Wie viel ist genug? Was bleibt im Geldbeutel?

Wirtschaftliche Lage und Konsumausgaben deutscher Haushalte.

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Die Gesellschaft für Konsumforschung GfK ist sich sicher, dass die privaten Konsumausgaben deutscher Haushalte auch in diesem Jahr wieder steigen werden. Nicht zuletzt, weil der Arbeitsmarkt sich positiv entwickelt. Zur besseren Einordnung: Für 2016 hatten die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes durchschnittliche Konsumausgaben von 2.480 Euro ergeben - pro Haushalt und pro Monat. Aber wie viel Geld braucht es denn nun wirklich zum Leben?

 

Kein Durchschnittsmensch

Eine Frage, die sich pauschal schlicht und ergreifend nicht beantworten lässt. Weil die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen genauso verschieden sind wie ihre Einkommen. Jede Statistik und jede Studie sind deshalb bestenfalls Annäherungsversuche. Und auch diese drehen sich üblicherweise um die Dinge, die sich überhaupt erfassen lassen: Wie viel kommt in die Kasse rein, wie viel geht wieder raus und wohin fließt das Geld? Sich in den daraus resultierenden Durchschnittswerten wiederzufinden, das ist keine so leichte Angelegenheit.

 

Für das Jahr 2016 sahen die Lebenshaltungskosten in Deutschland nämlich beispielsweise so aus (Quelle: Statistisches Bundesamt):

 

Lebenshaltungskosten in Deutschland

 

Die Schwierigkeiten bei der individuellen Einordnung fangen schon damit an, dass eben nicht jeder deutsche Haushalt mal eben die vom Statistischen Bundesamt ermittelten knapp 2.500 Euro monatlich ausgibt - weil die Summe vielen Haushalten schlicht und ergreifend gar nicht zur Verfügung steht. Dabei stehen die Ergebnisse der neuen Einkommens- und Verbrauchsstichprobe für das Jahr 2018 erst noch aus und gemessen an der Einschätzung der GfK muss wohl davon ausgegangen werden, dass sich privaten Konsumausgaben noch einmal erhöhen. Der Blick zurück bestätigt übrigens diese Erwartung, denn alleine zwischen 2015 und 2016 sind die Ausgaben pro Haushalt und Monat um rund 90 Euro gestiegen.

 

Trotzdem bleibt die Grundlage dieser Erkenntnisse der Durchschnitt. Nur dass eben die wenigsten Menschen dem Durchschnitt entsprechen und stattdessen mit einer gänzlich anderen Realität auskommen müssen. Zum Beispiel mit einer, in der das Thema Geld keineswegs eine derart erfreuliches ist, wie es die GfK-Prognosen suggerieren. Eine Realität, in der das Wirtschaftswachstum völlig unerheblich ist, weil es sich nicht in den Einkommensverhältnissen wiederspiegelt.

 

Passend dazu der Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW in Berlin, der zwar einen stetigen Anstieg der Realeinkommen seit 1991 sieht. Gleichzeitig weist der Bericht aber auch darauf hin, dass im selben Zeitraum die Zahl der Menschen, die ein Niedrigeinkommen beziehen, ebenfalls gestiegen ist. Was wiederum nicht für die Höhe dieser Einkommen gilt, denn die ist tatsächlich noch weiter gefallen. Zwar wird die Zuwanderung als einer der maßgeblichen Gründe für diesen Trend angeführt - weil Migranten vor allem in ihren ersten Jahren in Deutschland nur geringe Einkommen erhalten - trotzdem verdeutlichen die Zahlen, dass das anhaltende wirtschaftliche Wachstum nicht bei allen Menschen ankommt.

