Das sollten Kreditnehmer 2016 wissen!

Mit einem Kredit rücken die eigenen Träume schnell näher, aber es ist Vorsicht geboten. Als potenzieller Kreditnehmer solltest du dir zunächst bewusst machen, ob ein Kredit zwingend benötigt wird.

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Denn jeder Kredit, sei er auch noch so gut, führt zu einer finanziellen Verpflichtung, welche in der Regel monatlich zurückgezahlt werden muss. Mache dir zunächst klar, ob die Finanzierung eines aktuellen Konsumwunsches unerlässlich ist. Wenn die Frage nach der Notwendigkeit des Kredits beantwortet ist, so müssen die Kredithöhe, die Zinsen und die Rückzahlungsmodalitäten bestimmt werden.


Die Falle des Dispokredits vermeiden
Wenn akut Geld benötigt wird, um beispielsweise die Reparatur des PKWs zu bezahlen, so greifen viele Menschen auf den Dispokredit zurück. Dies erscheint im ersten Moment eine passable Lösung. Es wird die Erwartung an sich selbst gestellt, den Dispokredit jederzeit schnell wieder ausgleichen zu können. Genau an dieser Stelle liegt jedoch das Problem der Sache.


Der Dispokredit wird im Gegensatz zum klassischen Kredit, der mit etwas mehr Aufwand verbunden ist, nicht als geliehenes Geld betrachtet. Dementsprechend lassen sich schnell die Kosten für die Überziehung des eigenen Kontos aus den Augen verlieren. Die Zinsen für einen Dispositionskredit liegen im Schnitt bei etwa elf Prozent. Ist kein oder nur ein geringer Dispokredit vereinbart, so gewährt die Bank oftmals eine sogenannte geduldete Überziehung. Dies klingt vermeintlich sehr nett von Seiten der Bank, beinhaltet jedoch häufig einen Zinssatz von bis zu 20 Prozent.


Der Dispokredit ist damit die teuerste Form des Kredits, welcher von Banken angeboten wird. Wenn du einen kurzfristigen Kredit benötigst und diesen innerhalb von wenigen Wochen zurückzahlst, so ist der Dispokredit eine mögliche Option. Bist du jedoch nicht sicher, ob du dein Konto innerhalb einer solch kurzen Zeit komplett ausgleichen kannst, so empfiehlt sich ein Blick auf die diversen Kreditangebote. Selbst bei einem relativ geringen Betrag und einer Rückzahlungszeit von wenigen Monaten, stellt ein alternativer Kredit in aller Regel die bessere Wahl dar.


Der klassische Ratenkredit
Der Ratenkredit ist die am häufigsten aufgenommene Kreditart. Seit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2014 (Az.: XI ZR 405/12) dürfen bei einem solchen Verbraucherdarlehen keine Gebühren mehr verlangt werden. Die Bonitätsprüfung fällt damit komplett in den Verantwortungsbereich der Bank. Bei Altverträgen eventuell gezahlte Gebühren können, solange die Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen ist, zurückverlangt werden. Dies erfolgt dann auf dem Wege eines Erstattungsanspruchs. Bei neuen Verträgen ist nicht davon auszugehen, dass Gebühren verlangt werden.


Wichtig bei der Entscheidung, welcher Kredit benötigt wird, ist es, neben der Zinshöhe auch die Rückzahlungshöhe und die damit verbundene Dauer im Auge zu behalten. Vielfach wird nur die Zinshöhe beachtet. Wenn jemand aus dem Bekanntenkreis nach dem Kredit fragt, dann bestimmt nicht nach den Rückzahlungsmodalitäten, sondern nach der Zinshöhe.


Diese Falle machen sich Banken in Zeiten niedriger Zinsen besonders zu Nutze. Überlege deshalb bei der Kreditaufnahme genau, ob nicht eine etwas höhere und damit schnellere Rückzahlung möglich ist.


Zur Verdeutlichung soll folgendes Beispiel dienen:
Wunschdarlehen: 5.000 Euro
 

Rückzahlung über 3 Jahre/effektiver Zinssatz 5 %:
monatliche Rate: 149,61 Euro
Gesamtkosten: 385,79 Euro
 

Rückzahlung über 5 Jahre/effektiver Zinssatz 4%:
monatliche Rate: 91,92 Euro
Gesamtkosten: 515,28 Euro


Ratenzahlung


An diesem Beispiel kannst du erkennen, dass der niedrigere Zinssatz in der zweiten Variante aufgrund der längeren Laufzeit zu deutlich höheren Gesamtkosten führt. Als Kreditnehmer solltest du den effektiven Zinssatz beachten, nicht den nominalen. Diverse Nebenbedingungen können den nominalen Zinssatz erhöhen. Dabei spielen neben dem »Zinsverlust«, welcher dadurch entsteht, dass der Darlehensnehmer monatlich im Voraus eine Rückzahlung tätigt, welche eigentlich erst nach jeweils einem Jahr fällig wäre, Bereitstellungszinsen, die Kontoführungsgebühr oder ähnliche Faktoren eine Rolle. Die Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Kreditanbietern ist daher nur über den effektiven Jahreszins möglich.
 

