Berlin goes Hollywood mit der 12-jährigen Helena Zengel

Alle, die sich für das Filmbusiness interessieren, kommen an ihr gerade nicht vorbei: Helena Zengel. Für ihre Rolle im Film "Neues aus der Welt" wurde sie nun für den Golden Globe nominiert. Den Film kannst du bei Netflix streamen.

Oft sind es Tugenden wie Bescheidenheit, die die Herzen der Menschen gewinnen. So scheint es auch bei der 12-jährigen Berlinerin Helena Zengel zu sein. Wie der Auslandsrundfunk Deutsche Welle berichtet, sagt die Siebtklässlerin, sie sei ein ganz normales Kind, sei behütet aufgewachsen. Und das, obwohl sie mit ihren jungen Jahren schon auf so manchem roten Teppich flanieren durfte. 2017, damals war Zengel acht Jahre jung, spielte sie im Film "Die Tochter". Gezeigt wurde er erstmalig auf der Berlinale. Dann, 2019, war sie wieder auf der Berlinale zu sehen, damals für den hochgelobten Film "Systemsprenger".

 

Doch zählt nicht nur Bescheidenheit zu den zahlreichen Eigenschaften, mit denen Zengel begeistertn kann.

Die auf Deutsche Welle zitierte Regisseurin des Films sagt, sie habe Zengel deshalb unter 150 anderen Mädchen ausgewählt, weil an ihr nie etwas Verzogenes oder Freches zu sehen gewesen sei, sondern Fragilität und Verletzlichkeit. Dass Zengel keine Star-Allüren hat, beweist sie auch in ihrem Podcast "Großes Z und kleiner Engel". In einer Folge erfährt man, dass sie zum ersten Mal die bayerischen Berge sieht und wie sehr sie davon überwältigt war. Außerdem verrät sie, dass sie vor ihrem Angebot für den Film "Neues aus der Welt" zwar schon mal von Tom Hanks gehört habe, aber ihn zuerst nicht so richtig zuordnen konnte. Da musste sie erstmal ein paar Filme mit Tom Hanks gucken. Wer kann es ihr verdenken - mit ihren 12 Jahren?

Ein Händchen für tiefgründige Jugendrollen

Das Filmangebot für den neuen Streifen "Neues aus der Welt" verdankt Zengel ihrem Auftritt in "Systemsprenger". Da verkörpert sie ein einsames, eigenwilliges Kind, das ständig austickt. Das Meisterwerk wurde mit mehr als 30 Filmpreisen ausgezeichnet, darunter dem Deutschen Filmpreis. Und genau diese überzeugende Spielweise in "Systemsprenger" war es, die den Regisseur von "Neues aus der Welt", Paul Greengrass, auf die junge Berlinerin aufmerksam machte. Der Deutschen Welle zufolge suchte Greengrass "einen Kindercharakter mit viel Tiefe". Und genau das scheint Zengel zu haben. Im Western, der ab sofort auf Netflix ausgestrahlt wird, spielt Zengel nämlich ein Waisenkind, das von einem indigenen Stamm in New Mexico (USA) entführt wurde und dann von Tom Hanks aufgegabelt wird. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagt Zengel, sie habe sich mehrmals zwicken müssen, als sie erfuhr, dass sie die Rolle neben Tom Hanks habe. Dass sie nun auch noch für die Golden Globes nominiert sei, "und das in meinem Alter", mache sie sprachlos.

 

Freundschaft kennt keine Altersgrenzen

Auch dass Zengel Humor hat, beweist sie im SZ-Interview. Da erzählt sie, sie habe Tom Hanks den wichtigsten Satz auf Deutsch, den er wissen müsse, beigebracht. Das war nicht etwa: "Ich bin ein Berliner", sondern "Wo finde ich etwas zu essen?" Hanks wiederum habe ihr Tipps gegeben wie: Sei stets freundlich, hab' den Text drauf und sei pünktlich. In mehreren Interviews mit deutschen Zeitungen sagte Zengel, sie und Hanks seien durch den Film Freunde geworden und hätten immer noch Kontakt per Handy oder E-Mail.


Wenn du nun auch Lust hast, dich in die Welt des Wilden Westens entführen zu lassen und Helena Zengel als Waise zu erleben, kannst du den Film "Neues aus der Welt" bei Netflix streamen.

 

Schau dir hier den Trailer an:

 

 

 

Autor: 
kp
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