So gestaltet sich der Alltag einer professionellen Detektei

Der Alltag eines Privatdetektivs richtet sich natürlich in erster Linie nach seinem Auftrag. So gibt es Detektive, die im Kaufhaus Ausschau nach Langfingern halten oder aufdecken, wenn eine Versicherungsleistung unrechtmäßig erschlichen werden soll. Der größte Teil entfällt jedoch auf die Aufgabenbereiche Privat- und Wirtschaftsdetektei. Typische Fälle?

Ein Privatdetektiv sucht Beweise für den Ehebruch oder den Unterhaltsbetrug, unterstützt bei der Kindesrückführung oder ermittelt Personen und Adressen im Umkreis. Ein Wirtschaftsdetektiv überwacht Mitarbeiter, die im Verdacht stehen, eine Krankheit vorzutäuschen. Auch die unerlaubte Nebenbeschäftigung, Diebstahlsvorwürfe sowie Versicherungsbetrug fallen in den Aufgabenbereich eines Wirtschaftsdetektivs. Als Detektei in Nürnberg ist die Detektei Lentz genau auf diesen Themenschwerpunkt spezialisiert und das mit mehr als zwanzig bundesweiten Niederlassungen.

 

Beweisbeschaffung ist das erklärte Ziel, unabhängig vom Einsatzbereich

Ein Detektiv hat eine Hauptintention: Er ist stets auf der Suche nach Beweisen - und zwar für die eingangs genannten Fälle und noch vieles mehr, wir die Folgende Aufstellung zeigt:

 

  • Ein Privatdetektiv sucht Beweise, um Unterhalts- oder Sorgerechtstreitigkeiten, Partnerschaftsangelegenheiten oder Erbschaftsstreitigkeiten zu unterfüttern. Auch familien- oder zivilrechtliche Angelegenheiten zählen zu ihrem Einsatzbereich. Diebstahl, Vandalismus, Mobbing, Erpressung, Scheidungen, Stalking, Miet-Nomadentum, Betrug oder gar Vaterschaftsnachweise fallen in diese Kategorie.
  • Ein Wirtschaftsdetektiv wird aktiv in der Beweissuche, wenn es um Marken- und Produktpiraterie, Sabotage, Wettbewerbsverstoß, Schwarzarbeit, Diebstahl, Werkspionage, IT-Sicherheit oder Betrug geht.

 

diese methoden stehen einem detektiv zur auswahl

Um herauszufinden, ob der Mandant im Recht ist oder den Partner oder Mitarbeiter zu Unrecht im Verdacht hatte, hat der Detektiv eine Auswahl an Methoden zur Verfügung. Diese Methoden gestalten auch seinen Arbeitsalltag in der Detektei.

Beschattung der Zielperson: Vor allem, wenn der Verdacht des Betrugs im Raum steht, wird der Detektiv den Weg der Beschattung wählen. Besteht der Verdacht, dass der Ehepartner fremdgeht, legt der Detektiv sich entsprechend auf die Lauer. Das heißt: Der Detektiv überprüft, ob die Zielperson auch wirklich den Tag verlebt, den er vorgibt. Ist der Geschäftsmann auf Geschäftsreise oder vergnügt er sich mit seiner Freundin im Hotel? Sogenannte Observationen können entweder offen oder verdeckt durchgeführt werden. Dabei gilt: Eine Kamera zur Beweisführung zu installieren, ist rechtlich möglich. Auch eine Abhöraktion ist denkbar. Unter Umständen kann es sogar sinnvoll sein, undercover zu ermitteln. Vor diesem Hintergrund ist die Wandelbarkeit des Detektivs gefragt, der im Industrieunternehmen ebenso wenig auffallen darf wie im Fünf-Sterne-Restaurant. Die GPS-Ortung zählt hingegen zu den unerlaubten Methoden, die auch gerichtlich nicht anerkannt sind.

Frau hinter Kerzen

Abb. 1: Wen die Sorge umtreibt, dass der Ehepartner fremdgeht, der engagiert einen Detektiv. Durch Recherche und Observation wird er aufzeigen, ob der Verdacht begründet ist oder nicht.

Recherchetätigkeiten im Rahmen der Personensuche: Gilt eine Privatperson als vermisst oder ein Schuldner im unternehmerischen Bereich soll aufgefunden werden, stellt die Recherche die Hauptaufgabe des Detektivs dar. Zu recherchieren bedeutet in diesem Zusammenhang, unterschiedliche Recherchequellen, meist medialer Natur, zu nutzen. Die Internet- und Zeitungsrecherche, aber auch Recherchetätigkeiten bei Ämtern fallen hierunter. Besonders aufwendig ist die Recherche dann, wenn Einzelpersonen zum Fall gehört werden sollen, deswegen verfügt ein guter Detektiv auch über Fähigkeiten in psychologischer Gesprächsführung.

Zeitung auf Laptop

Abb. 2: Im Indoor-Einsatz gehören Recherchetätigkeiten zu den Hauptaufgaben des Detektivs.

Grundsätzlich stellt der Alltag in einer professionellen Detektei meist einen Mix aus Indoor- und Outdoor-Aktivitäten dar. Recherchezeiten sind abhängig von Land und Zeitzone, in der recherchiert wird. Observationen müssen mit Blick auf den Tagesablauf der Zielperson geplant werden.

 

der rechtliche rahmen des detektivs

Der rechtliche Rahmen, in dem sich der Detektiv tagtäglich bewegt, lässt sich mit Verweis auf die "Jedermannsrechte" erklären. Wichtig wird dieses Recht bereits bei der Beauftragung eines Detektivs, denn er darf den Auftrag nur annehmen, wenn es ein konkretes Interesse gibt. Da jede Observation auch einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte bedeutet, ist der konkrete Verdacht Grundvoraussetzung für den Einsatz eines Detektivs. Je nach Fall darf der Detektiv mit Verweis auf dasselbe Recht auch einen Menschen festnehmen.

 

Im Paragraph 127 der Strafprozessordnung (StPO) heißt es dazu: "(1) Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen. Die Feststellung der Identität einer Person durch die Staatsanwaltschaft oder die Beamten des Polizeidienstes bestimmt sich nach § 163b Abs. 1."

 

Geknüpft ist das Recht auf Festnahme an diverse Voraussetzungen, wie es aus Anwaltskreisen heißt:

 

  • Der Täter muss in flagranti und an Ort und Stelle festgenommen werden. Achtung: Der Tatverdacht reicht nicht aus. Die Tat muss ausgeführt worden sein. Und der Täter muss wissen, warum er (vorübergehend) festgenommen wird.
  • Die Festnahme darf erfolgen, wenn die Gefahr besteht, dass der Verdächtige flüchtet.
  • Die Festnahme darf nicht mir allen erdenklichen Mitteln umgesetzt werden. Es gilt das Prinzip der Verhältnismäßigkeit (auch, wenn Notwehr als Verteidungsmaßnahme eingesetzt wird.)
  • Die Festnahme ist möglich, wenn sich die Identität nicht feststellen lässt.

 

Autor: 
ENERGY Media
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