 

Shopping

Insgesamt gute Aussichten für Konsumklima und Wirtschaftswachstum, für einzelne Haushalte gestaltet sich die Situation aber durchaus weniger rosig. (Bild: © Fotolia/IRStone)

 

Ein emotionales Thema, schließlich ist diese Form der Ungleichheit kein neuer Trend und es steht auch in Zukunft nicht zu erwarten, dass sie ein Ende findet. Sie verschiebt sich lediglich, wenn der Prognos-Deutschlandreport mit seinem Ausblick bis ins Jahr 2045 nicht vollkommen danebenliegt. Statt eines Wohlstandsgefälles zwischen Ost und West wird es künftig eines zwischen Nord und Süd geben. Steigende Wirtschaftsleistung pro Kopf und ein insgesamt weiterwachsendes Bruttoinlandsprodukt - für diejenigen, die trotzdem mit einem niedrigen Einkommen unterhalb des Durchschnitts ihr Leben gestalten müssen.

 

Es geht uns doch gut!

Deshalb sind Statistiken immer mit einem Mindestmaß an Vorsicht zu genießen, und für Vergleiche - ob zwischen Bundesländern oder international - gilt im Grunde genommen dasselbe. Jede Medaille hat schließlich zwei Seiten und so lässt sich für jede Meldung über den wirtschaftlichen Aufschwung auch eine Gegenteilige finden. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich, wie so oft, irgendwo dazwischen. Statistik eben.

 

Was die Statistik mit dem Einzelnen zu tun hat

Warum solche Statistiken trotzdem wichtig sind? Weil sie einen ungefähren Eindruck davon vermitteln, wohin das verdiente Geld fließt, so dass die persönliche finanzielle Situation am Ende vielleicht doch besser erfasst werden kann - Stichwort privates Haushaltsbuch, das eine ähnliche Auf- bzw. Gegenüberstellung von Einkommen und Ausgaben erlaubt. Beim ganz persönlichen Konsum und Verbrauch gibt es die Möglichkeit, die Kosten in einigen Bereichen durch verschiedene Tricks zu senken und so mehr für andere Verwendungszwecke übrig zu haben. Für Rücklagen beispielsweise, um einen finanziell betrachtet entspannten Lebensabend verbringen zu können.

 

Wobei das - und auch deswegen sind statistische Erfassungen von Einkommen und Konsumausgaben relevant - in einem konkreten, wenngleich mittelbaren Zusammenhang mit den Entwicklungen des Wirtschafts- und Währungssystems steht. Ungeachtet der Tatsache, wie sehr der Einzelne dem Durchschnitt entspricht oder von ihm abweicht, bleibt er Teil dieser Systeme. So wie die Arbeitsleistung jedes einzelnen Menschen zum Wirtschaftswachstum beiträgt, so ist er umgekehrt durchaus von größeren Zusammenhängen betroffen. Von einer stabilen Währung beispielsweise, denn von der hängt wiederum ab, wie viel das Geld überhaupt zum Leben beitragen kann. Nicht nur jetzt, sondern auch für die Zukunft, für den Lebensabend.

 

Wie sieht es aus in den privaten Haushalten?

Deswegen untersucht die Bundesbank in regelmäßigen Abständen die Einkommens- und Vermögensverhältnisse privater Haushalte. Dazu gehörte bei der letzten Erhebung auch die Frage, ob Geld denn nun glücklich macht oder genauer – zufrieden. Eine dieser Fragen, deren Antwort vermeintlich offensichtlich ist und bei der es in diesem speziellen Fall doch nur darum zu gehen scheint, wie viel Geld letzten Endes benötigt wird, um die Lebenszufriedenheit merklich zu verbessern.

 

Hausbau

Immobilien, Ersparnisse oder andere Geldanlagen: Im Durchschnitt verfügen die Deutschen über ein beachtliches Vermögen, auch im europäischen Vergleich. (Bild: © Fotolia/Ilhan Balta)

 

Das Umfrageergebnis der Bundesbank ist daher keine sonderliche Überraschung: Je größer das Einkommen und das Vermögen, desto größer die Zufriedenheit. Was man natürlich differenzieren muss, denn was in der grafischen Auswertung nur bedingt abgebildet werden kann, sind die Menschen, die von der allgemeinen Tendenz abweichen. Die also trotz eines niedrigen Einkommens und kaum vorhandenen Vermögens gegen den allgemeinen Trend nicht unzufrieden sind, sondern mit ihrer Situation sehr gut zurechtkommen. Dasselbe gilt für Fälle mit umgekehrten Vorzeichen. Was zwar einerseits beweist, dass es - und so lautet auch die Erkenntnis der Bundesbank-Studie - keinen Durchschnittshaushalt gibt, der die zu erwartenden, typischen Eigenschaften mit sich bringt.

