Der Gehaltscheck: Top- und Flop-Branchen

Das große Geld oder eher Durchschnitt? Wie du schon bei der Berufswahl die Weichen für ein hohes Gehalt stellen kannst.

Jaja, wir wissen alle, dass Geld nicht alles ist. Aber sind wir mal ehrlich. Wer träumt nicht vom perfekten Traumjob, der auch noch als Sahnehäubchen on top mit einem Spitzengehalt gesegnet ist? 

 

von vielen faktoren abhängig

Neben der Wahl der Branche (dazu gleich mehr) spielen in die Aussicht, was am Ende auf dem Gehaltszettel steht, noch viele andere Faktoren mit rein. So ist zum Beispiel wichtig, wie viel Berufserfahrung man schon mitbringt. Die Chancen auf mehr Geld steigen außerdem mit einem Hochschulabschluss wie Bachelor, noch mehr wird's meistens mit einem Masterabschluss. Wer sich dann auch noch traut Personalverantwortung zu übernehmen, hat die Aussicht auf nochmal mehr Gehalt als normale Angestellte.

 

Aber auch für Nicht-Studierende gibt es Chancen, bei Gehaltsverhandlungen positiv zu punkten - so eignen sich etwa Weiterbildungen oder das Ausbauen fachlicher Kompetenzen, um den Arbeitgeber zu beeindrucken und etwas mehr Einkommen zu erzielen. Stichwort hier: Lebenslanges Lernen

 

Richtig gemein übrigens: Je nachdem wo du wohnst, kann es bei genau gleicher Qualifikation sein, dass du für deine geleistete Arbeit weniger bekommst, als anderswo. Gerade in den neuen Bundesländern sind die Gehälter nach wie vor niedriger als in den westdeutschen Ländern. Am meisten Cash gibt's in Hessen, Baden-Württemberg oder Hamburg - in Mecklenburg-Vorpommern hingegen sieht's etwas mauer aus. 

 

Und ja, auch das Geschlecht spielt in den Lohn mit rein. Aus dem StepStone Gehaltsreport für Fach- und Führungskräfte geht hervor, dass zum Beispiel bei Berufen im Finanzsektor der Unterschied gravierend ist - Frauen verdienten demnach etwa 57.000€, ihre männlichen Kollegen bis zu 73.800€ - das sind über 16.000€ mehr! 

 

aber jetzt mal tacheles - was sind denn die berufe, in denen man am besten reich wird?

Zugegeben, eine große Überraschung ist es nicht. Sieht man sich die durchschnittlichen Bruttojahresgehälter, der in Vollzeit arbeitenden Fach- und Führungskräften in Deutschland an, steht ganz vorne die Banken- und Finanzbranche mit durchschnittlich über 69.000€ Bruttogehalt im Jahr, dicht gefolgt von der Medizin- und Pharmabranche. Aber auch technische Berufsfelder wie Fahrzeug-, Maschinen- oder Anlagebau sind in den Top 10 vertreten, ebenso wie die Chemie- und Erdöl verarbeitende Industrie oder Berufe in der Energie- und Wasserversorgung. 

 

Die höchsten Einstiegsgehälter gleich nach der Ausbildung können mit 38.000€ bis 40.000€ Bankkaufleute erwarten und sind da in guter Gesellschaft mit Berufseinsteiger*innen aus dem Sozialversicherungsbereich. Softwareentwickler*innen und Technische Zeichner*innen zum Beispiel, können immerhin noch mit ein bisschen mehr als 30.000€ kalkulieren. 

 

wie sieht's aus mit jobs ohne studium?

Vorab sei gesagt, dass ein Hochschulabschluss nicht automatisch eine Garantie für ein Spitzengehalt ist. Gerade kreative Berufe wie Grafiker oder Kulturmanager (39.000€), aber auch soziale und pädagogische Berufe (38.000€) stehen auf der Akademiker-Gehaltsleiter eher weiter unten. 

 

Ohne Studium lohnt es, sich mal den Beruf des Fluglotsen näher anzusehen (teilweise bis zu 8.900€ brutto!), aber auch als Maurermeister hat man gute Aussichten auf bis zu 5.000€ im Monat, Mechatroniker können sich auf bis zu 6.000€ hocharbeiten, um einige Bespiele zu nennen. 

 

Schlusslichter-branchen

Die momentane Covid-Pandemie hat nochmal deutlich vor Augen geführt, wer trotz sogenannter systemrelevanter Arbeit sehr wenig verdient. Das sind etwa Pflegekräfte, Verkäufer*innen im Einzelhandel, aber auch Köch*innen, Berufskraftfahrer*innen und Zahnarzthelfer*innen erfahren eher keinen Geldsegen durch ihre geleistete Arbeit. Die schlechteste Bezahlung nach ihrer Ausbildung erwartet Friseur*innen. Sie kriegen teilweise für diesen Knochenjob nur etwa 20.000€ pro Jahr bei Berufseinstieg.

 

fazit

Man darf trotz allem nicht vergessen, dass es nicht DIE eine Branche gibt, in der man sich eine goldene Nase verdienen kann, alleine aufgrund der Tatsache wie breit gefächert die verschiedenen Berufsmöglichkeiten innerhalb einer Branche sind. Es lohnt aber auf jeden Fall, sich vor der Berufswahl gut einzulesen in Gehalts- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie die eigene persönliche Ausgangslage zu beachten: Was habe ich für einen Abschluss? Studium ja/nein? Strebe ich eine Führungsposition an? Was ist mir in meinem Beruf und Berufsleben wichtig? 

 

Denn egal ob du auf möglichst viel Einkommen aus bist oder dich auch mit weniger zufrieden gibst - im Endeffekt ist doch das Wichtigste, dass du eine Arbeit findest, die zu dir passt und zu der du gerne hingehst (so abgedroschen es klingt!)

 

Autor: 
ld
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