So umweltschädlich ist Kaffee!

Erst mal 'nen Kaffee! Die Tasse "Glück" gilt bei vielen als Morgenritual, kleine Auszeit oder Genussmoment. Doch der Kaffeeanbau und die meist genutzten Verpackungsmaterialien haben einen bitteren Nachgeschmack!

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Laut dem Deutschen Kaffeeverband konsumiert jede*r Deutsche im Durchschnitt 166 Liter Kaffee pro Jahr. Zu den beliebtesten Arten des Kaffeekonsums gehören hierbei der klassische Filterkaffee und der Kaffee aus den immer beliebteren Pad- und Kapselmaschinen.

 

Problematisch hierbei ist das Material, aus dem die kleinen Kapseln oder Pads bestehen, da diese meist nicht recycelbar sind und gleichzeitig einen hohen Ressourcenaufwand in der Herstellung mit sich ziehen. Aber auch der Anbau der leckeren Kaffeebohnen belastet die Umwelt. Häufig wird für diesen Regenwald gerodet und so der Lebensraum vieler Tierarten bedroht. Darüber hinaus werden toxische Pestizide eingesetzt, die das Grundwasser verschmutzen. Und auch so ist der Wasserverbrauch enorm, da für circa einen Kilo Kaffee 21.000 Liter Wasser benötigt werden. Rechnet man alle Faktoren vom Kaffeeanbau bis hin zur Zubereitung zusammen, so fallen durchschnittlich 50 bis 100 Gramm CO2 pro Tasse an.

 

Welche Art der Zubereitung ist die umweltbewussteste?

Filterkaffee

 

Mit nur 0,2 Gramm Müll pro Tasse ist die Filtertüte nämlich ein echter Öko-Knüller!

Die Kaffeefilter können nämlich ohne Probleme in den Biomüll landen und kompostiert werden. Allein die Pulververpackung verursacht den Müll, welcher jedoch oft recycelt werden kann. Dementsprechend ist die beliebteste Art der Kaffeezubereitung glücklicherweise auch die umweltfreundlichste.


Espressokanne

Bei der typisch italienischen Brühart entsteht außer dem Kaffeesatz kein weiterer Abfall. Doch sollte man trotzdem darauf achten, wie viel Pulver man aufkocht und wie viel man tatsächlich auch trinkt, um die Klimabilanz des Kaffees nicht unnötig in die Höhe zu jagen.

 

Kaffeepads

Pad rein, Knopf drücken und fertig ist der Kaffee!
Klar, wenn es schnell gehen muss und der Körper nach Koffein lechzt, ist eine moderne Kaffeemaschine kinderleicht zu handhaben und superschnell durch die kleinen Kaffeepads zu befüllen. Zwar ist die Herstellung und Entsorgung recht umweltfreundlich, doch die Verpackung ist alles andere als nachhaltig. Viele Hersteller verpacken ihre Pads einzeln und dann erneut in einer größeren Packung. Mit knapp 0,8 Gramm Müll pro Tasse schneiden die Pads damit schlechter ab als die beliebten Filtertüten.

Kapselkaffee

Sehr viel schlechter fällt die Ökobilanz bei Kaffeekapseln aus.
Neben dem herkömmlichen Kaffeepulver sind sie nicht nur deutlich teurer, sondern auch in ihrem Herstellungsablauf umweltschädlicher. Die meisten Kapseln bestehen aus Kunststoff oder Aluminium, wobei Letzteres aus Bauxit gewonnen wird. Für die Herstellung von beispielsweise einem Kilogramm Aluminium benötigt es rund 14 Kilowattstunden Strom, was wiederum knapp acht Kilo CO2 produziert. Deshalb lieber auf wiederverwendbare Kapseln aus beispielsweise Edelstahl zurückgreifen!

 

Auf die Siegel achten

Für einen umweltbewussteren Kaffeekauf kannst du auch auf die auf den Verpackungen abgebildeten Siegel und Zertifizierungen achten, die dir zeigen, ob und wie umweltbewusst die Produkte tatsächlich sind. Fair-Trade-Kaffee wird zum Beispiel im Gegensatz zu dem herkömmlichen Kaffeepulver unter gerechteren Arbeitsbedingungen und nachhaltigen Bedingungen hergestellt.

 

Du interessierst dich für weitere Themen rund um Nachhaltigkeit? Dann schau doch mal bei Green Up Your Life vorbei. Auf unserer Webseite findest du alle Podcasts und Themen, die Marie bisher behandelt hat. 

 

Autor: 
hr/sb
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