Slow Fashion: 7 Tipps für einen nachhaltigeren Umgang mit Kleidung

Der Konsumdrang der Menschen ist mittlerweile enorm groß. Jeder will immer das neuste und trendigste Produkt haben. Dies spiegelt sich auch bei unser Kleidung wieder. Die Modetrends verändern sich schnell. In den Klamottenläden gibt es wöchentlich neue Kollektionen und der/die trendbewusste Fashionblogger*In postet täglich neue Bilder mit den aktuellsten Klamotten.

Wirft man dann jedoch einen Blick in die Kleiderschränke unserer Gesellschaft, fällt auf, dass diese oft fast überquellen. Doch anstatt seine vorhanden Teile wertzuschätzen, kaufen wir immer mehr Kleidung. Denn es ist ja leider so, dass die Freude, die einem der Kauf von Kleidung bringt, leider genauso schnell verfliegt, wie sie auch gekommen ist.

 

Genau dies beschreibt die sogenannte "Fast Fashion". Man kauft sich ständig neue Klamotten und diese sollen am Besten noch sehr günstig sein. Klar viele machen es. Doch kaum einer denkt dabei an die schwerwiegenden ökologischen und gesundheitlichen Folgen die dies nach sich zieht. Die Abholzung von Regenwäldern, der Anbau von genveränderter Baumwolle unter Pestizideinsatz und der enorm hohe Wasserverbrauch sind nur ein Teil davon.

 

Doch dazu gibt es nun ein Gegenstück. Die sogenannte "Slow Fashion". Dabei stehen Qualität, die Umwelt und Fairness für Verbraucher und Produzenten im Vordergrund. Wie du das in deinem Alltag umsetzen kannst, wird dir in den folgenden Beispielen erklärt:

#1 Ausmisten und Vorhandenes wertschätzen

 

Umso mehr Kleidung man besitzt, umso weniger wertschätzt man sie. Stellst du also wieder einmal fest, dass du eigentlich schon genug Kleidung besitzt, solltest du die vorhandene Kleidung lieber nochmal durchschauen, bevor du losziehst und neue kaufst. Dabei fällt dir vielleicht auf, dass sich verschiedene Geschichten hinter manchen Kleidungsstücken verbergen. Diese solltest du natürlich behalten und wertschätzen lernen. Andere Kleidungsstücke, die dir nicht mehr gefallen, kannst du aussortieren und verschenken oder verkaufen. Denn der Ansatz von Slow Fashion ist es auch minimalistisch zu denken.

#2 Gebraucht kaufen oder verkaufen

 

Slow Fashion bedeutet grundsätzlich einen Neukauf von Kleidungsstücken zu vermeiden. Bemerkst du also wieder einmal, dass dein Kleiderschrank aus allen Nähten platzt ist es an der Zeit auszusortieren. Allerdings solltest du die Kleidungsstücke die du nicht mehr haben möchtest auf keinen Fall wegschmeißen. Du kannst stattdessen ganz einfach zum nächsten Flohmarkt gehen und deine Kleidung hier weiterverkaufen oder stellst sie bei einer online Second-Hand-Plattform für den Verkauf ein. Dadurch bekommst du nicht nur ein kleines Taschengeld, sondern du schonst sogar unsere Ressourcen, da das Kleidungsstück nicht neu hergestellt werden muss.

 

#3 Neu Kombinieren

 

Ist dir vielleicht schonmal aufgefallen, dass du deine Klamotten immer gleich kombinierst? Meistens hat man morgens keine Zeit sich was Neues auszudenken und zieht sich dann so an wie immer. Das gibt einem oft das Gefühl ständig das Gleiche anzuhaben, was dazu führt, dass wir uns neue Kleidung kaufen. Stattdessen kannst du dir einfach mal überlegen, wie du deine Kleidung neu kombinierst. Vielleicht einfach mal den Cardigan zuknöpfen, ihn umdrehen und so einen "neuen" rückenfreien Pullover zu haben. Oder einfach ein T-Shirt zu einem Croptop umfunktionieren, indem du die Enden deines Shirts einfach unter deine BH-Bügel klemmst. In unseren Kleidungsstücken steckt so viel mehr Potenzial als wir eigentlich denken!

#4 Qualität statt Kurzlebigkeit

 

Grundsätzlich solltest du keine kurzlebigen Billig-Kleidungsstücke kaufen, weil sie nicht fair und nachhaltig produziert werden. Durch ihre meist schlechte Qualität halten diese Kleidungsstücke auch nicht sonderlich lange und du musst dir bald wieder Neue kaufen. Deshalb ist es sinnvoller, gleich in ein

zu investieren und sich dafür langfristig an der Kleidung zu erfreuen. Dadurch wird die Ressourcenverschwendung direkt im Vorhinein ausgeschlossen.

 

#5 Leicht kombinierbare Kleidung bevorzugen

 

Um deine Kleidung vielseitig kombinieren zu können, solltest du bereits beim Kauf darauf achten, zeitlose Kleidungsstücke oder Basics zu kaufen. Auf diese Weise kannst du aus ein paar wenigen Einzelstücken viele verschiedene Outfits zaubern. Durch diese Einstellung werden unbedachte Shoppingräusche verhindert.

#6 Auf Siegel achten

 

Falls sich ein Neukauf nicht vermeiden lässt, kannst du auf das Umweltsiegel achten. Eines der wichtigsten ist hierbei das IVN-Best-Siegel für Naturtextilien. Dieses zeichnet die gesamte Lieferkette von landwirtschaftlichen Anbau der Faser bis zum fertigen Pullover unter Nachhaltigkeitsaspekten aus. Das GOTS-Siegel oder OEKO-TEX sind außerdem auch ein wichtiger Hinweis für die nachhaltige Herstellung von Kleidung.

 

#7 Repaieren statt wegschmeißen

Deine Hose oder dein Pulli haben mal wieder ein Loch? Kein Problem. Mit einfachen Tricks kann man auch als Leihe seine Klamotten wieder nähen und sogar noch aufpeppen. Du hast z.B. eine alte langweilige Jeansjacke gefunden? Pimpe sie einfach mit verschiedenen Aufnähern auf. Diese gibt es in verschiedenen Formen und Farben und machen dein altes Kleidungsstück zu einem echten Hingucker.

 

 

Also wirf doch mal einen Blick in deinen Kleiderschrank und schau,  wie sich Slow Fashion bei dir Zuhause umsetzten lässt. Dadurch tust du nicht nur deinem Geldbeutel, sondern auch deiner Umwelt und deiner Gesellschaft etwas Gutes. Unser Schrank hat nämlich viel mehr zu bieten als wir denken.


Fällt dir noch etwas ein, was wir vergessen haben? Dann schreib mir gerne an marie@energy.de. Du interessierst dich für andere nachhaltige Themen? Dann schau mal bei Green Up Your Life vorbei.

 

Autor: 
lk
_self

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