Autoverkauf - wo und wie lohnt sich der Verkauf des Gebrauchtwagens am meisten?

Früher oder später kommt für die meisten Fahrzeughalter der Moment, in dem der alte Gebrauchtwagen weichen muss und ein neues Auto dessen Platz einnehmen soll. Doch nicht immer gestaltet sich der Verkauf des alten Fahrzeugs einfach und problemlos, zumal es verschiedenste Möglichkeiten, viele Interessenten und eine ganze Menge zu beachten gibt. Hauptsächlich haben Fahrzeughalter die Möglichkeit, zwischen folgenden Varianten des Autoverkaufs zu wählen:

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Autoverkauf

- Autoversteigerung, Autoauktion

- Autoverkauf an Bekannte/Verwandte

- Zeitungsinserat

- Autoverkauf an einen Autohändler

- Inserat in Autobörsen im Internet


Der Klassiker - die Zeitungsannonce


Zeitungsinserat


Hierbei kann der Verkäufer sein Fahrzeug detailliert beschreiben, nennt vorab einen Preis und gibt weitere Informationen preis - oder eben auch nicht, dies kann der Fahrzeughalter selbst entscheiden. Sinnvoll ist jedoch eine möglichst genaue und attraktive Beschreibung, bei der trotz allem jedoch nur wahre Fakten genannt werden sollten. Ein wichtiger Punkt, der dabei nicht fehlen sollte: der Zusatz "VHB". Dabei handelt es sich ausgeschrieben um die Verhandlungsbasis. Sie zeigt, dass der Verkäufer durchaus gewillt ist, seinen Preis womöglich noch nach unten zu korrigieren. Gerade deshalb macht es meist auch Sinn, den anfangs genannten Preis direkt etwas höher anzusetzen. Ebenfalls wichtig ist die Angabe der Kontaktdaten. Hier sollten Verkäufer vor allem bedenken, dass ein interessantes Verkaufsobjekt durchaus viele Interessenten haben kann und das Handy womöglich nicht mehr aufhört zu klingeln. Zunächst sollte auch die Adresse nicht angegeben werden. Dies kann im schlimmsten Fall zur Folge haben, dass Interessenten ungefragt vor der Haustür erscheinen. Mitunter werden so außerdem Betrüger angelockt, die sich nicht mehr abwimmeln lassen. Im Vergleich zu einer Anzeige im Internet hat ein Zeitungsinserat allerdings nur eine begrenzte Zeichenanzahl. Daher wird oft zu Abkürzungen gegriffen, die jedoch wenig attraktiv auf den Leser wirken und meist auch noch Verwirrung stiften, sofern kein absoluter Kenner vor der Anzeige sitzt.
 

Sinnvoller kann daher der Griff zur Internetanzeige sein, in der meist deutlich umfangreichere Beschreibungen verfasst werden können. Zudem lassen sich Fotos anhängen und der Interessent bekommt einen besseren ersten Eindruck vom Fahrzeug. Da Online-Inserate meist auf großen Portalen geschaltet werden, ist die Reichweite deutlich höher und erreicht mehr potenzielle Käufer. Nicht umsonst gibt es mittlerweile immer weniger KFZ-Anzeigen in Zeitungen, denn diese rechnen sich meist schlicht nicht mehr. Hinzu kommt die Tatsache, dass entsprechende Onlineportale in vielen Fällen auch eine Community besitzen, sodass beispielsweise Bewertungen anderer Käufer eingesehen werden können und schwarze Schafe sich schnell herausfiltern lassen.

 

Der Verkauf an Freunde und Bekannte

Nicht selten gibt es eine oder mehrere Personen im Freundeskreis oder unter den Verwandten, die auf der Suche nach einem Auto sind. Diese eigentlich durchaus attraktive Möglichkeit sollte jedoch mit Bedacht gewählt werden, denn einige Risiken sind dabei nicht zu unterschätzen. Ganz klassisch wäre folgendes Szenario möglich: Das Fahrzeug wurde erfolgreich an einen Verwandten oder Freund verkauft, geht kurz darauf jedoch kaputt. Dies wiederum kann zu Streit führen, vor allem dann, wenn der Schaden am Fahrzeug besonders heikel ist und der Käufer sich um sein Geld betrogen fühlt. Ebenso kann es aber auch vorkommen, dass die Interessenten einen besonders günstigen Preis oder sonstige Vergünstigungen erwartet. So wird dem Freund/Verwandten zwar ein Gefallen getan, letztendlich hat der Verkäufer sein Geld damit jedoch sprichwörtlich "aus dem Fenster geschmissen".


