Sieben Wege um herauszufinden, ob es sich bei einer Webseite um Betrug handelt

Auf Betrug im Internet hereinzufallen ist nicht nur unangenehm, im schlimmsten Fall kann der Betrug dramatische Konsequenzen haben. Einmal auf einen Betrug im Internet hereingefallen, ist es oftmals sehr schwierig den Betrüger ausfindig zu machen und ihn juristisch zur Rechenschaft zu ziehen.

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Vorsorge ist deshalb besser als Nachsorge. Wir stellen sieben Wege vor, wie Nutzer Betrugswebseiten frühzeitig identifizieren können, um nie mehr auf Online-Betrug hereinzufallen und das Internet ein Stück sicherer zu machen.

 

1. Auf das Impressum achten

 

Ein Impressum ist für Webseitenbetreiber in Deutschland Plicht. Angegeben werden müssen Name des Webseiten-Inhabers, eine Adresse sowie eine E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer. Fehlt die Telefonnummer, kann das auf mangelnde Seriosität hindeuten. Obwohl für Webseiten, deren Inhaber ihren Sitz im Ausland haben, andere Regeln gelten, ist das Impressum trotzdem ein entscheidender Hinweis auf möglichen Betrug. Seriöse Webseiten möchten ihren Nutzern ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und dazu gehört, dass die Nutzer wissen, mit wem sie es zu tun haben. Aber auch wenn das Impressum vollständig und seriös erscheint, schadet ein Doppelcheck nicht. Bei Zweifeln an der Seriosität sollten der Inhaber gegoogelt und die Adresse überprüft werden. Falls dann noch immer Unsicherheit besteht, kann ein Anruf die Seriosität der Seite zumeist schnell klären.

 

2. Die Adresszeile überprüfen

 

Die Adresszeile kann ebenfalls Hinweise auf Sicherheit und Seriosität einer Webseite geben. Beginnt die Webadresse mit "https" ist das ein positives Signal, denn das „s“ steht für „secure“ also „sicher“. Das bedeutet, dass die Webseite mit einer Verschlüsselungsfunktion arbeitet, die die Daten der Nutzer vor Hackern schützt. Beginnt die Adresszeile mit "http" ohne „s“ heißt das noch nicht, dass es sich um Betrug handelt, aber ein Besuch auf der Seite ist im Bezug auf die Datensicherheit ein größeres Risiko.

 

Vorsicht ist geboten, wenn das Anti-Virus-System anschlägt und vor einem Besuch auf der Seite warnt. Diese Warnungen sollten ernstgenommen werden, um Betrug und Schadsoftwares zu vermeiden. Generell sollte auf allen Webseiten, bei denen Zweifel bestehen, ein Virus-Scan durchgeführt werden.

 

3. Dem Namen der Webseite Beachtung schenken

 

Betrugswebseiten stellen oft Fallen und machen sich dabei den Erfolg und die Vertrauenswürdigkeit etablierter Seiten zu Nutze. Der Name von Betrugswebseiten ähnelt häufig dem großer und bekannter Webseiten. Gerne wird statt einem O die Zahl Null verwendet. Beispiel: statt Facebook nutzen Betrüger den Namen Facebo0k. Insbesondere bei Benachrichtigungen von Bank oder Kreditkartenanbieter ist Vorsicht angesagt. Phishing Mails und Webseiten wirken oft täuschend echt. Im Zweifel ist es immer besser, sich doppelt bei der Bank zu vergewissern. Geben Sie niemals sensible Daten und Passwörter heraus, auch wenn die Seite oder E-Mail auf den ersten Blick seriös wirkt.

 

4. Nur sichere Zahlungsmethoden verwenden

 

Zahlungen sollten ausschließlich über sichere Zahlungsdienstleister durchgeführt werden. Die Webseite sollte sichere Zahlungsmethoden wie PayPal und Directpay anbieten. Ist der Zahlungsverkehr lediglich über dubiose Anbieter möglich, sollten alle Alarmglocken läuten. Auch darf einer Webseite, bei der Zweifel an der Seriosität bestehen, niemals Zugang zu einem automatischen Bankeinzug gewährt werden.

 

5. Lizenzen überprüfen

 

Eine in Europa gültige Lizenz ist essentiell zum Schutz vor Betrug. Insbesondere beim Online-Glücksspiel sollten alle Nutzer zuerst prüfen, ob das Casino lizensiert ist und Schutz vor Betrug bietet. Zahlreiche Online-Casinos haben ihren Hauptsitz auf Malta und verfügen über eine Glücksspiellizenz der Europäischen Union. Das alleine bietet noch keinen ausreichenden Schutz vor Betrug, macht es aber einfacher, das Casino im Betrugsfall rechtlich zu belangen. Vor Online-Casinos, die ihren Hauptsitz außerhalb der EU haben, sollte aus Sicherheitsgründen Abstand genommen werden. Eine Ausnahme: Sicheres spielen gewährleistet häufig eine Glücksspiellizenz aus Gibraltar, wie Nutzer sie auf https://www.casino.com/de/ finden.

 

6. Auf Rechtsschreibfehler und Grammatik achten

 

Betrugswebseiten arbeiten oft mit minimalem Aufwand. Das bedeutet: Geld in einen professionellen Übersetzer investieren die wenigsten. Stattdessen strotzt die Webseite nicht selten vor Rechtschreibfehlern. Wenn Produkte oder Dienstleistungen in den höchsten Tönen angepriesen werden, sich dabei aber jede Menge Rechtsschreibfehler im Text befinden, sollten die Nutzer besser nachprüfen, ob es sich um eine seriöse Seite oder Abzocker handelt. Wenn die Seite dürftig mit Google-Translator übersetzt wurde, die Produkte aber durchaus hochpreisig sind, ist es wahrscheinlich, dass es sich um Betrug handelt.

 

7. Das Angebot scheint zu gut um wahr zu sein? Dann ist es das wahrscheinlich auch nicht

 

Top-Produkte zum kleinen Preis, riesige Rabatte und unrealistisch gute Bonusangebote – online finden sich viele Angebote, die zu gut scheinen, um wahr zu sein. Die schlechte Nachricht: ist das Angebot zu ansprechend, handelt es sich in vielen Fällen um Betrug. Die Masche ist immer ähnlich. Durch groß angepriesene Versprechen sollen Kunden angelockt werden und bei genauerem Hinsehen haben die Angebote einen Haken. Oftmals einen Haken, der so gravierend ist, dass es sich um Betrug handelt und bei dem die Kunden letztendlich doppelt zahlen müssen, für ein vermeintliches Bonusangebot oder Schnäppchen. Das bedeutet nicht, dass sich online keine guten und seriösen Angebote finden. Aber scheint das Angebot zu gut, um wahr zu sein, muss immer auch das Kleingedruckte ganz genau gelesen werden, bevor das Angebot in Anspruch genommen wird.

 

Vor Betrug im Internet gibt es keinen hundertprozentigen Schutz, denn einige Betrüger sind mehr als gerissen. Die Wahrscheinlichkeit auf Betrug hereinzufallen, lässt sich aber deutlich reduzieren, wenn unsere sieben Schritte zum Schutz vor Online-Betrug beachtet werden. Betrügern kommen Sie so künftig rechtzeitig auf die Schliche.

 

Autor: 
ENERGY Media
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