Datentarife - welche Tarife eignen sich für welche Endgeräte?

Wie eine Infratest-Statistik zeigt, stieg die Zahl derjenigen Deutschen, die mobiles Internet nutzen, in den letzten Jahren rasant an. Vor allem die starke Verbreitung moderner Smartphones spielt für diese Entwicklung eine zentrale Rolle. Mal kurz in der U-Bahn die E-Mails zu checken, gehört für die meisten Menschen heutzutage zum normalen Alltag.

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Smartphone-Besitzer brauchen oftmals andere Datentarife als Nutzer eines Notebooks. Dies liegt hautpsächlich an der unterschiedlichen Art der Nutzung!

Dabei beschränkt sich mobiles Surfen natürlich nicht nur auf den E-Mail-Verkehr oder die Nutzung sozialer Netzwerke. Wer unterwegs mit dem Notebook ins Netz geht, tut dies häufig, um zu arbeiten. Dasselbe gilt für Tablets. Manch einer nutzt die Geräte auch im Zug oder im Urlaub, um Filme oder Musik zu streamen. Dabei spielt die Art des Endgeräts und der Nutzung eine wesentliche Rolle dafür, welcher Tarif für die eigenen Bedürfnisse infrage kommt. Schließlich sind Flatrates für den mobilen Einsatz auf ein bestimmtes Datenvolumen begrenzt. Danach wird für den Rest des Monats die Geschwindigkeit gebremst und zwar rapide. Mit Arbeiten und Streams ist dann in der Regel Schluss. Schon das Laden normaler Webseiten kann in dieser Situation zur Geduldsprobe werden.


Doch welcher Tarif ist in welchem Fall das Richtige? Der folgende Artikel soll ein paar Ratschläge zu diesem Thema geben.


Smartphone - Erfordernisse für Tarife

44 Millionen Bundesbürger nutzen mittlerweile ein Smartphone. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom. Dabei sind es längst nicht mehr nur die Jungen, die damit auch im Internet surfen. Immerhin 57 Prozent der Smartphone-Nutzer ab einem Alter von 65 Jahren tun dies ebenfalls.
 

Dabei gibt es Vieles, wofür sich ein internetfähiges Smartphone eignet, zum Beispiel:
 

- Abrufen und Schreiben von E-Mails

- Einholen wichtiger Informationen aus dem Netz

- Online-Shopping und Online-Banking

- Lesen von Nachrichten
 

Weniger gut geeignet ist ein Handy für das Streaming von Filmen. Dies macht allein aufgrund der kleinen Bildschirmgröße im Regelfall wenig Spaß. Auch das Arbeiten an einem Smartphone ist trotz der ausgeklügelten Technik meist deutlich umständlicher und weniger effektiv als an einem Tablet oder Notebook.
 

Aus diesen Gründen benötigen die meisten Smartphone-Nutzer ein eher geringes Datenvolumen, vor allem wenn sie in erster Linie textbasierte Anwendungen nutzen. In diesem Fall reichen 500 MB im Monat problemlos aus, selbst bei Personen, die viel chatten. Entsprechende Einsteigertarife sind laut Datentarife.info bereits ab 10 Euro im Monat erhältlich. Anders sieht es aus, wenn Nutzer regelmäßig Bilder verschicken. Dann sollte es schon 1 GB sein. Wer zusätzlich noch Youtube-Videos ansieht und Musik herunterlädt, der sollte nicht zu sparsam kalkulieren. Ein paar GB sind dann in jedem Fall sinnvoll.
 

Grundsätzlich kommt es nicht nur auf das Datenvolumen an. Auch die Netzabdeckung spielt eine zentrale Rolle. Denn ist diese nicht ausreichend gegeben, kommen Nutzer kaum in den Genuss der versprochenen Geschwindigkeit.
 

