Darum ist die Flächenversiegelung schlecht fürs Klima

Was hat die Flächenversiegelung mit der Erderwärmung zu tun? Und worum geht es da eigentlich? Marie erklärt es dir!

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Zur Bekämpfung des Klimawandels denken wir meist an CO2 als maßgeblichen Treiber. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdöl oder Erdgas, auch Suess-Effekt genannt, ist seit der Industrialisierung um 1850 hauptverantwortlich für den schnellen Anstieg von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre in kürzester Zeit.

 

Dennoch gibt es viele weitere Faktoren, die zur Erderwärmung beitragen, wie Flächen-/ Bodenversiegelung.

 

Von Flächenversiegelung spricht man, wenn weder Wasser noch Luft den Erdboden erreichen können. Das sind einmal sämtliche Siedlungs- und Verkehrsflächen (wie zum Beispiel Straßen), aber auch unbebaute Bereiche, wie Betriebsflächen oder Verkehrsflächen. Außerdem zählen unterirdische Bauten, wie Keller, Tiefgaragen, Rohre und Leitungen dazu.

 

In Deutschland werden jährlich durchschnittlich 158 Quadratkilometer neu versiegelt. Städte wie München, Oberhausen oder Hannover weisen bis zu 40% Versiegelung auf.

 

Auswirkungen

Übermäßige Flächenversiegelung hat verschiedene ökologischen Auswirkungen:

 

1. Grünflächen tragen durch ihre Feuchtigkeit und deren Verdunstung zur Kühlung („Verdunstungskälte“) bei. Sind die Flächen allerdings versiegelt, fehlt die gespeicherte Feuchtigkeit. Durch reflektierende Flächen und Gebäude wird dieser Effekt verstärkt, weshalb es in Städten im Sommer zu bis zu 10 Grad Unterschied zum Umland kommen kann.

 

2. Das Regenwasser kann weniger gut versickern und die Grundwasservorräte auffüllen. Außerdem steigt das Risiko für Überschwemmungen, da die Kanalisation nur bedingt große Wassermassen fassen kann.

 

3. Außerdem wird durch die dauerhafte Abtrennung von Luft und Wasser die Bodenfruchtbarkeit verringert, was dazu führt, dass weder Auf-, Um- noch Abbau von fruchtbarem Boden möglich ist und somit Lebensraum diverser Lebewesen und Organismen zerstört wird.

 

Flächen wieder zu entsiegeln ist sehr aufwendig, teuer und ineffektiv. Der Boden braucht sehr viel Zeit um sich zu regenerieren und seine vorherige Qualität wieder herzustellen. Häufig bleiben Reste von Fremdstoffen zurück.

 

Das kannst du tun

 

Einen maßgeblichen Beitrag leistet man, wenn man auf Neubauten verzichtet und bereits stehende Häuser renoviert. Auch die Gartengestaltung spielt eine Rolle. Hierbei sollten möglichst viele Grünflächen entstehen oder vorhanden bleiben und Höfe, Parkplätze und Wege durch wasserdurchlässige Alternativen, wie begrünte Rasengittersteine geschaffen werden.

 
 
 

 

Autor: 
kw/sb
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