 

Was wiederum nichts daran ändert, dass es bei der Verteilung des Vermögens nur selten Ausreißer gibt. Im Gegenteil: Laut Studie herrscht in diesem Punkt weitgehend Stabilität vor und nur sehr wenige Haushalte schaffen einen auffälligen finanziellen Aufstieg oder erleben einen ebenso auffälligen finanziellen Abstieg.

 

Konsumausgaben und Einkommen gehen Hand in Hand

Ein ähnlich gleichmäßiges Bild zeichnet sich ab, wenn man die Entwicklung von verfügbarem Einkommen und privaten Konsumausgaben betrachtet. Beide gehen sozusagen Hand in Hand, was den Beobachtungen entspricht, die der britische Ökonom John Maynard Keynes in seiner Hypothese vom absoluten Einkommen zusammengefasst hat.

 

In der Kurzfassung: Haushalte treffen ihre Konsum- und Sparentscheidungen vornehmlich nach der Höhe ihres Einkommens. Gespart wird erst dann mehr, wenn auch mehr Einkommen zur Verfügung steht. Grundsätzlich ein plausibler Erklärungsversuch, der aber von einem typischen und allgemeingültigen Verhalten ausgeht. Deshalb schauen andere Theorien zu den privaten Konsumausgaben darauf, welche Faktoren außerdem einen Einfluss haben könnten.

 

  • Die relative Einkommenshypothese etwa berücksichtigt, dass sich das Konsumverhalten üblicherweise nicht schlagartig ändert, sobald mehr oder weniger Einkommen verfügbar ist. Stattdessen passen sich Verhalten und Einkommen erst langsam aneinander an.
  • Ein anderer relevanter Faktor könnte der Lebenszyklus sein. Die dazugehörige Theorie nimmt sozusagen eine Zweiteilung des Lebens vor: Die Zeit der Erwerbstätigkeit ist eine Zeit des Sparens, während im Ruhestand "entspart" wird.
  • Einen deutlich anderen Ansatz verfolgt hingegen die Hypothese vom Dauereinkommen, denn hier stehen die dauerhaften Konsummöglichkeiten im Fokus, die viel weniger durch ein veränderliches Einkommen beeinflusst werden.

 

Auch mit diesen Thesen lassen sich private Konsumausgaben nicht vollständig erklären, weil wesentliche Einflussfaktoren unberücksichtigt bleiben. Etwa die Entwicklung von Zinsen. Und man sollte nicht den Fehler machen und davon ausgehen, dass niedrige Zinsen in erster Linie die Konsumfreude steigern, da sich das Sparen kaum noch lohnt. Umgekehrt können nämlich dieselben niedrigen Zinsen und die daraus resultierenden niedrigeren Zinserträge dafür sorgen, dass weniger ausgegeben wird. Ein anderer Faktor, der sich im Alltag vielleicht noch stärker bemerkbar macht, sind die Preise von Waren und Dienstleistungen.

 

Fluss in der Schweiz

Schön - und teuer. Im europäischen Vergleich gehört die Schweiz zu den teuersten Ländern, dagegen wirkt das deutsche Preisniveau tatsächlich moderat. (Bild: © Fotolia/JFL Photography)

 

Und die anderen so?

Dabei ist es grundsätzlich so, dass die Lebenshaltungskosten in Deutschland recht gering sind. Zumindest im europäischen Vergleich. Im vergangenen Jahr lag das Preisniveau für private Konsumausgaben in Deutschland fünf Prozent über dem EU-Durchschnitt und nur 2,4 Prozentpunkte über dem Durchschnitt des gesamten Euroraums. Schon beim direkten Nachbarn Frankreich lagen die Lebenshaltungskosten knapp neun Prozent über EU-Niveau, in den Niederlanden waren es schon etwas mehr als zwölf Prozent und am teuersten war das Leben in der Schweiz (59 Prozent über Durchschnitt) und auf Island (66 Prozent über Durchschnitt).

