Das sind die besten Milchalternativen

Diese Woche stellt Marie dir verschiedene Milchalternativen vor.

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Immer mehr Menschen ernähren sich aus Überzeugung, aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Lebensmittelunverträglichkeiten vegan. Dadurch wird immer öfter zu pflanzlichen Alternativen, anstatt zur Kuhmilch gegriffen. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Alternativen auf dem Markt, z.B. aus Nuss, Soja oder Reis und sie unterscheiden sich geschmacklich sowie in Sachen Nährstoffe und Fettgehalt. Marie stellt dir ein paar dieser Milchalternativen vor und sagt dir, warum es sich lohnt die Kuhmilch aus dem Kühlschrank zu verbannen und worauf du beim Kauf achten solltest.

#1 Umsteigen lohnt sich!

Dass Tiere dafür leiden müssen, damit Menschen Milch trinken können, ist längst kein Geheimnis mehr. Für den Griff zu Milchalternativen spricht außerdem, dass sie besser für die Umwelt und für deine Gesundheit sind. Bei der Herstellung von einem Liter Milchalternative werden zwei Drittel weniger CO2 ausgestoßen als bei der Herstellung von Kuhmilch, genauer gesagt zwischen 0,7 und 1 kg. Außerdem liegt der Wasserverbrauch bei einem Liter Kuhmilch bei 628 l, während bei Milchalternativen zwischen 28 und 371 l (je nach Alternative) verbraucht werden. Kühe brauchen auch viel mehr Land, nämlich im Durchschnitt 9m². Die Lebensmittel für Milchalternativen brauchen dagegen im Schnitt nur 0,5 bis 0,8m².

 

Beim Thema "gesundheitlichen Auswirkungen von Milch und Pflanzendrinks" spalten sich die Meinungen. Die eine Seite behauptet, dass Milch krank macht. Die Begründung ist unter anderem, dass 75% der Weltbevölkerung die darin enthaltene Laktose nicht verträgt und viele es oftmals gar nicht wissen.

 

Woher kommt eigentlich unsere Milch?

Außerdem soll Kuhmilch nur für Kälber geeignet sein und nicht für Menschen. Die Kälber werden von ihren Müttern getrennt, damit sie die Milch nicht wegtrinken und werden stattdessen mit einer Ersatzmilch großgezogen. Da die Mutterkuh jährlich geschwängert wird, damit sie regelmäßig Milch gibt, erhöht sich automatisch der Östrogengehalt in ihrer Milch um das 33-fache und der Progesterongehalt um das 10-fache. Diese Hormone werden von deinem Körper beim Trinken mit aufgenommen, was nachweislich das Wachstum von beispielsweise bereits vorhandenen Tumoren beschleunigen kann.

Zudem wurde an der Universität Uppsala in Schweden anhand einer Studie herausgefunden, dass der Mythos "Milch macht die Knochen stark und hilft beim Wachstum" überhaupt nicht stimmt. Sie soll sogar bei Frauen Osteoporose begünstigen und das Sterberisiko erhöhen. In geringen Mengen besteht, den Experten nach, jedoch kein gesundheitliches Risiko. Einen Pluspunkt bekommt die Milch aber, denn es ist eindeutig bewiesen, dass sie mehr Nährstoffe enthält. Veganer und Trinker der Pflanzendrinks müssen sich diese Nähstoffe dann in anderen Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln holen.

Auch wenn sie Forscher in der Gesundheitsfrage noch nicht einig sind, kannst du das für dich selbst in die Hand nehmen und in einschlägiger LIteratur oder im Internet auf vielen Seiten nachlesen, was empfohlen wird und was nicht. Im Endeffekt musst du aber selbst entscheiden, welche Option du wählst. Der Fakt, dass Tiere in Massen dafür leiden und sterben müssen, lässt sich jedoch nicht leugnen, genauso wenig wie die Tatsache, dass Pflanzendrinks besser für unser Klima sind.

#2 Diese Milchalternativen gibt es

Mittlerweile gibt es einige Milchalternativen. Wir haben die Vor- und Nachteile der Milchalternativen für dich aufgelistet.

Sojadrink

neutraler, leicht-nussiger Geschmack

 

Vorteile:

  • genauso viel Eiweiß wie herkömmliche Milch
  • lässt sich gut aufschäumen
  • geeignet bei Laktoseintoleranz

 

Nachteile:

  • weniger Magnesium als Milch
  • nicht für Kinder geeignet, da es wohl einen Zusammenhang mit Wachstumshemmungen bei Kindern gibt
  • enthält Antinährstoff Phytinsäure, der die Aufnahme von Mineralien im Körper hemmt
  • kann Verdauungsprobleme verursachen

 

Mandeldrink

Süßlicher, Marzipan-ähnlicher Geschmack

 

Vorteile:

  • von Natur aus viele Nährstoffe
  • kalorienarm
  • geeignet bei Laktoseintoleranz

