele, welche sie wählen, der Spaß bleibt jedoch als grundlegende Motivation erhalten.

 

 

Zudem können auch erwachsene Personen auf vielfältige Art und Weise vom Spielen profitieren. Wenn sie nach ihren Gründen gefragt werden, weshalb sie in ihrem Alter noch oft und gerne spielen, beziehen sich die Antworten in der Regel auf folgende Aspekte: Einerseits sind Spiele Medien, also Kommunikationsmittel, sprich der soziale Faktor ist wichtig. Andererseits dienen sie schlichtweg als zeitgestaltendes Element. Beim Spielen geht es also häufig darum, die Freizeit mit einer spaßbringenden Aktivität zu füllen. Aber auch spezielle Lernziele können mit dem Spielen verfolgt werden. Das bedeutet:

 

- Mit dem Spielen können kognitive Lernziele verknüpft werden, um beispielsweise das eigene Wissen zu erweitern oder intellektuelle Fertigkeiten zu entwickeln beziehungsweise zu verbessern.

 

  • - Affektive Lernziele werden hingegen durch das Spielen erreicht, indem sich die Interessen, Einstellungen oder Werthaltungen durch das Spielen verändern.
  •  
  • - Nicht zu vergessen sind außerdem psychomotorische Lernziele, sprich durch das Spiel wird das motorische, physische, sensorische, manuelle oder technische Können des Spielers verbessert.

 

Typische Beispiele sind eine bessere Ausdauer durch das Fußballspiel, eine (zumindest teilweise) höhere Leistungsfähigkeit des Gehirns durch „Gehirnjogging“ oder die Verbesserung der motorischen Fähigkeiten beim Spiel an der Konsole oder dem Computer. Häufig stehen diese Lernziele jedoch nicht im Vordergrund, sondern sind bewusste oder unbewusste Nebeneffekte des spaßbringenden Spiels.

 

Der Spaß selbst ist dabei Definitionssache, sprich jeder Mensch empfindet ein unterschiedliches Spaßlevel beim Spielen. Dieses kann sich zudem je nach Art des Spiels unterscheiden. Manchmal wird auch bewusst ein Spiel gewählt, das keinen oder nur wenig Spaß bringt, wenn eben die genannten Lernziele im Mittelpunkt stehen. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass das Lernen umso effektiver funktioniert, je mehr Spaß der Spieler bei der Sache empfindet.

 

spielend durch den alltag

 

Genau dieser Effekt wird immer häufiger genutzt, um das Lernen in jedem Lebensalter zu erleichtern. Es handelt sich dabei um die sogenannte Gamification. Der Begriff lässt sich ins Deutsche als „Spielifizierung“ übersetzen. Der Ansatz verbindet Lehrinhalte mit einer spielerischen Aufmachung und nutzt daher die Effekte des Spielens auf das Gehirn, sprich: Mit Spaß an der Sache können neue Dinge schneller, einfacher sowie nachhaltiger gelernt werden. Ob es sich dabei um theoretisches Wissen oder praktische Fertigkeiten handelt, ist prinzipiell egal.

 

Gamification kann in der Schule, in einer Universität, im Beruf oder auch einfach im Alltag angewendet werden. Vor allem die mobilen Medien wie Smartphone und Tablet machen das in immer größerem Ausmaß möglich. Gamification gilt daher als ein Meilenstein, wenn es um das Spielen geht, und wird in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen, sei es bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen.

 

definition: was ist gamification?

 

Es geht dabei darum, Spielelemente in Situationen, vor allem in Lehrinhalte, einzubringen, wo sie bislang nicht üblich waren. Ziel ist, die Nutzer durch diese spielerischen Elemente zu motivieren und dadurch ihre Lerneffekte zu verbessern. Das bietet sich vor allem in Prozessen an, die normalerweise monoton und langweilig sind. Spielerische Elemente können dann für mehr Spaß sorgen, worum es schließlich beim Spielen geht. Der Spaß soll sozusagen als Motivator dienen. Hierfür kommen klassische Elemente aus dem Gamedesign zum Einsatz, zum Beispiel:

 

  • - Ranglisten
  • - Fortschrittsanzeigen
  • - Bonussysteme
  • - zusätzliche Benefits (z. B. beim Erreichen eines Zwischenziels)
  • - Wettbewerbe
  •  

Elemente also, welche die Spieler animieren, es immer noch einmal zu versuchen und immer noch besser zu werden – und das mit Spaß an der Sache. Dass die Gamification bevorzugt im E-Learning eingesetzt wird, ist somit selbsterklärend. Das beginnt häufig bereits im Kindesalter, wenn die Kinder beispielsweise via Buch oder Software spielerisch die Farben oder andere Dinge lernen. Aber auch später werden im Zuge der schulischen Ausbildung, einer akademischen Ausbildung oder einer Weiterbildung immer häufiger Elemente der Gamification angewendet. Schließlich bringt diese zahlreiche Vorteile mit sich, wenn es sich um das klassische E-Learning handelt:

 

  • - Es kann orts- sowie zeitunabhängig genutzt werden.
  • - Der Lernende und Lehrende kann den Lernfortschritt überprüfen.
  • - Die Inhalte können beliebig oft wiederholt werden.
  • - Gamification fördert den Team- oder Wettbewerbsgedanken (je nach Gestaltung).
  • - Die Lehrinhalte werden anschaulich, verständlich und spielerisch transportiert.
  • - Durch das hohe Spaßlevel sind die Nutzer motivierter und damit auch effizienter beim Lernen.