 

Einkommensunterschiede bestehen weiter, erklären aber nicht alles

Was mitunter daran liegt, dass die Preise für dieselben Verbrauchsgüter und Dienstleistungen um das Dreifache auseinandergehen, vergleicht man den günstigsten und den teuersten Mitgliedstaat. Entsprechend unterschiedlich fällt die Kaufkraft in den jeweiligen europäischen Ländern aus, die sich wiederum nur durch vergleichbar hohe Einkommen erklären lässt. Man darf sich von den Zahlen allerdings nicht täuschen lassen und im Umkehrschluss von sehr viel geringeren Einkommen in den Ländern ausgehen, deren Preisniveau teilweise sogar deutlich unter dem EU-weiten Durchschnitt liegt. Ganz im Gegenteil, denn die Menschen in Ost- und Mitteleuropa sehen finanziell keineswegs grundsätzlich sehr viel schlechter da als die Bewohner westeuropäischer Länder. Zwar weisen Bruttoinlandsprodukte von 40 Prozent (Bulgarien) oder rund 60 Prozent (auf dem Baltikum) des Durchschnitts innerhalb der EU nach wie vor große Lücken zwischen den einzelnen europäischen Ländern auf. Trotzdem ist die Annäherung der jeweiligen Einkommen kaum weniger beträchtlich. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es eine ähnliche Annäherung auch beim Konsumverhalten gibt: Die Ausgabenstruktur ist im EU-Vergleich teilweise von deutlichen Unterschieden geprägt.

 

Italien

Auch die Italiener selbst mögen ihre Pizza - und geben deshalb europaweit das meiste Geld dafür aus. Nur eine von vielen lokalen Präferenzen, die sich beim Vergleich von Konsumausgaben finden lassen. (Bild: © Fotolia/ekaterina_belova)

 

Wer gibt wofür wie viel aus?

 

  • Nahrungsmittel, Getränke und Tabak

In dieser Kategorie liegen beispielsweise die Rumänen mit einem Anteil an ihren gesamten Konsumausgaben von fast 37 Prozent europaweit vorne. Sogar knapp 23 Prozent vom Schlusslicht: Im Vereinigten Königreich werden nämlich nur 14,3 Prozent für diesen Kostenpunkt aufgewendet. Was immer noch mehr (wenn auch nicht viel mehr) ist, als 2016 in deutschen Haushalten ausgegeben wurde (13,8 Prozent).

  • Freizeit und Kultur

Bei den Ausgaben für die Freizeitgestaltung hingegen liegen die Briten mit einem Anteil von 14,9 Prozent vor den übrigen Europäern. Vor den Griechen sogar mehr als deutlich, die lediglich vier Prozent ihrer Konsumausgaben in Freizeit und Kultur investieren - ein gänzlich anderes Bild würde sich allerdings ergeben, wenn bei diesen Ausgaben diejenigen für Restaurantbesuche und Hotelaufenthalte berücksichtigt wären: In dem Fall gehört Griechenland mit rund 18 Prozent nämlich zu den Top 3 (hinter Irland und Zypern). Mit 10,4 Prozent lagen die Deutschen vor zwei Jahren tatsächlich annähernd in der Mitte dazwischen, für Restaurants und Hotels lag der Anteil sogar nur bei etwa sechs Prozent.

  • Wohnen

Führend sind die Deutschen hingegen bei den Ausgaben für das Wohnen. Laut Harmonisiertem Verbraucherpreisindex (HVPI) liegt der Wert für 2017 mit knapp 27 Prozent deutlich unter dem, der vom Statistischen Bundesamt für 2016 ermittelt wurde. Er ist gleichzeitig aber auch weit davon entfernt, was auf Zypern für diese Kategorie aufgewendet wird (elf Prozent).

