Darum kannst du jetzt Likes bei Instagram verbergen

Ab jetzt kannst du selbst entscheiden, ob du die Anzahl von Likes sehen magst oder nicht. Ein neues Feature macht's möglich. Instagram möchte damit vielen User*innen entgegenkommen und ihnen ein entspannteres Instagram-Erlebnis bieten. 

User*innen der ersten Stunde erinnern sich: Instagram war noch neu, Influencer*innen wie wir sie heute kennen gab es nicht und alle Instas posteten nur bunt-gefilterte und gerahmte quadratische Fotos von völlig alltäglichen Dingen - der 1977- und der Nashville-Filter waren damals ÜBERALL! Instagram war eine casual Foto-App und sollte hauptsächlich Spaß machen. Und vor allem war sie nach MySpace, Facebook und Co. mal etwas Neues. Der Aufstieg der Hashtags machte es einfach, Gleichgesinnte wie #foodlover oder #fashionblogger zu finden. Likes waren mehr so Nebensache, hauptsächlich ging es um "coole Bildbearbeitung" (sofern man die damaligen Filter überhaupt so schimpfen darf...) und alle tasteten sich so ein bisschen an das neue soziale Netzwerk heran. 

 

der druck: höher, schneller, weiter

Ein Jahrzehnt später sind wir von den Anfängen weit entfernt. Die einstige Foto-Plattform hat sich zur Video-, Reel- und Einkaufsplattform weiterentwickelt und an jeder Ecke wird um Likes und Saves gebuhlt. Große Brands und Promis brechen fast täglich irgendwelche Like-Rekorde und Influencer*innen kassieren auch tausende, wenn nicht Millionen Herzchen auf ein Bild


Für viele Ottonormal-User*innen der App werden solche Like-Dimensionen immer unerreichbarer. Der Druck allerdings, viele Herzchen für ein gelungenes Foto einzuheimsen, scheint zu steigen. Im Internet kann sich jeder für wenige Euro Likes und Follower*innen kaufen oder für etwas mehr Geld sogenannte "Presets" erwerben, Filter, die den Feed einheitlich wirken lassen, um ihn attraktiv und ansprechend zu machen. Doch wozu das Ganze?

 

negativer einfluss auf wohlbefinden

Der Vergleichsdruck macht sich bemerkbar. Immer mehr Nutzer*innen merkten an, dass sich die schiere Anzahl der "Gefällt mir"-Angaben, die andere auf ihren Content kriegen, sich negativ auf ihr Befinden und damit ihre mentale Gesundheit auswirke. Der Druck, makellosen und perfekten Content abzuliefern, nach Likes zu streben und damit "beliebt" zu werden, sowie der ständige Vergleich mit anderen, führe dazu, dass sich gerade junge User*innen schlecht, deprimiert oder "nicht genug" fühlten

 

option, die anzahl der herzchen zu verbergen

Nachdem Instagram Anfang März aus Versehen die Anzahl der sichtbaren Likes für viele Nutz*innen verborgen hatte war klar, dass die App an einem neuen Feature arbeitet. Das Versehen machte aber auch deutlich, dass viele User*innen die Likes weiterhin beibehalten wollen, um zu sehen, was gerade beliebt und angesagt ist. 

 

Jetzt hat Instagram die finale Lösung präsentiert: Nutzer*innen können selbst entscheiden! Wer sich mit ausgeblendeten Zahlen auf der App wohler und gelassener fühlt, kann das jetzt einstellen. In den Privatsphäre-Einstellungen bei "Beiträge" ist die neue Funktion zu finden. Ist diese aktiv, ist bei Feed-Beiträgen keine Zahl mehr, sondern "Gefällt xy und anderen" zu lesen. Auch für eigene Posts kann die Herzchen-Anzahl eingestellt werden: Einfach bei dem Post oben auf die drei Punkte und auf "Anzahl der 'Gefällt mir'-Angaben verbergen" klicken. Diese Einstellung kann sowohl vor als auch nach dem Hochladen eingestellt werden. 

 

Instagram Like Anzahl verbergen: Anleitung

 

nach und nach für alle verfügbar

Instagram sagt, man habe an dieser neuen Funktion eng mit externen Expert*innen zusammengearbeitet, um besser nachzuvollziehen zu können, wie man das Nutzungserlebnis auf der App verbessern kann, um Nutzer*innen eine positive Erfahrung zu bieten. Die neue Einstellung wird nach und nach ausgerollt, User*innen werden beim Öffnen der App über die Verfügbarkeit informiert. Auch bei Facebook wird es zukünftig die Möglichkeit geben, die Anzahl der "Gefällt mir"-Angaben verbergen zu können. 

 

Autor: 
ld
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