Wie teuer ist der Klimaschutz wirklich?

Marie erklärt dir, ob der Klimaschutz tatsächlich ein Loch ins Portemonnaie reißt und was es mit dem CO2-Preis auf sich hat.

Nicht selten heißt es, dass der Klimaschutz zu kostspielig und komplex sei. Doch fest steht, dass die langfristigen Kosten möglicher Umweltkatastrophen und der Klimakrise laut einer neuen Studie bis zu 6-mal höher liegen, als es bislang vermutet wurde.

Bis jetzt hieß es nämlich, dass die Wirtschaftseinbußen bis zum Jahr 2100 bei sechs bis sieben Prozent lägen. Doch neue Zahlen zeigen, dass die beispielsweise durch das Wetter erschwerten Arbeitsbedingungen und möglichen Dürren, Überschwemmungen oder beispielsweise auch Tropenstürme bis Ende des Jahrhunderts zu einer weltweiten BIP-Senkung von 37% und irreversiblen Klimaveränderungen führen könnten.

 

Vorsorge statt Nachsorge

Am härtesten betroffen von den Folgen des Klimawandels werden ausgerechnet Entwicklungsländer sein. Die zukünftigen Klima-Kosten wären also sehr viel höher und für betroffene Regionen kaum finanzierbar. Deshalb soll eine Vorsorge im Hier und Jetzt geschaffen werden.

In der EU wird genau aus diesem Grund Verbraucher*innen versucht klimafreundlichere Alternativen anstelle fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl aufzuzeigen. Hierbei spielt der CO2-Preis eine wichtige Rolle. 

 

Was ist der CO2-Preis?

Der CO2-Preis, auch Kohlenstoffpreis genannt, ist eine Gebühr, die für die Emissionen von Kohlenstoffdioxid gezahlt werden muss. Seit Anfang des Jahres gilt diese Bepreisung für Kohle, Diesel, Benzin, Gas und Heizöl. 

Der Preis soll zur Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes der Verbraucher*innen sowie der Industrie beitragen und die Erreichung der Klimaziele des Pariser Klimaabkommens ermöglichen. Im EU-Emisionshandel kostet die Tonne CO2 zurzeit knapp 60 Euro.

 

Dieser Preis ist nicht hoch genug, um beträchtliche Schäden der Zukunft zu decken und die aufkommenden Schäden der Klimakrise auf faire Weise zu verteilen. Zum Vergleich: Werden langfristige ökonomische Folgen mit einbezogen, müsste der CO2-Preis auf knapp 2800 Euro pro Tonne steigen.

Fazit

Ja, Klimaschutz ist teurer, ABER nichts im Vergleich zu dem Kostenaufwand, der durch die Schadensbegrenzungen von Unwettern und Klimakatastrophen entstehen würde. Deshalb – jetzt Geld in die Hand nehmen und langfristig sparen!

 

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Autor: 
hr/sb
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