 

Nachteil:

  • Mangel an Proteinen (nur 1g pro Portion)

 

Kokosdrink

etwas dünnflüssiger, schmeckt nach Kokos

 

Vorteil:

  • enthält gesunde Fette, Kalium und viele Vitaminen

 

Nachteil:

  • in Maßen zu konsumieren: ein Glas deckt schon 20% des täglichen gesättigten Fettbedarfs

 

Reisdrink

relativ geschmacksneutral

 

Vorteile:

  • laktosefrei
  • frei von Allergenen
  • besonders gut zum Backen geeignet → verhält sich bei Hitze ähnlich wie die Kuhmilch

 

Nachteile:

  • mehr Zucker als andere Alternativen
  • hoher Arsenspiegel

Milchalternative

Cashewdrink

leicht nussiger Geschmack

 

Vorteile:

  • gute Quelle für Ballaststoffe, Antioxidantien, Kupfer und Magnesium
  • gut für Menschen mit Glutenunverträglichkeit

 

Nachteil:

  • proteinarm

 

Haferdrink

neutraler bis leicht süßlicher Geschmack

 

Vorteile:

  • reich an Eisen, Vitamin E und Folsäure
  • Ballaststoffreich → fördert die Verdauung

 

Nachteile:

  • geringer Eiweißgehalt
  • ungeeignet für Menschen mit Glutenunverträglichkeit

 

Hanfdrink

leicht nussiger Geschmack

 

Vorteile:

  • frei von Laktose, Milcheiweiß, Soja, Cholesterin und Gluten → perfekt für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten
  • wenige Kohlehydrate und wenig Zucker
  • gut zum Aufschäumen geeignet

 

Nachteil:

  • relativ fettreich

 

Erbsendrink

neutraler bis leicht süßlicher Geschmack

 

Vorteile:

  • nährstoffreich
  • wenig Zucker
  • blutzuckerregulierende Wirkung

 

Nachteile:

  • bisher keine bekannt

 

Lupinendrink

leicht süßlicher Geschmack

 

Vorteile:

  • aus heimischen Pflanzen gewonnen
  • reich an Vitamin E
  • hoher Eiweißgehalt

 

Nachteil:

  • geringer Anteil von Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen

     

Tipp von Marie

Die beste CO2-Bilanz haben übrigens Soja-, Hafer- und Lupinenmilch. Denn die Rohstoffe dafür werden größtenteils in Deutschland und Europa angebaut. Ja - richtig gehört! Die Sojabohnen, die für Sojadrinks verwendet werden, stammen nicht aus Südamerika. Dort werden die Wälder für den Anbau von Soja als Futtermittel für Vieh gerodet. 

#3 Beachte!

Wunder dich bei der Suche nach den Alternativen nicht, wenn das Wort "Milch" nicht auf der Packung steht. Die Milchalternativen dürfen in Deutschland nicht als Milch bezeichnet werden, deswegen verwenden Produzenten das Wort "Drink". Außerdem ist es, wie bei anderen Produkten auch, bei den Pflanzendrinks das Richtige auf BIO-Qualität zu setzen. Übrigens sind die veganen Drinks für dich am besten, wenn sie keine lange Zutatenliste auf der Rückseite haben und kein industrieller Zucker enthalten ist.

#4 Mach's dir selbst

Wir haben für dich zwei Rezepte, mit denen du deine Pflanzendrinks selbst machen kannst.

Mandelmilch

Für die Mandelmilch benötigst du:

  • 200 g Mandeln
  • 1 Liter Wasser
  • Zucker oder Agavendicksaft
  • Pürierstab
  • feines Sieb
  • Mulltuch/Nussmilchbeutel


Zuerst bedeckst du die Mandeln vollständig mit Wasser und lässt sie acht bis zehn Stunden darin quellen. Dann pürierst du die aufgequollenen Mandeln zusammen mit einem Liter Wasser bis du eine weiße Flüssigkeit (ohne Stückchen) siehst. Zum Schluss passierst du den Mandeldrink. Das klappt am besten, wenn du das Sieb mit einem Mulltuch auslegst. Du kannst den Drink natürlich nach Belieben süßen.

 

Hafermilch

Für die Hafermilch benötigst du:

  • 1 L kaltes Wasser
  • 50-100 g zarte Haferflocken
  • 1 Prise Salz
  • Zucker oder Agavendicksaft, optional 3-5 Datteln
  • Pürierstab
  • Feines Sieb
  • Nussmilchbeutel, Passiertuch oder ein dünnes Geschirrtuch

 

Alle Zutaten miteinander mixen und anschließend durch das Tuch und den Sieb passieren. Wenn du kernige Haferflocken verwendest, solltest du diese eine halbe Stunde in Wasser einlegen, sodass diese quellen können.

 

 

Autor: 
sb
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