Autoverkauf an Freunde


Es besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug von einem Händler aufkaufen zu lassen, der sich entweder auf gebrauchte Fahrzeuge spezialisiert hat und diese in großer Menge ankauft oder sie auf Kommission auf seinen Hof stellt.

 

- Erstere Variante bietet sich dann an, wenn der Fahrzeughalter sein Auto schnell loswerden möchte und ebenso schnell bares Geld bekommen möchte. Dafür muss er in der Regel jedoch auf ein paar hundert Euro verzichten, denn auch der Händler möchte im Nachhinein noch Gewinn machen. Laut n-tv kann es sich hierbei durchaus um Abschläge von bis zu 50% handeln. Dafür kümmert dieser sich um die An- und Abmeldungsformalitäten, heutzutage wird diesbezüglich sogar oftmals einen Rundum-Service angeboten. Die beinhaltet beispielsweise die kostenfreie Fahrzeugbewertung, eine individuelle Begutachtung und Prüfung oder die Abwicklung sämtlicher Formalitäten. Hier hat sich mittlerweile ein regelrechter Markt von Gebrauchtwagen-Ankäufern entwickelt, wobei diese meist über ein umfangreiches, bundesweites Händler-Netzwerk verfügen und daher bereits potenzielle Käufer für alle gängigen Modelle und Altersklassen in ihrer Datenbank haben. Auch im Internet lassen sich immer mehr Portale finden, die den Autoankauf anbieten und mit Phrasen wie "Wir kaufen dein Auto" mögliche Kunden anwerben.

 

- Wer sein Fahrzeug hingegen über Kommission verkaufen möchte, sollte dies zunächst genau überdenken. Denn nicht immer engagiert sich der jeweilige Autoverkäufer im Nachhinein wirklich, sodass das Auto tatsächlich schnell verkauft wird. Einige interessieren sich lediglich für die Platzmiete, die nur dann gezahlt wird, wenn das besagte Fahrzeug nicht verkauft wird. Dann kann es für den Fahrzeughalter langfristig teuer werden, während der Autohändler ein angenehmes Nebeneinkommen hat. Sinnvoll ist es bei dieser Variante daher, sich im Vorfeld ausreichend umzuhören und nicht direkt zum ersten Autohändler in unmittelbarer Nähe zu gehen.
 

Auktion für das Fahrzeug

Autoauktionen werden auf speziellen Online-Plattformen abgehalten und sind derzeit noch eine Option, die eher wenigen Käufern in den Sinn kommt. Das liegt vor allem daran, dass viele befürchten, hierbei die sprichwörtliche "Katze im Sack" zu kaufen. Immerhin ist im Vorfeld keine Probefahrt möglich und eine genaue Begutachtung des Fahrzeugs ist ebenfalls nicht möglich. Andererseits kann eine Auktion auch durchaus gut erhaltene Schnäppchen bereithalten, sodass Käufer hier ein Auto zu einem besonders günstigen Preis erhalten. Der Verkäufer muss hierbei ähnliche Punkte wie bei einer klassischen Verkaufsannonce beachten, durch die Vorgabe eines meist sehr niedrigen Startgebots finden sich jedoch oftmals schnell viele Interessenten. Das Risiko liegt allerdings darin, dass das Fahrzeug theoretisch auch zu einem viel zu niedrigen Preis an den letzten Bieter geht und der Verkäufer seinen Wagen unter Wert verkauft. Ansonsten finden klassische Autoversteigerungen außerdem durch den Zoll statt, der beschlagnahmte oder ausgemusterte Fahrzeuge zum Verkauf freigibt. Dies ist zwar für Verkäufer uninteressant, dafür können gewerbliche Händler und privat suchende Käufer durchaus auf ihre Kosten kommen.

 

Autor: 
ENERGY Media

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