 

Diese Auswahl an Punkten macht bereits deutlich, weshalb das Spielen auch für Erwachsene wichtig sein kann, um sich weiterzuentwickeln. Denn lebenslanges Lernen ist in der modernen Arbeitswelt zu einer der wichtigsten Kompetenzen geworden. Gleichzeitig hält die Gamification Einzug in viele andere Lebensbereiche, wo die Anwendungsmöglichkeiten auf den ersten Blick weniger offensichtlich sind. Eine Erhöhung der Mitarbeitermotivation durch Ranglisten, Bonussysteme beim (Online-) Shopping, das Sammeln von Flugmeilen – solche Ansätze bedienen sich der Elemente der Gamification und erhöhen unbewusst die Motivation der Mitarbeiter oder Kunden.

 

Wer also einmal bewusst darauf achtet, wird merken, dass auch bei Erwachsenen oft und gerne der Spieltrieb getriggert wird, um eine bestimmte Handlung wie ein Online-Einkauf oder eine bessere Arbeitsleistung zu erreichen. Viele Menschen setzen die Gamification sogar gezielt ein, um alltägliche Aufgaben spannender zu gestalten.

 

Vielen ist es sogar gar nicht bewusst, dass sie mehrmals pro Tag „spielen“. Wer ein neues Smartphone gekauft hat, kann die Bedienungsanleitung studieren – doch die meisten Menschen werden mit dem Gerät „herumspielen“, und zwar so lange, bis sie die Funktionsweise verstanden haben. Selbst Dinge wie die Usability hängen somit auf den zweiten Blick mit dem Spielen zusammen. Ähnlich wie beim Spielen in der Kindheit erschließen wir uns die Funktionsweise beim einfachen Ausprobieren.

 

  • Kind und Vater beim Spielen

 

Ein weiteres prominentes Beispiel ist der Sport. Wer mehrmals pro Woche Fußball, Tennis oder eine andere Sportart „spielt“, für den erschließt sich der Zusammenhang. Doch auch Fitnesstraining im Sinne eines Einzeltrainings für die Ausdauer oder die Kraft enthalten heutzutage meist spielerische Elemente. Viele Menschen dokumentieren ihre Fortschritte und setzen sich gewisse Ziele, um sich zu motivieren. Auch dabei handelt es sich um eine Form des Spielens im weiteren Sinne. 

fazit

Fakt ist also, dass das Spielen im Leben eines Menschen von Beginn an eine wichtige Rolle spielt. Zwar verändert sich im Laufe der Zeit die Art und Weise, wie eine Person spielt. Ganz geht der Spieltrieb im Regelfall aber nicht verloren. Stattdessen begegnet uns das Spiel in vielen Lebenssituationen, und zwar völlig unbewusst. Wer also die Augen offenhält, wird schnell merken, dass im Alltag oft und gerne der Spieltrieb aktiviert wird, sei es aus Marketinggründen oder schlichtweg für mehr Spaß. Wurde das Prinzip einmal verstanden, dann lässt sich der Alltag und das Lernen dadurch spannender und einfacher gestalten.

 

Ziel sollte daher sein, häufiger abzuschalten von der Ernsthaftigkeit des Erwachsenenlebens und stattdessen wieder mehr Spiel ins eigene Leben zu integrieren. Das kann beim Sport sein, beim Putzen, im Beruf, beim Lernen oder in vielen weiteren Situationen. So entsteht eine Rückbesinnung auf den Spaß und die Unbeschwertheit, welche das Spielen im Kindesalter gebracht hat. Und so wird auch der Alltag im Gesamten (wieder) angenehmer.

 

Wie wäre es also mit einem kleinen Wettkampf beim nächsten Training oder mit einem virtuellen Spieleabend anstelle des Treffens in der Stammkneipe? Wer einmal begriffen hat, dass und weshalb das Spielen auch für Erwachsene wertvoll sein kann, der kann seine Lebensqualität deutlich erhöhen – oder auch seine Motivation, seine sportlichen Leistungen, seine Lernerfolge und viele weitere Lebensbereiche.

 

Autor: 
ENERGY Media
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