  • Verkehr

Nahe am Rande des Klischees bewegen sich die Erkenntnisse für den Bereich Verkehr: Denn mit fast 20 Prozent geben die Luxemburger hierfür anteilig das meiste Geld aus, was nicht zuletzt daran liegt, dass Befragungen durch Eurostat und das Institut der deutschen Wirtschaft einen Hang zum vermehrten Kauf von Kraftfahrzeugen aus. Dass in Luxemburg gleichzeitig die Top-Verdiener der EU sitzen - wahrscheinlich kein Zufall.

 

Fraglich allerdings, ob es sich hierbei nicht doch um eine der auffälligen lokalen Präferenzen handelt, die sich innerhalb der Ausgabenstrukturen der untersuchten EU-Haushalte durchaus finden lassen: Die Italiener geben etwa überdurchschnittlich viel Geld für Pizza (und Quiche) aus, die Griechen für Olivenöl. Wie oben beschrieben lassen sich die Ergebnisse aber nicht durchgehend auf die Einkommensverhältnisse oder kulturelle Unterschiede beziehen. Konsumverhalten ist und bleibt also statistisch nicht bis ins letzte Detail erklärbar.

 

Wie viel ist genug?

Bleibt am Ende trotz allem die Frage, wie viel der Einzelne denn nun braucht, um ein gutes Leben zu führen. Eigentlich müsste man noch einen Schritt zurückgehen und überhaupt erst einmal klären, was dieses "gute Leben" denn überhaupt sein soll. Viel Fantasie erfordert es schließlich nicht, um sich vorzustellen, dass die Meinungen darüber ganz eklatant auseinandergehen können. Ist ein gutes Leben überhaupt mit Geld aufzuwiegen?

 

Genau diesem Ansatz sind vor ein paar Jahren auch Robert und Edward Skidelsky gefolgt, das Vater-Sohn-Gespann ist dabei ebenfalls schnell von der Frage nach dem "Genug" bei der nach dem "genug für ein gutes Leben" gelandet. Eine "Ökonomie des guten Lebens" ist es daher, was sie dem auf ständigen Wachstum ausgelegten Kapitalismus entgegenstellen wollen.

 

Im Zentrum dieser Idee steht, das dürfte kaum eine Überraschung sein, die (Selbst-)Beschränkung, wo auf der anderen Seite die Unersättlichkeit herrscht. Gesundheit, Sicherheit, Respekt, Persönlichkeit und viele andere Werte sind es, die nach den Skidelskys ein gutes Leben ausmachen. Nicht der Konsum. Was unweigerlich wieder zu der Frage führt, ob denn die finanziellen Mittel wirklich ausreichen, um mit ihnen die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Im Durchschnitt? Ohne Frage. Aber wer lebt schon im Durchschnitt? Und wer legt denn überhaupt fest, welche Grundbedürfnisse denn wirklich für alle Menschen gültig sind, von den Mitteln, sie zu befriedigen, einmal ganz zu schweigen?

 

Frau und Mann gehen mit ihrem Kind dem Sonnenuntergang entgegen

Zeit mit der Familie? Reisen? Neues Auto? Was zum guten Leben gehört, ist für jeden etwas Anderes - entsprechend spielt Geld dabei auch eine unterschiedliche Rolle. (Bild: © Fotolia/candy1812)

 

Das Problem besteht schlicht darin, keine verlässlichen Aussagen über die Vorstellungen des Einzelnen machen zu können, wenn es um etwas so Abstraktes wie ein schönes Leben geht. Selbst bei weitgehend übereinstimmenden Lebensumständen grenzt es an Unmöglichkeit. Deshalb ist es ebenso unmöglich, das "Genug" in Verbindung mit einer konkreten Zahl zu bringen.

 

Insofern liegt der Fehler unter Umständen schon darin, ein gutes Leben von den finanziellen Möglichkeiten abhängig zu machen. Weil es so einfach eben oft nicht funktioniert: Wie viel genug ist, bleibt unterm Strich eine Frage der persönlichen Perspektive - und die kann mit keiner Statistik der Welt wirklich erfasst werden. Eine Antwort muss daher, so enttäuschend die Erkenntnis sein mag, jeder für sich selbst finden.

 

Autor: 
ENERGY Media
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