Filiale oder Online Bank - Wer bietet den günstigeren Kredit?
Die Aufnahme eines Kredits in der Bankfiliale oder bei der Online Bank bietet jeweils Vor- und Nachteile. Zunächst kommt es auf deine individuellen Bedürfnisse an. Wenn du viel Wert darauf legst, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, den du bei Fragen auch persönlich aufsuchen kannst, dann bis du bei der Hausbank an der richtigen Adresse.
 

Bei einer Online Bank hingegen fehlt der persönliche Kontakt. Dafür liegt das Zinsniveau üblicherweise etwas unterhalb der Stufe der Hausbank. Dies ist schlicht und einfach dem Aufwand für den Betrieb der einzelnen Filialen geschuldet.
 

Dessen ungeachtet kann in einigen Fällen das Angebot der Hausbank niedriger sein als ein Angebot einer Online Bank. Ein Vergleich ist daher sehr zu empfehlen und kann eine Menge Geld sparen. Denjenigen, die ein etwas besseres Gefühl bei der Filiale vor Ort haben, ist dennoch ein Vergleich anzuraten. Du kannst beispielsweise ein Angebot einer Online Bank aussuchen und dieses bei dem persönlichen Gespräch vor Ort vorlegen. Je nach Spielraum des einzelnen Mitarbeiters wird das dir ursprünglich vorgelegte Angebot nochmals nachgebessert, um dich als Kunden zu gewinnen oder zu behalten. Sollte das Angebot zu weit von deinen Vorstellungen abweichen, kannst du dich in diesem Fall nach wie vor anders entscheiden.
 

Bei der Vielfalt an unterschiedlichen Banken fällt die Auswahl der passenden Bank schwer. Im Internet existieren diverse Kreditvergleichsrechner. Darüber hinaus bieten die Banken oft Lockangebote zu besonders günstigen Konditionen an. Dabei ist es als Kreditnehmer besonders wichtig, sich nicht zu sehr von diesen Angeboten leiten zu lassen. Oftmals sind die ausgelobten, besonders günstigen Kreditzinsen an diverse Forderungen geknüpft. Teils werden die Zinsen nur in Kombination mit einer längeren Laufzeit angeboten. So erhöhen sich, wie aus dem oben erwähnten Beispiel ersichtlich ist, die insgesamt anfallenden Kosten.
 

Eine moderne Alternative zur klassischen Kreditvermittlung stellen P2P-Kredite dar, welche auf verschiedenen Onlineplattformen angeboten werden. Ein solcher Privatkredit wird durch private Anleger finanziert und durch den Kreditnehmer wie ein gewöhnlicher Ratenkredit monatlich zurückgezahlt. Über den Marktführer im P2P-Lending, die Kreditplattform auxmoney, klärt die Website auxmoney-test.de auf. Hier finden sich neben Erfahrungs- und Testberichten auch Informationen zur Kreditanfrage und Geldanlage.
 

Jedem Kreditnehmer sollte bewusst sein, dass die besten Zinsen nur derjenige erhält, der über eine einwandfreie Bonität verfügt. Neben einem regelmäßigen, im Hinblick auf die Darlehenssumme hohen monatlichen Geldeingang können auch weitere Faktoren, wie der Beamtenstatus, den Kreditzins auf ein Minimum herunterdrücken. Das Risiko der eventuell auftretenden Zahlungsunfähigkeit lässt sich die Bank dabei sehr gut bezahlen.
 

Sobald der Bank das Risiko zu hoch erscheint, wird ein Kredit abgelehnt oder nur in gewisser Höhe in Aussicht gestellt. In diesem besonderen Fall sollte jedem Darlehensnehmer bei der Suche nach alternativen Darlehensangeboten bewusst sein, dass das Ziel die vollständige Tilgung des Darlehens sein muss. Wenn dies ungewiss ist, sollte jede weitere Kreditaufnahme, wenn es möglich ist, unterlassen werden.

 

Autor: 
ENERGY Media

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