Notebook - hohe Datenvolumina

Wer auf seinem Notebook mobiles Internet nutzt, nutzt dies häufig für deutlich mehr als das Abrufen von E-Mails und das Chatten über soziale Netzwerke. Stattdessen stehen häufig datenintensivere Anwendungen im Vordergrund. Dazu gehören:
 

- Das Nutzen von Streams (Video oder Audio)

- Das Herunterladen beziehungsweise Versenden größerer Dateien
 

In der Regel lohnt es sich, gleich mindestens ein Gigabyte Volumen zu wählen - auch weil 500 MB für Notebook zwar erhältlich, aber selten billiger sind. Wer nicht Gefahr laufen möchte, dass ein Stream plötzlich abbricht oder wichtige Dateien nicht mehr in einer vertretbaren Zeit heruntergeladen werden können, sollte sich für deutlich mehr entscheiden.
 

Auch hier ist das Datenvolumen nicht der einzige entscheidende Faktor. Neben der Netzabdeckung sollten Nutzer vor allem auf die Geschwindigkeit achten. Wer das Notebook nur hin und wieder für den E-Mail-Verkehr nutzt und keine großen Ansprüche stellt, kommt schon mit 7 Mbit/s aus. Für Streaming-Freunde ist eine höhere Geschwindigkeit sinnvoll. Auf der Höhe der Zeit ist man mit 50 Mbit/s. Damit ist man rasant im Netz unterwegs - so lange das Datenvolumen ausreicht.
 

Tablet - der Mittelweg

Tablets werden immer beliebter. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass sie in Zukunft dem Notebook den Rang ablaufen werden – eine Tendenz, die aktuelle Verkaufszahlen unterstreichen. Noch gilt ein Tablet allerdings weniger als ein Arbeitsinstrument. Stattdessen liegt der Schwerpunkt bei vielen Nutzern auf Multimedia-Anwendungen. Gerade diese können allerdings ein hohes Datenvolumen beanspruchen. So verwenden viele Menschen ihr Tablet, um
 

- unterwegs Filme anzuschauen

- zu spielen

- Videotelefonie zu betreiben
 

Entsprechend sollten Nutzer hier vorab ähnliche Überlegungen anstellen, wie diejenigen, die mit einem Laptop mobil surfen möchten. Als zusätzliche Orientierungshilfe können folgende Zahlen dienen:
 

- Bei einem Stream mit 128kb/s benötigt man stündlich etwa 60 MB Volumen, ist die Qualität des Streams höher, entsprechend mehr.

- Ein YouTube Video braucht bei HD Auflösung bis zu 5 MB pro Minute.

- Für fünf Minuten über Skype telefonieren lassen sich 5 MB veranschlagen.
 

Mithilfe solcher Zahlen lässt sich der eigene Verbrauch besser abschätzen. Daraus wird auch deutlich, dass Streamingfreunde ihr Datenvolumen nicht zu niedrig wählen sollten und Skype-Telefonate mit einem hohen Verbrauch einhergehen. Wenig ins Gewicht fallen dagegen Messenger wie das beliebte WhatsApp. Dasselbe gilt für das Abrufen von E-Mails.
 

Übrigens kann auch Werbung auf einer Seite das beim Surfen verbrauchte Volumen steigern. Schließlich muss diese auch geladen werden. Es lohnt sich demnach, Werbung automatisch zu blocken.


Tablets werden immer beliebter und benötigen zunehmend mehr Datenvolumen


Fazit

Im Grunde genommen stehen bei jedem verwendeten Endgerät dieselben Fragen im Vordergrund, geht es um das richtige Datenvolumen. Denn für die Antwort ist jeweils entscheidend, welche Anwendungen man wie oft nutzt. Der Unterschied kann groß sein. Wer nur hin und wieder seine E-Mails abruft, kommt mit deutlich weniger Volumen zurecht als eifrige Streamingnutzer. Auf der anderen Seite gilt es immer im Kopf zu behalten, dass es meist sehr teuer ist, das Datenvolumen für einen Monat spontan aufzustocken. Von vornherein schlau zu kalkulieren, zahlt sich aus.
 

Schließlich sollte man über die Frage nach dem Datenvolumen andere Kriterien nicht aus dem Auge verlieren. Dazu gehören Netzabdeckung und Geschwindigkeit. In einem Funkloch bringt auch ein großes Datenvolumen keine Vorteile.
 

Bildquellen:

Abbildung 1: © FirmBee (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: © PIX1861 (CCO-Lizenz) / pixabay.com

 

Autor: 
ENERGY Media

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