Safer Internet Day 2021: Auch Promis sensibiliseren

Egal ob Fake News oder mangelnder Datenschutz - Soziale Netzwerke werden immer wieder kritisert. Am heutigen Safer Internet Day melden sich auch Promis dazu. Einige beanstanden insbesondere mangelnden Jugendschutz.

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Im Umgang  mit Sozialen Netzwerken sollte grundsätzlich stets Vorsicht geboten sein. Doch vor allem TikTok wird immer wieder zur Zielscheibe von Kritikern. Dass die Videoplattform, die zum chinesischen Technologieunternehmen Bytedance gehört, es mit dem Datenschutz nicht ganz so genau nimmt, dürfte vielen bereits bekannt sein. Ein Beispiel hierfür: Der Tagesschau zufolge, haben Regierungen große Angst, dass die Daten ihrer Bürger*innen durch die TikTok-App chinesischen Behörden zugänglich gemacht werden könnten. Außerdem sieht sich die App immer wieder mit Spionage- und Zensurvorwürfen konfrontiert.

Noch so ein Vorwurf an TikTok lautet: Rassismus. Wie das Portal Netzpolitik.org berichtete, habe TikTok eine Liste mit "besonderen Menschen" geführt und seine Moderator*innen angewiesen, die Reichweite dieser Personengruppe zu begrenzen. Zu diesen "besonderen Menschen" gehörten laut Netzpolitik.org Menschen mit Behinderung, Homosexuelle oder "dicke Menschen". TikTok rechtfertigte sein Vorgehen damit, dass sie diese Personengruppe vor Cyber-Mobbing schützen wollte und deshalb ihre Sichtbarkeit drosselte.

Deutsche Promis setzen sich für Jugendschutz in den sozialen Netzwerken ein

Genau hier setzt die Initiative Safer Internet Day an. Zwar steht der Aktionstag dieses Jahr eigentlich unter dem Motto "Was glaube ich - Meinungsbildung zwischen Fakt und Fake". Doch gibt es viele Meinungsbildner*innen und Promis, die vor allem bezüglich Kindern und Jugendlichen im Internet sensibilisieren wollen. Oliver Pocher, der in letzter Zeit immer wieder Influencer aufs Korn nahm, ist einer davon. Er kritisiert unter anderem, dass auf den Sozialen Netzwerken, allen voran TikTok, die User*innen immer jünger und immer freizügiger werden. Vor wenigen Tagen postete er ein Video auf Instagram, in dem er sagt, die Erotikbranche entdecke auf TikTok zunehmend die minderjährige Zielgruppe. Zudem sei es ein Netzwerk, auf dem sich auch zunehmend Pädophile "austoben können". Seine Aussagen belegt er mit zahlreichen Video-Sequenzen von TikTokern. Darunter ein 17-jähriger Junge, der seine liebsten Pornodarsteller*innen vorstellt, oder ein 16‑jähriges Mädchen, dem mehrfach Kooperationsangebote von einem Sexshop gemacht wurden. Pocher fordert, dass Eltern stärker kontrollieren, ab welchem Alter Kinder und Jugendliche TikTok-Accounts haben und vor allem, welchen Content sie posten.

 

Auch der Entertainer Riccardo Simonetti hat sich des Themas angenommen. Ihm geht es vor allem darum, Kinder und Jugendliche vor Hatespeech und Cybermobbing zu schützen. Er kritisiert jedoch nicht konkret ein Soziales Netzwerk.

Nun sieht TikTok sich wohl gezwungen zu reagieren. Einer TikTok-Pressemitteilung zufolge startet das Soziale Netzwerk nun eine Partnerschaft mit INHOPE, einem globalen Netzwerk von 47 Kinderschutz-Hotlines. Zusammen wollen sie dafür sorgen, dass besonders die jungen User*innen die Möglichkeit haben, "ihre Online-Präsenz sicher zu gestalten." Für Familien insgesamt sowie für Angehörige von Minderheiten soll eine sicherere Umgebung geschaffen werden.

 

Autor: 
kp
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